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Rennes-le-Château 2013

Hier die aktuellste Galerie zu Rennes-le-Château. 2013, 10 Jahre nach dem ersten gemeinsamen Besuch des Städtchens besuchten mein Vater und ich es wieder. Es hat sich einiges verändert. Rennes-le-Château ist mittlerweilen touristisch professionalisiert, was mir gefällt. Schlau von den Bewohnern. :-)

Zu meiner Überraschung musste ich feststellen, dass der Friedhof nicht mehr betreten werden darf, ausserdem wurde Abbé Saunières Grab verlegt. Daher wollte ich die Galerien meiner letzten zwei Besuche online stellen. Für alle Fans, die es interessiert, wie Friedhof und Grab früher aussahen.
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Sodbrennen und die Macht der Gewohnheit

Ich halte mich für einen ziemlich offenen Menschen. Es macht mir zwar eine Heidenangst daran zu denken, dass ich bald 2-3 Jahre im Ausland leben muss, aber das ist Teil der Karriere, also werde ich das tun. Den Freundeskreis meines Freundes kennen zu lernen ist ebenfalls eine Herausforderung, weil ich in Gesellschaft Fremder unbehaglich fühle. Aber darum kommt man im Leben sowieso nicht herum. Und so habe ich schon spontan ein reizendes, älteres amerikanisches Paar in Zürich aufs richtige Tram gebracht oder zwei netten Kerlen am Freitag Abend das Limmatquai gezeigt… und gleich was mit ihnen getrunken und mich super mit ihnen unterhalten. Ich mag meine Routinen, weil sie mir Sicherheit und Struktur geben, kann aber auch spontan davon abweichen.

Worauf ich aber definitiv nicht verzichten kann: Meinen morgentlichen Milchkaffee.

Gerade sitze ich schmollend und innerlich heulend wie ein kleines Kind vor dem Computer und würge einen Salbeitee runter. Verdammtes Sodbrennen! Ich bin kein Mensch ohne meinen Milchkaffee!

PS: Natürlich habe ich vor allem einen Grund gesucht, das lustige Video zu verlinken. :-)

zombie-attacke

Zombieattacke

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Auch wenn es definitiv so aussieht: Von einem Zombie wurde ich zum Glück nicht angegriffen. Aber ich werde vor meinem nächsten Arztbesuch auf jeden Fall etwas mehr als nur einen Kaffee trinken. Falls dann mein Hausarzt spontan meint, er wolle ein Blutbild machen, wird seine Assistentin hoffentlich eine Vene in meiner Armbeuge finden. Dort fallen die grosse Flecken nämlich nicht so auf.

PS: Weh getan hat es zum Glück nicht gross. Sieht schlimmer aus, als es ist.

Interview mit einem Psychiater & von der Komfortzone

Meine Psycho-Freunde (natürlich: Psychologiestudierendenfreunde) teilen das Interview schon seit einigen Tagen auf Facebook. Mich hat es mal wieder früh aus dem Bett getrieben (um 7 Uhr an einem Samstag!), nun habe ich es auch endlich gelesen. Ich bin ja so eine faule Leserin, wenn etwas länger als eine Bildschirmseite ist, setzte ich ein Bookmark und lese den Text… vermutlich nie.

Das Interview mit Benjamin Dubno, Chefarzt der Psychiatrie, ist tatsächlich sehr lesenswert:
http://blog.dasmagazin.ch/2013/09/27/lust-auf-ein-psychogespraech/

Gut gefallen hat mir seine Antwort auf die folgende Frage:

Was fasziniert Sie an psychischen Krankheiten?
Mich fasziniert, wie sich jeder Mensch seine eigene Realität schafft. Und wie sehr diese Realität von Gefühlen abhängig ist.

