CityStroll – Die etwas andere Stadführung in Winterthur

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Logo des CityStroll Winterthur

Alle wichtigen Infos:
CityStroll: Mischung aus Stadtführung und Kneipentour durch Winterthur IN ENGLISCHER SPRACHE
http://www.citystroll.ch
25.- Fr. inkl. zwei Getränke und ein kleines Geschenk
April – Oktober: Jeden Donnerstag, 18 Uhr- 21 Uhr
Oktober – April: Jeweils am ersten Donnerstag des Monats
Es ist empfehlenswert, sich per Mail über die Durchführung zu erkundigen.
Treffpunkt: Vor dem Büro von Winterthur Tourismus (siehe Site)
Tickets können beim Winterthur Tourismus oder an der Führung direkt bei den Guides gekauft werden. (Anmeldung in letzerem Fall nicht vergessen.)

So richtig im Touristen-Modus habe ich ein paar Bilder gemacht und nochmal die wichtigsten Punkte beschrieben. Die Galerie findet ihr hier: CityStroll Winterthur, 13. August 2009
(Ich sollte mir eine bessere Digitalkamera kaufen. Bei wenig oder Gegen-Licht werden die Bilder einfach nichts…)

Mein Bericht:

Nachdem ich eine Woche zuvor die einzige Anwesende war, hat es am 13. August endlich mit dem CityStroll geklappt. Endlich, weil ich schon länger davon wusste, Donnerstagsabend aber durch die regelmässigen Treffen mit meiner besten Freundin besetzt sind. Ihre Hochzeitsvorbereitungen bedingen etwas terminliche Flexibilität, was sich in diesem Fall ganz gut traf.

Der CityStroll ist eine Mischung aus Stadtführung und Kneipentour, durchgeführt von den beiden Guides Alex und Beat. Mich reizte, dass die Führung in Englisch gehalten wird. Konnte ich mal wieder üben. Im Preis von 25.- Fr. sind neben der Führung auch zwei Getränke und ein kleines Ueberraschungsgeschenk enthalten. Es würde also auch Gelegenheit geben, die anderen Teilnehmer und die Guides etwas kennen zu lernen. Die Führung dauert wegen diesen zwei Zwischenstopps drei Stunden, von 18 Uhr bis 21 Uhr. Sie findet von April bis Oktober jeden Donnerstag statt, es ist aber von Vorteil, sich per Mail über die tatsächliche Durchführung zu erkundigen. Alex und Beat haben kürzlich die Prüfung zum Stadtführer erfolgreich abgeschlossen, sie haben also auch eine fundierte Ausbildung.

Die Gruppe bestand aus einem österreichischen Paar mit Hund, einem Schweizer Ehepaar aus der Gegend und mir. Obwohl alle Deutsch verstanden, erklärten uns die beiden Guides die Sehenswürdigkeiten mir zuliebe auf Englisch. Juhu! Ich war auch super vorbereitet, hatte ich doch vorher unfreiwillig eine Folge “In Treatment” auf Englisch gucken müssen.

Wir liefen also los und ich erfuhr endlich, warum die Verkleidung des Red Towers aus Backsteinen besteht. Eine Referenz an die bei vielen Winterthurer Gebäuden verwendeten Backsteine. Wer das Sulzerareal kennt, weiss was gemeint ist.

Dann war es schon Zeit für den ersten Pub-Stop. Im Paddys tranken wir was und gratulierten dem Schweizer Ehemann zum Geburtstag.

Schon gings weiter und wir bewunderten das – ziemlich hässliche – Kunswerk vor dem Theater Winterthur. Es wird von der Bevölkerung auch “Elefantendusche” genannt. Dieser Spitzname hat einen Stadtpolitiker auf die Idee gebracht, beim Nationalzirkus Knie einen Elefanten auszuleihen und diesen unter dem Kunstwerk duschen zu lassen. Leider gingen bei der Aktion ein paar der Bodenplatten zu Bruch, so dass nie mehr ein Elefant in diesen Genuss kam.

