Die Hochzeit meiner Schwester

Zwei Jahre hatte sich meine Schwester mit den Hochzeitvorbereitungen beschäftigt. Vor zwei Wochen war es dann endlich soweit.

Am Donnerstag gingen wir mit dem Bräutigam und einer der anderen Brautzeuginnen ins Tanningstudio. Genau, wir liessen uns wie die Hollywoodstars mit brauner Farbe besprühen! In der Sprühkabine mussten wir fest vorgegebene Posen einnehmen, was wie Yoga aussah… Nac*kt-Yoga. *lol* Ich kultiviere ja normalerweise meine vornehme Blässe, das Resultat gefiel mir aber. Allerdings rochen wir die nächsten Tage etwas seltsam.

Freitag stand das Einrichten der Party-Location und die zivile Trauung an. Dekoration waren unter anderem ganz viele Lampions in diversen Pastellfarben.

Lampions

Das sah super aus! (Hoffentlich auch, schliesslich hatten wir zu viert eine Stunde lang aufgehängt.) In der Location würde auch das Essen für die Verwandten stattfinden. Auf dem Bild ist ein Zwischenstand zu sehen, die Stühle erhielten noch Hussen und natürlich war eingedeckt.

Location
(Foto von we do)

In der Halle stellten wir eine Bar mit Stehtischen auf, es gab eine Lounge-Ecke, eine Fotowand wo man sich mit Selbstauslöser fotografieren konnte und ein kleines Dreirad-Auto, bei dem sich die Gäste zum Nachtisch selbst Soft-Ice rauslassen konnte. Das wurde natürlich allgemein fleissig genutzt und das kleine Fahrzeug war einfach der Knaller.

Dank einem genügend grossen Team waren wir zur Zeit fertig und verschwanden nach Hause. Umziehen für die zivile Trauung. Die an einem Freitag den 13. stattfand. :-) Meine Schwester hatte mir ein Kleid geschenkt, dass ich als Trauzeugin tragen sollte. (Auf dem Bild trage ich übrigens dunkleStrumpfhosen, das ist nicht die Tanningbräune.)

Outfit zivile Hochzeit

Sie selbst trug ein grünes Kleid, weisse Schuhe und eine weisse Blume im Haar, dazu eine grossartige Knotenfrisur. Sie sah so wunderschön und erwachsen aus… *lächel*

Haare

T. der Bräutigam trug einen schwarzen Anzug, weisses Hemd, schwarze Krawatte und Converse Turnschuhe dazu. Das gefiel mir supergut und gab dem Anlassen eine gewisse Leichtigkeit. Natürlich hab ich trotzdem geweint. :-) Anschliessend gings zum ersten Fotoshooting.

Der grosse Tag begann für mich ziemlich früh, hatte ich mich doch bereit erklärt, meinen Cousin und seine Frau am Flughafen abzuholen. Da angekommen merkte ich zum ersten mal so richtig, unter welcher Anspannung ich eigentlich stand. Ich vergass das Parkticket im Auto und fand den Wagen anschliessend nicht mehr. Eine Viertelstunde lang klapperten wir die Stockwerke ab, wobei der Lift immer erst in den untersten Stock (Eingang zum Flughafen) und erst dann wieder rauf fuhr. Beim Rausfahren touchierte ich dann noch eine Betonschwelle und zerkratzte die Stossstange… Super, mein Vater würde sich freuen. :-( Immerhin kamen wir unfallfrei zurück und ich hatte auch gar keine Zeit mir Gedanken zu machen, denn ich musste zur Coiffeuse. Meine Schwester bekam dort eine Hollywoodstarfrisur verpasst! Ihre offenen Haare waren der Wahnsinn. Vielleicht sollte ich meine doch auch mal wachsen lassen.

Nach dem Friseurtermin gings zum schminken und anschliessend zum Umziehen. Dann gabs ein kurzes Fotoshooting mit der Braut und ihren Trauzeuginnen und schon war es 15.55 Uhr.

Die Trauung fand beim Schloss Brunegg statt. Wir hatten unheimlich Glück. Der Wetterbericht hatte Regen vorausgesagt, der kam aber erst kurz nachdem wir alle uns auf dem Weg zur Party-Location gemacht hatten. Draussen waren für den Anlass Stühle mit Hussen aufgebaut worden. Die Trauung fand nur im engen Kreis der Familie statt.

Trauung
(Foto von we do)

Erst zogen der Bräutigam und sein Gefolge ein. Dann folgte – als Ueberraschung für T. – ein Dudelsackspieler. Dann wir Trauzeuginnen und schliesslich meine Schwester. In einem Spitzenkleid mit kleiner Schleppe, offenem Haar und einem langen Schleier. Wunderschön!