Mir geht das auch so. Ich habe ja in meinem Schwerpunkt Sozial-, Organisations- und Wirtschafspsychologie nicht mehr so viel mit psychischen Krankeheiten zu tun. Doch dass Menschen mit Schizophrenie oder nur schon Essstörungen eine ganz eigene Realität haben, fasziniert mich ungemein. Und auch, wie mächtig gefühle sind. Manchmal tobt in mir ein Gefühlssturm, dann trete ich einen Schritt zurück und denke mir: “Was soll das? Warum habe ich gerade das Gefühl, die Welt bricht zusammen? Was ist mein Problem? Was mach ich als nächstes?” Oder ich beobachte, wie wir alle die Hauptdarsteller in unserem eigenen Leben sind. Da will ich mit meiner besten Freundin etwas besprechen, was mir sehr nahe geht, doch ich getrau mich nicht so richtig, weil ich weiss, das Thema ist für sie auch sehr wichtig, aber in der entgegengesetzten Richtung. Wieviel darf ich an mich denken, wieviel Rücksicht muss ich auf andere nehmen? Oder: Wie sehr darf ich meine Realität der meiner Mitmenschen vorziehen?

Eine andere Antwort erinnerte mich an einen Podcast, den ich kürzlich gehört habe.

Das Verhältnis zwischen Psychiater und Patient ist immer auch durch Macht geprägt. Gefällt Ihnen diese Macht?
Ich wäre nicht Chefarzt, wenn ich Probleme mit Macht hätte. Aber ich bin nicht machtgeil, wenn Sie das meinen. Ich übernehme gern Verantwortung. Ich bilde auch sehr gern Assistenten aus. In der direkten therapeutischen Beziehung mit Patienten empfinde ich mich aber nicht als jemanden, der Macht ausübt. Ich empfinde mich eher als eine Art Berater. Ich erkläre den Patienten, warum ich der Meinung bin, dass sie dieses oder jenes Medikament nehmen sollten – den Entscheid aber überlasse ich ihnen. Ich will auch nicht, dass die Leute zu mir kommen und jegliche Eigenverantwortung abgeben. Wenn einer sechzig Zigaretten pro Tag raucht, befremdet es mich ein wenig, wenn er ernsthaft über Halsschmerzen klagt.

Beim iTunes aufräumen bin ich über einen älteren Podcast des Psychologen Roland Kopp-Wichmann gestolpert:
Die wichtigsten Schritte im Leben sind immer außerhalb der Komfortzone.

http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/10359/komfortzone

Ich hatte mir ja im vergangenen Jahr überlegen müssen, was ich mit meinem weiteren Leben so anfangen will. Nun bin ich Studierendenvertreterin in der Institutsversammlung, bei dem sich einmal im Monat alle Professorinnen und Professoren des Psychologischen Instituts, Vertreterinnen des Mittelbaus und der Administration und eben wir Studierendenvertretenden treffen, um über Vorgänge informiert zu werden und über verschiedene Themen zu diskutieren und abzustimmen. Durch diese Position erhielt ich wertvolle Einblicke in die Organisation des Instituts. Und mir wurde klar, Professorin sein, das würde mir gefallen. Das ist ein durchaus anspruchsvoller Weg, vor allem, weil ich eigentlich bereits in dem Alter bin, wo andere Profs werden. Muss also Gas geben mit der Karriere. Aber mir wurde bewusst, dass ich gerne Verantwortung übernehme (sonst wäre ich nicht so gerne Präsidentin vom Fachverein), gerne forsche und unterrichte.

Für die akademische Karriere werde ich jedoch nicht drumherum kommen, nach dem Doktorat mindestens 2-3 Jahre im Ausland zu arbeiten. Amerika wäre wohl die beste Wahl. Im Ausland. Ich. Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

Ich reise gerne. Sehr gerne. Und ich lebe gerne in der Schweiz. Ich kann mir nicht vorstellen, woanders als hier zu leben. Alleine die Vorstellung löst bei mir Bauchschmerzen aus (und das sollte ich im Moment nun wirklich vermeiden). Aber für das Ziel werde ich es tun. Mein Komfortzone verlassen und tun, was nötig ist. Ich habe noch etwas Zeit, mich an den Gedanken zu gewöhnen. Ausserdem soll die Zeit im Ausland angeblich vorgehen wie im Flug. Mal sehen. Erst muss ich mich auf meine Masterarbeit konzentrieren. :-)

PS: Irgendwie zerfallen gerade meine Gedanken so schnell. Keine Ahnung, ob meine Beiträge überhaupt Sinn ergeben. Egal. Auf die Links klicken und lesen.