Die Infos zum Stadthaus habe ich komplett vergessen. Durch den Rathaus-Durchgang gings dann zurück in die Altstadt, nicht ohne einen Blick auf den Stein zu werfen, auf dem Winterthur zum ersten mal erwähnt wurde.

Winterthur hat diverse kleine Durchgänge, die teilweise ziemlich versteckt sind. Durch einen weiteren gelangen wir in den östlichen Bereich, wo es plötzlich komplett still war. Sehr beeindruckend. Die Bademoschee und das kleinste Haus Winterthurs an der Neustadtgasse waren das nächste Ziel. Die Bademoschee war das erste Badehaus in der Schweiz und beherbergt heute die Gewerbepolizei. Den Namen hat sie durch ihre orientalisch anmutenden Fenster und Bauweise erhalten.

Im Graben wars leider schon zu dunkel für brauchbare Fotos, nahmen die dicht belaubten Bäume doch das spärliche Abendlicht weg. Schon kamen wir an der Steinberggasse an, wo wir uns im Albani für den zweiten Drink nieder liessen. Der Musikclub kann sich rühmen, schon so Berühmtheiten wie Pearl Jam, Sheryl Crow und ziemlich alle bekannten Schweizer Bands auf der Bühne gehabt zu haben. Das Gebäude ist auch das Geburtshaus der Gebrüder Sulzer, die dort wohl auch ihre erste Giessversuche unternahmen, bevor sie – vermutlich wegen Brandgefahr – aus der Altstadt verwiesen wurden und an der Stadthausstrasse begannen, den berühmten Industriekonzern aufzubauen. (Später wurde noch eifrig diskutiert, ob sie wohl erst gossen und dann entdeckt wurden oder gleich offenlegten, was sie da planten. *g*)

Nach einem Abstecher zu Kirche in der Altstadt und auf den Neumarktplatz (in Google Maps ist zu diesem Zeitpunkt ein Markt darauf zu sehen :-) ) war die Tour offiziell beendet. Wir beschlossen, nochmal zurück zum Albani zu gehen, wo ich einen wirklich vergnüglichen Abend mit einer Horde Männer verbrachte. Ja, das war sicher der Höhepunkt. *grins*

Wer wirklich etwas über die Geschichte von Winterthur wissen will, ist bei einer Altstadtführung (Altstadtbummel, Infos beim Winterthur Tourismus) besser aufgehoben. Wer auf etwas unkonventionelle Weise einen guten Abend verbringen möchte, neue Leute kennen lernen mag und vielleicht sogar sein Englisch mal wieder brauchen will, der ist beim CityStroll auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

Falls sich jemand von meinen Leserinnen und Lesern mal nach Winti verirrt, komme ich natürlich gerne wieder an die Führung mit. :-)

26. August 2009 | Kategorie: me

Clevere Nicole: Altpapier entsorgen

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Altpapier

Dieses Wochenende verbrachte ich zu Hause in meiner eigenen Wohnung. Zum einen brauchte ich mal wieder Zeit für mich, dann wollte ich einige Aufräumarbeiten erledigen, vor allem wollte ich aber all den Openair-Besuchern vom Openair Frauenfeld aus dem Weg gehen. Die würden heute Abend um 21 Uhr den Zug verstopfen, es toll finden, sich im Abteil einen Joint anzuzünden und allgemein dreckig und furchtbar laut sein. Auf gut Deutsch: Heute wollte ich die Strecke Weinfelden – Winterthur meiden, wie der Teufel das Weihwasser.

Damit ich nicht faul im Bett rumliege, hatte ich drei Vorsätze gefasst:

  1. Jemanden aus meinem Freundeskreis treffen.
  2. Altpapier für die Entsorgung vorbereiten
  3. Einige Artikel in Ricardo einstellen

Punkte 1 war gestern um Mitternacht erledigt. Ich hatte F. zugegebenermassen etwas kurzfristig gefragt, ob sie Lust habe, mich am Wochenende zu treffen. Zum Glück hatte sie sich einen Termin fälschlicherweise am Samstag statt am Sonntag eingeschrieben, so ging ich sie gestern besuchen. Zu meiner Freude stimmte sie nämlich zu, was zu kochen. F. kann einfach supergut kochen (hab ich ein Glück mit meinem Freundeskreis, lauter gute Köchinnen und Köche :-) ). Es gab Couscous mit Fleisch-Gemüse-Pfanne und einen Salat aus Fenchel, Gurke und noch einigen anderen Sachen. Total lecker.

