20 Minuten waren auch schon länger.
(Ich will ja nicht jammern, aber es gibt dieses Semester soooo viel zu lesen…)
20 Minuten waren auch schon länger.
(Ich will ja nicht jammern, aber es gibt dieses Semester soooo viel zu lesen…)
Samstag und Sonntag mehrheitlich faul auf dem Sofa rumhängen… und am Montag leichten Muskelkater haben.
Muskelkater von Faulheit, das soll mir mal jemand nachmachen.
Bis vor einigen Minuten war in tel.search.ch noch folgender Eintrag zu finden:
W., Nicole
Consultant
St. Galler-Strasse 66, 8400 Winterthur/ZH
*052 232 64 86
Tja, das stimmt leider alles schon seit Jahren nicht mehr so ganz. *g* Also hab ich kurz angerufen und den Eintrag zur Löschung freigegeben.
Auf den veralteten Eintrag gekommen bin ich, weil die Dankeskarte meiner besten Freundin einen Fehler in der Adresse hatte. Die Strassennummer stimmte nicht. Die Karte ging dann bei der Post zur Abteilung für unzustellbare Briefe (wie gesagt, lediglich die Hausnummer stimmte nicht!), und die haben da meine alte St. Galler-Str. Adresse draufgeschrieben. Das half natürlich auch nicht weiter, weil die Umzugweiterleitung nach 4 Jahren auch nicht mehr aktiv ist. Wie die Karte dann trotzdem ihren Weg zu mir fand ist mir schleierhaft, geschafft hat sie es auf jeden Fall.
Nun war die Frage, wo wohl meine alte Adresse noch eingetragen ist. Zwei Verdächtige, weisseseiten.ch und tel.search.ch. In letzterem fand ich den Eintrag. Und nun ist er schon weg. Ade, Vergangenheit. *g*
Es ist kurz vor ein Uhr. Wegen dem hartnäckigen Husten kann ich nicht schlafen, bin also wach und stehe schon seit einer Stunde immer wieder auf, um mir dies oder jenes zu holen.
Gerade war es eine der unglaublich ekligen homöopathischen Lutschtabletten, die ich letzte Woche gegen mein Halsweh gekauft habe. In der Anleitung steht, die ausgesuchten aetherischen Oele würden den Lutschtabletten den aromatischen Geschmack verleihen. Tatsächlich schmecken die wie ein toter Heuballen.
Nur nicht im Moment. Ich spüre die Schärfe im Mund, ich spüre die Süsse, und ich weiss, ich müsste mir jetzt ständig überlegen, die halbgelutschte Tablette wieder auszuspucken… aber ich schmecke nichts. Gar nichts. … stelle gerade fest, es ist der Geruchsinn, der weg ist. Arg! Hoffentlich kommt der bis morgen wieder, sonst krieg ich die Krise!
(Das einzig gute an der Situation: Ich kann die unglaublich ekligen aber wirklich wirkungsvollen Lutschtabletten jetzt bis zu Ende lutschen. Bin ein unverbesserlicher Optimist.)
[Nachtrag um 00:58 Uhr:] Uff, der Geruchsinn kommt zurück, ich kann jetzt die Lutschtablette wieder riechen und auch das Parfum auf meiner Hand. In Zukunft lass ich die Finger vom Nasenspray, das war jetzt ein Schreck…
Gute Nacht.
[Nachtrag um 6:09 Uhr:] Wieder weg. Es darf einfach nicht permanent sein, oh bitte, einfach nicht permanent!
Gerade hatte ich echt den Schiss in der Hose!
Da sein Akku schon fast leer ist, hängte ich meinen iPod ans USB-Kabel und dieses an meinen Arbeitscomputer. Der mir prompt eine Heidenangst einjagte, weil der Lüfter superlaut wurde, als stände die Maschine kurz vor der Kernschmelze. Keine Ahnung was da abging (vielleicht war es ein Problem, dass hier kein iTunes installiert ist), sicherheitshalber hab ich den Compi nochmal neu gestartet. Nicht dass der noch Transformers-Anfälle bekommt, explodiert, durchschmort oder so….
T. und F. die Arbeitkollegen und ich stehen am Fenster und versuchen und darüber klar zu werden, ob der Bahnarbeiter da draussen ein hautfarbenes T-Shirt trägt oder tatsächlich oben ohne rumläuft.
Eigentlich war ich nur auf der Suche nach dem Ursprung eines komischen Geräusches…
Draussen zwitschert ein Vogel. Laut. Sehr laut. Und sehr seltsam. Es tönt wie ein Handy-Klingelton.
Ich gehöre zu den Leuten die glauben, dass Computer tatsächlich eine eigene Persönlichkeit und vor allem ab und zu ihre Tage haben. Wäre ich eine Informatikerin, Physikerin oder was auch immer dazu nötig wäre, könnte ich mir die Zicken meiner Kisten vielleicht ein bisschen realistischer erklären.