Ein Sänger begleitete den Einzug mit einem Lied von Züri West “Fingt ds Glück eim?”. Es folgte eine Predigt, Gebete, weitere Lieder, das Eheversprechen, der Ringtausch. Ich klammerte mich die ganze Zeit an meinem Taschentuch fest, so gerührt war ich. Meine Schwester sang schliesslich mit dem Sänger zusammen noch ein Lied und bekam anfangs kaum einen Ton heraus *lach*.

Züri West – Fingt ds Glück eim?

Nach der Trauung wurden natürlich diverse Fotos mit dem Brautpaar gemacht, und schon war es Zeit, nach Amriswil aufzubrechen. Dort gab es als leckere Vorspeise Fisch auf Salat. Anschliessend konnte man sich vom Catering-Personal einen Fleisch-Spiess zusammenstellen lassen und diesen in einen Grill (Maier Grill) einhängen. Das Fleisch wurde in 7 Minuten an den heissen Gasstrahlern vorbeibewegt und kam perfekt grilliert unten wieder raus. Dazu gabs Gschwellti mit einer leckeren Sauce, ein Gedicht!

Um 23 Uhr begann der “öffentliche” Teil. Wer bei anderen Hochzeiten in die Kirche und zum Apero eingeladen würde, durfte bei dieser Hochzeit zur Party und zum Dessert kommen. Es gab natürlich Hochzeitskuchen, dazu Cupcakes, Beerencreme im Glas und das schon erwähnte Soft-Ice.

Für den Hochzeitstanz hatten die zwei “Can’t Help Falling in Love” von Elvis gewählt. Der Last Minute-Tanzkurs hatte sich mehr als ausgezahlt. *lach* Irgendwann war es dann Zeit, nach Hause zu fahren und zufrieden einzuschlafen.

Elvis Presley- Can’t Help Falling in Love

Als ich im Bekanntenkreis von dem für die Schweiz nicht gerade typische Konzept mit Trauung im kleinen Kreis und Party statt Apero erzählte, hatte ich einige schiefe Blicke geerntet. Mir hat dieser Ablauf wesentlich besser gefallen. Ich fand den ganzen Tag weder anstrengend (ausser den Vorbereitungen natürlich) noch überladen. Es passte zum Paar und war superromantisch. Als Gast hatte ich Zeit, mich mit meinen Verwandten zu unterhalten, konnte mich nach Lust und Laune am Buffet bedienen und die Zeit so richtig geniessen. Die Vorbereitung hatte sich wirklich gelohnt. Nun freu ich mich auf die Fotos von Ondro und den Flitterwochenbericht des Paars. :-)


Nicole goes dangerous

Für morgen bin ich zu einem Krav Maga Probetraining angemeldete. :-)

http://www.kravmaga.ch


Das hat ja mal wieder gedauert…

Ganze 1,5 Stunden musste ich warten, bis mich das Buchungssystem endlich reingelassen hat. Dafür ging dann alles sehr schnell und reibungslos und im neuen Semester kann ich mein Wunschseminar “Soziale Beeinflussung und Macht” besuchen. Juhu!


Deutsche/Schweizerdeutsche Rechtschreibung

Mal eine Frage in die Runde: In der Schweiz wird von grillieren und parkieren gesprochen, korrekte heisst das aber auf Hochdeutsch grillen und parken.

Wenn ihr als Schweizerin/Schweizer einen Text schreibt, welche Variante würdet ihr verwenden?

Bei einem offiziellen, seriösen Text ist klar, aber gerade als Beispiel hier im Blog. Einerseits möchte ich ja nicht als Ignorantin oder dumme Nuss dastehen, andererseits finde ich, als Schweizer dürfen wir durchaus auch ein wenig mit unserer Sprache kokettieren. Ich begrüsse unsere deutschen Kunden immer mit “Grüezi”, und hoffe heimlich, dass sie das lustig finden.

Vorschläge?


Nationaler Sammeltag der Glückskette

Eigentlich hatte ich mir Anfang 2010 vorgenommen, 1% meines Lohnes zu spenden. (Der kirchliche Zehnte wäre mir zu viel gewesen.) An diesen Vorsatz musste ich denken, als ich heute Morgen im Radio die Nachricht hörte, die Glückskette führe heute einen nationalen Sammeltag zugunsten der Opfer der Überschwemmungen in Pakistan und angrenzenden Gebieten durch.

Im Büro angekommen teilte mir G. mit, dass sie und ihr Freund der Glückkette 100.- Fr. überwiesen haben und meinte, ich können ja auch 10.- Fr. spenden, wenn jeder nur soviel gibt wirds am Ende auch eine grosse Summe. Recht hat sie!