Heute lag ich dann bis Mittag im Bett, die Migräne konnte es sich natürlich nicht verkneifen, doch noch vorbei zu sehen. Um eins fühlte ich mich wieder einigermassen dem Leben gewachsen. Die Frage war nun, wie wollte ich Punkt 2 angehen? Meine Studienunterlagen aussortieren würde leicht sein, ich hatte aber auch vor, endlich einen 30 cm-Stapel von Weltwoche-Magazinen aus dem dem Jahr 2004 (?) zu entsorgen.

Nun gibt es Leute, die sammeln alles (oft Messies), andere stellen sich die Wohnung gerne mit Nippes zu, ich habe ein Problem mit Papier. Obwohl ich keine Zeitungs- und Magazine-Leserin bin, stapelt sich das Zeug bei mir “für irgendwann dann mal”. Ich hasse das, habs aber leider nicht immer so im Griff. Wie würde ich es also schaffen können, die 30 cm aus ihrer Plastikhülle zu schneiden und zusammen zu binden, ohne dauernd spannende Themen auf den Titelseiten zu entdecken?

Die Lösung war denkbar einfach: Ich drehte den ganzen Stapel um und schnitt die Hefte an der Rückseite auf.

Das erste Problem war gelöst. Nun stellte sich die Frage, wie ich das Altpapier zusammenbinden soll. Normalerweise mache ich das auf dem Küchenboden kniend. Ich hasse das. Diese Prozedur ist der Grund, dass ich mich nur ungefähr alle sechs Monate zum Altpapier-Entsorgen durchringen kann.

Bekanntlich ist es ja eine gute Strategie, etwas Unangenehmes mit etwas Angenehmen zu verbinden. Meist in Form einer kleinen Belohnung nach der Anstrengung. Nun, ich verband diesmal beides gleichzeitig. Während ich mir drei Folgen Gordon Ramsey und zwei Folgen In Treatment ansah (ca. 3 Stunden also), sortierte ich mein Studienzeug aus, entfernte die Plastikhülle von den Weltwoche-Heften und bündelte alles zu hübschen Haufen.

Und weil ich gerade so gemütlich sass, entfernte ich noch die Papieretiketten von den Dosen, die ich morgen entsorge, und band auch all die vielen Papiertüten zusammen, die sich angesammelt hatten. Ausserdem stopfte ich alle Plastiktüten in einen Abfallsack. Beides würde ich ebenfalls nicht mehr in diesen Mengen brauchen.

Zwischendurch sortierte ich noch eines meiner Büchergestelle neu ein und hatte einfach eine gute Zeit.

Man kann sich meine Freude vorstellen, als ich nach der ganzen Arbeit im Internet den nächsten Sammeltag nachsah und feststellte, der ist schon Morgen. Ich muss das Zeug also nicht noch eine Woche in der Wohnung aufbewahren!

Fünf Mal rauf und runter, nun ist das Altpapier und der Wochenmüll entsorgt und unter meinem Küchentisch sieht es richtig leer aus.

Ich bin einfach stolz auf mich, zum einen für die Erledigung, aber auch für die clevere Vorgehensweise. :-)

Ob ich heute noch Ricardo machen mag, muss ich mir allerdings nochmal überlegen. *lach*

12. Juli 2009 | Kategorie: me

Spontan

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Kunstmuseum Bern, Ferdinand Hodler-Ausstellung, heute Abend um 19 Uhr zur Führung.

Freu mich schon.