Seit ich meinen “neuen” Computer habe (der ist ja auch schon wieder ein Jahr alt), gibts ab und zu Probleme beim Kopieren von Daten auf den USB-Stick.
Per Zufall entdeckte ich, dass es wohl am Gebrauch des Mausrades liegt. Glaubt es oder nicht, wenn ich während dem Kopiervorgang auf Websites gehe und das Mausrad benutze, kommt schon bald eine Fehlermeldung vom Fenster, falsche Parameter, File könne nicht kopiert werden bla bla bla. Seit ich darauf achte, das Mausrad nicht mehr zu benutzen, läuft alles reibungslos.
Verstehe einer die Computer.
(Heute gehe ich wohl später zur Arbeit. Gerade Regnet es Bindfäden. Bäh.)
In “Asterix bei den Helvetiern” traf ich damals das erste Mal auf die pingelige Sauberkeit der Schweizer. (Der deutsche Titel ist eigentlich “Asterix bei den Schweizern“, das wäre aber geschichtlich nicht ganz korrekt. Wenn schon pingelig, dann richtig.)
Jahre später höre ich davon in einer Einführung über Interkulturelle Unterschiede und las in entsprechenden Büchern darüber. Tatsächlich war mir diese Sauberkeit bisher nicht gross aufgefallen.
Wie ausgeprät sie ist, machte mir erst “A Blog about life in Switzerland” klar. Chantal kommentiert die regelmässigen Abfalleimer-Putzaktionen wie folgt:
This is really schlecht, I know, but somehow when I see men hired to scrub trashcans at public transportation hubs, I can’t help but feel it’s a bit unnecessary in the overall scheme of things.
http://writeon.swissinfo.ch/?p=191#more-191
Ich persönlich mag geputzte Abfalleimer. Ich reinige sogar meine eigenen ungefähr im Halbjahrestakt mal von innen. Unglaublich, vieviel Schmutz sich da ansammeln kann, wenn etwas Flüssigkeit reinläuft! Bisher konnte ich mich mit dem allgemeinen Putzwahn, der sich mittlerweilen auch auf mich übertragen hat, also ganz gut anfreunden. Heute war aber sogar ich verblüfft:
Draussen war ein LKW zu hören, den ich wegen der verursachten Geräuschen als Müllwagen identifizierte. Ein bisschen spät, normalerweise kommen unserer am Montag vor 10 Uhr. Gleichzeitig hantiere noch jemand mit einem Hochdruckreiniger rum. Neugierig betrat ich den Balkon um zu sehen, welcher Nachbar oder Hausmeister was reinigte. Und war ersthaft erstaunt.
Unten auf der Strasse stand tatsächlich ein oranger LKW der Stadt, an der Seite angeschrieben mit “Container-Reinigung”. Der Mann in Neonorange säuberte einen rumstehenden Abfall-Sammelcontainer mit einer Handpistole. Dann hänge er den Container in eine Hebevorrichtung des Lastwagens ein. Statt den Müll in den Lastwagen zu entleeren, wurde der Container mit Wasser ausgespritzt.
Hm. DAS ist wirklich schräg. Sogar unsere Sammelcontainer werden regelmässig gereinigt… Vielleicht, damit sie nicht so viel Ungeziefer anziehen. Oder schlecht riechen. Oder hässlich aussehen. Wir spinnen, wir Schweizer!
Ich gehe jetzt ein wenig meine Türrahmen putzen.
[Nachtrag:] Google hat mich mal wieder auf die Lösung für dieses Vorgehen gebracht und meine Vermutung bestätigt.
Ein Blick in die Abfallcontainer bestätigt: Salmonellen, Pilze, Eitererreger, Wurmeier, Bakterien und Viren finden hier geradezu paradiesische Zustände für ihre Vermehrung und Verbreitung vor. Der Gestank lockt zudem Fliegen, Mücken und Ratten an. Abhilfe schafft die Contreag aus dem schweizerischen Winterthur, die sich auf die Reinigung der Container mittels Frischwasser inklusive einer effektiven Desinfektion, anfallende Reparaturarbeiten und den Verkauf von Containern spezialisiert hat.
http://www.containerreinigung.ch/sites/sites/s_b.html
Danke CONTREAG. Bitte weitermachen.
Und ich wundere mich noch, warum mir heute den ganzen Tag trotz Menamig der Kopf zu zerplatzen drohte:
“Der Mittwoch beginnt sonnig. Am Alpennordhang kommt immer stärkerer Föhn auf…”
Na toll.
Was übrigens wie immer dazugehörte: Seltsame Träume und stündliches Aufwachen. Sehr irritierend.