Als ich gestern Nachmittag ein SMS bekam, ob ich Lust habe am Abend ans fez zu kommen, hätte ich nie gedacht, heute erst um 6:30 Uhr ins Bett zu kriechen. Mit dem regulären ersten Zug und dem ersten Bus nach Hause, das ist mir glaub noch nie passiert.
Getreu meiner neuen Lebensregel: “Wenn du keine Lust hast, gehst du erst recht!” hatte ich zugesagt. (Hab das irgendwo gelesen, und bisher noch nie daneben gelegen damit. Hab die letzten Jahre damit verbracht, mich selbst zu bemitleiden, weil ich niemanden kenne, der gerne so in den Ausgang geht wie ich. Also Pubtour oder kleine Clubs. Jetzt wo das geändert hat, kann ich ja schlecht weiter zu Hause rumsitzen.) Ich war noch nie in der Kanzlei in Zürich, und mit den zwei Kolleginnen würde es eh eine tolle Nacht werden.
Als ich die Kanzlei betrat, war es Liebe auf den ersten Blick. Klein, kuschelig, hübsche Beleuchtung und gute Musik. Dass der Eintritt mit Legi statt 20.- nur 10.- Fr. kostet, war noch ein Zückerchen. Später stellte ich fest, dass fez auch Spass macht, ohne betrunken zu sein. Was sich einige Leute allerdings trotzdem nicht entgehen liessen. *ggg* Die Partyleute waren nicht so supergestylte Zürcher und die Anmachen zwar zum Teil ziemlich kindisch (haben die Kerle wirklich bei jemandem Erfolg damit: “Hei, ich kenn dich!”?), aber nicht weiter schlimm.
Das Universum hatte sogar eine Bestellung der letzten Wochen ausgeliefert und mir einen gut riechenden Max Martini-Look-alike geschickt:

Dieser leckere Kerl (Ich habe gerade meine “Dreitagebärte sind so sexy!”-Phase. Auf Rothaarige stand ich schon immer.) hat einen coolen Auftritt als Diebesbanden-Chef in Burn Notice und spielt als festes Cast-Mitglied in The Unit mit. Letzteres ist ganz unterhaltsam, konnte mich aber trotz ihm nicht länger als drei Folgen begeistern.
Mit etwas Hilfe meiner Kolleginnen tanzten wir den Rest des Abends zusammen. Leider hatte das Universum die Lieferung mal wieder verhunzt. Der Kerl gehörte zu einer Vierergruppe (unter anderem Zwillinge *g*), die fürs Wochenenende zum boarden in der Schweiz ist und aus Düsseldorf kommt! *hmpf*
Als die Jungs uns zum weiterfeiern mitnehmen wollten, winkten wir dann ab. Meine Kollegin ist in festen Händen und ich gehe sicher nicht mit Kerlen mit, deren Namen ich nicht mal kenne. *lach* N. und ich haben dann noch bis zur Sperrstunde um 4 Uhr weitergetanzt und sind schliesslich mit schmerzenden Füssen (wir waren von 23:00 bis 5 Uhr bis auf Toilettenpausen ständig auf den Füssen) zum Bahnhof gelaufen. Mit heissem Kaffee im Magen erwischten wir den ersten Zug und mussten sogar in die gleiche Richtung nach Hause.
Eine wirklich tolle Nacht. Einzige Verbesserungsmöglichkeit: Rumknutschen. Nächstes mal dann.