Wer auch noch hinwill (die Ausstellung ist wirklich schön, wir konnten an der Museumsnacht Bern einen Blick reinwerfen, damals wurden die Bilder gerade angeliefert und gehängt):

Sonderöffnungszeiten Hodler
Dienstag: 10h – 21h
Mittwoch bis Freitag: 10h – 19h
Samstag und Sonntag: 10h – 17h
Montag: geschlossen

Noch bis 10. August 2008

Noch ein Nachtrag:
Wer die Raiffeisen-Maestro-Karte besitzt, kommt in das Berner Kunstmuseum gratis rein. Vermutlich gibt es dieses Angebot auch bei anderen Banken (ich kann mich an die ZKB erinnern, find aber im Moment keinen Hinweis auf der Site). Ich würde mal die entsprechende Website durchsuchen.

29. Juli 2008 | Kategorie: me

Update

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Keine Ahnung, wie ich darauf kam, hab mir aber gerade die “arbeit”-Kategorie in meinem Blog durchgelesen. Kommt selten genug vor. Stelle aber jedesmal wieder fest, dass ich

  1. tatsächlich Humor habe. (Vermute allerdings, das sehen andere nicht so. Kann ich mit leben, auch wenns ein bisschen enttäuschend ist.)
  2. mein Zeug gerne lese.

Es ist mitten in der Nacht, ich schreib neuerdings Gee Roman-E-Mails statt hier Einträge.

Es geht mir gut. Mehrheitlich. Nächte sind etwas schwierig, wenn ich alleine bin, aber das ist ja nichts neues. Neu ist dafür, dass mir dann trotz allem Schmerz einfällt: “Eigentlich bin ich ja glücklich.” Und dann bin ich immer einen Moment sprachlos und geschockt, weil “Glücklich” garantiert nicht in mein Leben reinpasst. Dazu bin ich einfach nicht gemacht.

BFK ist wieder da.
Die Zukunft ist leider eine unsichere Sache. Und ich fühl mich vom Universum beschissen, mir so einen tollen Kerl zu schicken und vielleicht ist es in ein paar Wochen vorbei. (Dabei haben wir gerade die 100 Tage erreicht, was in Süd-Korea eine wichtige Zahl ist.)

Die Vergangenheit drängt sich auch wieder unangenehm auf, und ich bin leider wenig erfolgreich mit meinen Versuchen, nicht weiter daran zu denken. Aber es tut nicht weh, sondern ist eher ein komischer Druck im Sternum-Bereich, da wo ich auch Prüfungsangste hab.

Aber nach heute ist das letztere auch wieder besser. BFK hat diese Woche Prüfungen, und weil ich ihn vermisste, kam er gestern Abend zu mir. Heute schmiss ich ihn um 8.15 Uhr aus dem Bett und wir lernten gemeinsam bis 15 Uhr (natürlich mit meinen üblichen 15 Min. Pause nach 45 Min. lernen und Mittagessenspause von 11.45 bis 13 Uhr). Ich hab heute also 6 Stunden gelernt.

Gestern hatten wir auch noch schnell eine Lernsession von 22 Uhr bis Mitternach hingelegt, was mein schlechtes Gewissen enorm entlastete, verbrachte ich doch den Morgen damit, zwei Folgen der Serie “Dexter” zu gucken, die mir meine Schwester empfohlen hatte. Wie sie mir in einem Antwortmail mitteilte, hatte sie den schwulen Bruder aus “Six Feet Under” gar nicht mehr erkannt.

Mittags traf ich dann N. die Freundin aus Kantizeiten, und nach einem Mittagessen im Wagamama liefen wir zwei Stunden shoppend durch die Stadt. Ich war tot, als ich heimkam, aber es hat unheimlich Spass gemacht. Und es ist toll, wenn man so spontan sein kann.

Heute dann überraschend ein Paket von Amazon, mit einem ketzerischen Kinderbuch und einem wundervollen Kurzgeschichtenbuch. Lesestoff, nach 6 Stunden musste ich dringend das Niveau wieder senken *g*.

Letzten Samstag hab ich “geweeded”. “to weed” bedeutet “jäten” in englisch, was mich total von den Socken gehauen hat. “Weed” ist nämlich das Wort, das ich am liebsten für Gras/Mari*huana verwende.

