Stille
Schon so lange kaum was geschrieben. Komischerweise vermisse ich es nicht mal all zu fest. So viel zu tun. Tausend Dinge im Kopf. Alles gut und alles schnell und keine Zeit. Dann plötzlich ist es Nacht. Eigentlich wäre immer noch alles gut, doch plötzlich bleibt alles stehen und die Zeit hält den Atem an. Und dann kommt irgendwas. Traurigkeit. Verzweiflung. Dunkelheit.
Vielleicht liegt es auch nur am Mond, am Abendstern, am Morgenstern, am schlechten Horoskop diese Woche, am ungelösten Kreuzworträtsel, am schlechten Gewissen, weil schon wieder viel zu wenig gelernt, an der gewaschenen Wäsche, die noch aufgehängt werden muss, an der Musik (viel zu fröhlich gerade), am vollen Magen, an der Unruhe, an den vielen unerledigten Dinge, am leeren Konto, an der verrinenden Zeit, an traurigen Fernsehserien und frischgeputzem Silberschmuck.
Oder es liegt an einer gefühlten Million Mindmaps, an der Beigeisterung für eine neue Website, an den Gesprächen über Treue und Untreue, an schlecht besuchten Vorlesungen, an dem Gedanken, mehr Sport zu machen, an der Putzwut, am Alleinesein, an der angenommenen Diplomprüfung von justine, an all den Fragen, an der grossen Sehnsucht, die nicht weiss wonach, an einem perfekten Titel, dem noch die Geschichte fehlt, an zu viel verschwendeter Zeit, an der tickenden Uhr, an zu viel Geplapper und zu wenig Gesprächen, an den haarenden Katzen, am Wasserglas und den leichten Kopfschmerzen.
Vielleicht liegt es auch nur an Grey’s Anatomy. Weil ich am Ende jeder Folge weinen muss. Mal aus Freude, mal aus Traurigkeit. In diesem Leben kann man scheinbar nicht genug weinen.
Schlagworte: abend, freude, gefühl, justine, leben, morgen, nacht, website
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21 Mai 2007 um 23.09 Uhr
kann alles irgendwie nachvollziehen oder verstehen, mit ausnahme der putzwut.