Vampire: The Masquerade – Bloodlines

Wenn wir gerade beim gamen sind, hier noch ein Linktipp für Liebhaber älterer (Vampir-) Spiele:
http://www.gamebanshee.com/vampirebloodlines/walkthrough.php
Die Macher von Gamebanshee haben sich da richtig viel Mühe gegeben und den beeindruckendsten Walkthrough gemacht, den ich seit langem gesehen habe.
Normalerweise beschränken sich Walkthroughs (also Anleitungen, wie man durch das Spiel kommt, eben wie man “durch läuft”) auf ein paar spartanische Seiten, nur Text, nur die allerwichtigsten Bilder.
Hier werden alle Haupt- und Nebenmissionen sowie alle Wahlmöglichkeiten und deren Konsequenzen genau beschrieben. Dazu gibt es jede Menge Bilder, falls jemand nicht gleich rausfindet, wie ein Blutpaket aussieht oder die E-Mailtexte (im Spiel) nicht lesen kann.
Das Spiel selbst kann ich auch empfehlen. Anfangs kann man aussuchen, welchem Clan man angehören möchte (oder einfach einen Psychotest machen). Die Tremere haben dabei am meisten Spass gemacht, ihre Blutmagie lässt so lustige Sachen zu, wie arme Sterbliche Blut kotzen oder eifach aufgrund kochenden Blutes zerplatzen zu lassen. Malkavianer sind für Anfänger wahrscheinlich eine ziemliche Herausforderung (ihr vampirisches Blut ist verunreinigt, was zu Irrsinn in allen Facetten führt. Die Spielfigur spricht dementsprechend auch öfters in Rätseln). Eher für ein nochmaliges spielen geeignet.
Das ganze ist so eine Mischung aus Egoshooter, Adventure und Magiespiel, keine Ahnung, ob ich das richtig zuordne. Ich spiele sowas eh nur im Godmode, darum kann ich nichts zur Schwierigkeit der Missionen sagen. Zum Teil nerven diese etwas, weil man dauernd hin und her laufen muss.
Wem langweilig ist, kann unschuldige Sterbliche anfallen und sich anschliessend vor der Polizei verstecken. Dem Prinzen der Stadt sollte man besser nicht widersprechen. Er gehört zu den Ventrue, den Powerplayern der Vampire, und besitzt die Fähigkeit, seine Gegner “zu überzeugen”. Kein schönes Gefühl, statt zwischen vier Antwortmöglichkeiten nur noch eine zu haben. “Ich machs. Ich machs. Ich machs. Ich machs.)
Wundervoll die durchgeknallten Clubbesitzer der Stadt. Highlight in Chinatown ist der Gewürzhändler, der nie in der Armee war (aber so aussieht? so spricht? hm). Ach ja, eine Geistergeschichte ist auch noch eingebaut, da hab ich mich mitten in der Nacht dann doch ordentlich gefürchtet und zwischendurch die Hintergrundmusik ausgeschaltet. Witzig die Namen der Missionen (The Pain of being Mercurio als man für Mercurio Schmerzmittel organisieren muss, nachdem er zusammengeschlagen wurde). Die Missionen sind grundsätzlich sehr abwechslungsreich, insbesondere die Nebenmissionen. Entführte Kinder retten, zwei chinesische Killer gegeneinander ausspielen, einen Gastrokritiker bedrohen, dem Friedhofwächter vertreten, mit ihm schlafen oder ihm eine H*ure besorgen (ach ja, bei der Vertretung wird das Spiel auch noch zum Zombishooter, falls es sowas gibt). Ein Snuffvideo auftreiben, gegen Vampirjäger kämpfen und einen brutalen Massenmörder stellen, sind nur einige der Aufgaben. Ausserdem muss man den gesammten Clan der Nosferatu suchen, gegen einen Werwolf kämpfen (den man übrigens als einzige Figur nicht töten kann. Darum: Lauf weg! Lauf weg!) und sich mit leichtgläubigen Thinbloods rumschlagen.
Alles wird garniert mit einer durchaus ansprechenden Grafik und einem absolut oberhammergeilen Soundtrack. Manchmal bin ich einfach nur an den Strand gestanden und hab Musik gehört. Bis es dann weiter ging mit dem Gemetzel. *har har har*
Ach ja, Spiel und Walkthrough sind beide in Englisch, beim Spiel können die Untertitel aktiviert werden. (Vereinfacht die Sache, vor alleml bei Figuren, die nuscheln oder die in jedem weiten Satz ein “Boss” brauchen.)
Das Spiel soll auch viele Anspielungen auf Filme (Zombiefriedhof, Name des Wächters), andere Spiele und ähnliches machen. Dazu gibts Foren.
Viel Spass.
- Videoclip auf youtube.com: Lacuna Coil – Swamped
- Song auf youtube.com: Darling Violetta – Smaller God (Der Song am Strand)
- Videoclip auf youtube.com: Tiamat – Cain
Schlagworte: e-mail, gefühl, kochen, mail, man, nacht, schlafen, wikipedia
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26 Juli 2009 um 23.42 Uhr
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