Sonntag dann um 6 Uhr früh aufstehen und zum EuroAirport nach Basel Mulhouse fahren. Lief alles wunderbar, auch noch keine besoffenen EM-Fans im Zug, das war toll. BFK ist schön braun geworden in Skandinavien und K. der Amerikaner kämpfte mit den Folgen von exzessivem Alkoholkonsum (sprich, er war wirklich kran die letzten zwei Tage. Sowas kann passieren, kenne ich. Der Alkohol scheint das Immunsystem nachhaltig zu schwächen.) Die Heimfahrt verlief ruhig (keine nervigen EM-Fans), der Sonntag auch.

Seither am mehr oder weniger seriösen lernen. Mein Schlaf-Wach-Rhythmus ist schon länger total aus dem Gleichgewicht, aber solange ich mich nicht schlecht dabei fühle, ist das nicht schlimm.

Letzten Donnerstag justine überzeugt, die Diplomausstellung von L. dem Freund aus 10. Schuljahrzeiten zu besuchen. Es war der letzte Tag, also höchste Eisenbahn. Wie sich herausstellte, haben wir auch den Tag der Diplomverleihung erwischt. Was bedeutete:

  • L.s Eltern waren auch da, die beiden habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen (L.s Bruder war mal mein Freund, ich hing da also einige Zeit rum :-) )
  • Es gab kostenloses Essen (indische Reisgerichte und Poulet), non-alkoholische Getränke und Eis

Darüber war ich sehr entzückt, Zürich ist ja doch ein teures Pflaster und ich war am verhungern. Für die Diplomoarbeit von L., ein Gesellschaftsspiel, erhalten wir noch eine Privateinführung. Ist auch nötig, die Spielanleitung haben wir nämlich nicht verstanden *lach*.

Was noch? Zwei Wochen noch bis zur grossen Prüfung. Ich versuche, so seriös wie möglich zu leben. Bis dahin kein Alkohol (hab zum Glück auch keine Lust drauf), keine Parties (*schnüff*), viel Obst und Gemüse, regelmässige Mahlzeiten, einmal pro Tag mindestens 30 Min. spazieren gehen (falls das Wetter stimmt).

Und nun sollte ich wirklich langsam ins Bett, muss um 7.30 Uhr wieder aufstehen. Vielleicht gönne ich mir noch 15 Minuten mehr. *ggg*

12. Juni 2008 | Kategorie: lesen, me

Koreanische Gerichte

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Gee kommt am Montag auf Besuch und hat sich etwas Koreanisches als Abendessen gewünscht.

Hm. Ich hab noch nie was Koreanisches gekocht, und BFK ist auch nicht da! Hab ihr dann ein einfaches Gericht angeboten, dass BFK oft kocht. (Reis mit Ei und Gim – die Koreanische Variante von Nori, den Seetangblättern, die für Sushi verwendet werden, Beilage gebratener (!) Salat.) Also gleich meinem zur Zeit bei Helsinki weilenden Freund geschrieben und nachgefragt, wie die Sauce heisst, die er für den Salat benutzt. Da ich am Freitag in Zürich bin, kann ich gleich noch einen Abstecher ins Koreanisch/Japanische Restaurant/Lebensmittelshop bei der Bahnhofstrasse machen.

Soeben aber auf eine tolle Website mit vielen Rezepten gestossen. Vielleicht mach ich Bulgogi. Das hab ich im erwähnten K/J R/L gegessen, ist sehr lecker. (Und wird in Korea deswegen gerne den Touristen serviert *g*.)

Wer sich dafür interessiert, hier der Links:
http://www.willi-stengel.de/page8.htm

29. Mai 2008 | Kategorie: me

Ferienlager zu Hause

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Bei uns im Mietblock wird zur Zeit die alte Ölheizung gegen eine neue Gasheizung ausgetauscht. Ist euch schon mal aufgefallen, wie oft man warmes Wasser braucht? Und wie sehr es das Leben vereinfacht? Probiert nur mal, eine schmutzige Pfanne ohne heisses Wasser zu putzen! Ganz zu schweigen vom Duschen und Haarewaschen…

Ich hab im Moment also etwas Ferienlager-Stimmung zu Hause und versuche mich mit Waschlappen und heissem Wasser aus dem Wasserkocher sauber zu halten. Freue mich jedoch auf morgen Abend, wenn die Heizung hoffentlich tut und ich endlich wieder eine ausgiebige Dusche nehmen kann.