Dank Postkarte hab ich das soeben gemacht. Schnell und unkompliziert, Karte gezückt, Betrag gewählt, Angaben eingetippt und schon war alles erledigt.

Vielleicht fühlen sich ja noch andere motiviert, einen Betrag zu spenden. :-)

http://www.glueckskette.ch


Alice im Wunderland

Kürzlich habe ich ihn also auch gesehen, Tim Burton’s “Alice im Wunderland“. Bereits im März hatte ich ja auf einen Charakter-Designer hingewiesen, der einige seiner frühen Entwürfe für die Wunderlandfiguren veröffentlicht hatte. Die für diesen Regisseur typische opulente Ausstattung gefiel mir sehr gut. Besonders angetan hat es mir die düstere Stimmung des Films.

Die erinnerte mich an ein altes Computerspiel: American McGee’s Alice (ja, der Kerl heisst wirklich American. Seine Mutter muss einen ausgesprochen üblen Sinn für Humor gehabt haben.) Das Spiel ist wie Tim Burton’s Film eine Fortsetzung der Geschichte von Lewis Caroll. Alice’ Eltern sind bei einem Hausbrand umgekommen, sie gibt sich die Schuld an ihrem Tod und lebt nun in einer Irrenanstalt. Eines Nachts kommt ein Hilferuf aus dem Wunderland, das nun ein trister, bedrohlicher Ort ist. Es gilt, die böse Herzkönigin zu besiegen.

Ich besitze das Spiel schon länger, da es aber als Ego-Shooter aufgemacht ist, bin ich ohne God-Mode nicht weit gekommen. Oder sagen wir es so: Ich bin erstaunlich weit gekommen, habe aber irgendwo nach dem 100sten Mal probieren die Lust verloren.

Vom Film an das Spiel erinnert, recherchierte ich ein wenig dazu und stolperte über eine Cheat-Seite. Warum ich nicht früher darauf gekommen bin, ist mir echt schleierhaft. Immerhin hab ich es geschaft, auch im God-Mode ab und zu zu sterben, der wird nämlich bei jedem Szenenwechsel wieder ausser Kraft gesetzt, wie lästig. Jetzt werde ich das Spiel aber doch noch beenden können.

Vielleicht gerade rechtzeitig zur Veröffentlichung des zweiten Teils, Alice: Madness Returns?


Liebes Universum…

Liebes Universum

Ich würde gerne für die kommenden Wochen 14 zusätzliche Stunden mehr pro Tag bestellen. 12 h für die Arbeit und meine Verpflichtungen, eine um endlich mal wieder eine Serie gucken und eine, um wieder einmal kochen und normal essen zu können. Falls du gerade grosszügig drauf bist, würde ich noch eine zusätzliche Stunde zum persönlichen Spass und Freunde treffen nehmen.

Du weisst ja wo ich wohne. Danke.

Deine ausgebuchte Nicole


Urgs

Wie so viele unter uns hab ich als Kind scheisse ausgesehen. Traurigerweise hat sich das weitergezogen in mein Erwachsenenleben. Dieses Foto (das mir J.T. sicher aus reiner Bosheit geschickt hat ;-) ) ist der Beweis dafür. Darauf bin ich Anfang zwanzig. Es gibt noch mehr Bilder aus den kommenden Jahren, auf denen meine Frisur nur als underirdisch bezeichnet werden kann. Aber ich will euch ja nicht bis auf weiteres den Appetit verderben. Und mir auch nicht.

Zum Glück ändern sich manche Sachen. (Und zum Glück gibts Zahnimplantate.)


Grosse Os und fehlende Teile

Zwei wunderschöne Geschichten von Shel Silverstein.


Heavy Rotation: Eminem – Love The Way You Lie

Everlast (bis heute: I Can’t Move ), Fantas (nach dem nervigen “Die da”) und Fettes Brot, früher auch gerne Freundeskreis… Hip Hop lieferte schon immer Lieblingslieder für meine Playlisten. Eminem entdeckte ich relativ spät (und fühlte mich auch immer zu wenig cool, um ihn zu hören… ja, obwohl er in den Hitparaden war und auf den Radiokanälen rauf und runter gespielt wurde.) Mir gefällen seine Rap/Sing-Mischungen, die Musik, und ich mag insbesondere seinen wütenden Rapstil. War ja einige Zeit recht ruhig um Eminem, er hatte wohl mit Drogenproblemen zu kämpfen. Nun ist er zurück und seine neueste Single mit Rihanna hat mich gerade umgehauen. Die grossen Gefühle hat er immer noch drauf. Und ich meine nicht die netten, süssen.

Eminem – Love The Way You Lie ft. Rihanna