(Ausserdem wird dann auch meine Lebensdauer wieder steigen, weil ich nicht mehr Gefahr laufe, beim versehentlichen Andrehen des Heisswasserhahns einem Herzinfarkt zu erliegen. Ich wusste nicht, dass eine Wasserleitung solche Geräusche von sich geben kann!)

22. Mai 2008 | Kategorie: me

Katharsis

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Ich hoffe mal, dieser Eintrag wird seine kathartische Wirkung entfalten, so dass ich mich nachher wieder ausgeglichen und normal fühle.

Bah. Mein aktuelles Lebensthema heisst ja “Bauchgefühl”. Ich versuche darauf zu hören, weil ich in der letzten Zeit feststellen musste, dass ein Ignorieren schlecht für mich ist. In allen möglichen Bereichen, der Tod meiner Katze ist nur einer davon (auch wenn ich den wahrscheinlich nicht hätte verhindern können. Vermutlich hatte sie schon lange ein Nierenleiden, dass durch den Freigang akut wurde. Es war mir schon früher aufgefallen, dass sie sehr viel Wasser trank, was bei Katzen in der Regel ein Alarmsignal ist.)

Mit dem Bauchgefühl ist es wie mit den Migränetabletten: Mal krieg ich es hin, mal nicht.

Gestern hab ich mal wieder phänomenal versagt.

BFK wird die nächsten drei Wochen mit einem Kollegen durch Nordeuropa reisen. Weil einer der spanischen Austauschstudenten in dieser Zeit wieder nach Hause reist, fand gestern eine Abschiedsparty statt.

Ein klares Warnsignal war ja, dass ich rund 30 Minuten zu spät kam. Ich. Ich komme nie zu spät. Wenn die Party um 20 Uhr anfängt, stehe ich um 20 Uhr auf der Türschwelle. Ich bin die verdammte Schweizerische Pünktlichkeit in Person.

Kaum angekommen, wird mir mitgeteilt, dass die Englische Fussballliga ihr Finalspiel hat. Heute. Also gestern. BFK ist ein totaler Fussball- und ein noch grösserer Manchester United-Fan. Ich hasse Fussball.

“Ok”, dachte ich mir, “ich kann mich ja auch mit den anderen Austauschstudenten amüsieren”. Ich wäre besser nach Hause gegangen. Weil statt eine gute Zeit zu haben, fühlte ich mich extrem unwohl. Keine Ahnung wieso, alle waren sehr nett. Die Freundin des kanadischen Austauschstudenten ist im Moment hier, eine sehr reizende junge Frau. Todschicker Haarschnitt, wunderschöne Zähne, breiter Akzent, sehr nett. (Seit meinem Zahnimplantat gucke ich den Leuten immer auf die Zähne. Aber sie ist noch zusätzlich so gebräunt, dass die stark leuchten.) Interessant übrigens: Ihr Vater ist Chinese, ihre Mutter Polin. Zu meinem Erstaunen hat sie nicht die asiatischen Augenform geerbt, dafür aber die dunkle Hautfarbe. Ich dachte schon, sie sei so lange im Solarium oder an der Sonne gewesen.

Am Ende des Abends hatte ich mich vergeblich auf ein paar Stunden Zeit mit BFK gefreut, war wütend auf mich selbst, weil ich nicht einfach nach Hause gegangen war und auf BFK, weil er versuchte, mich aufzumuntern. Ach ja, und dass ich zu faul oder feige war, einfach zu gehen. Und dass BFK dieses verdammte Fussballspiel wichtiger war. Und sowieso und überhaupt.

Entgegen meiner Erwartung bin ich heute morgen immer noch sauer und vor allem sehr enttäuscht. Beziehungen sind scheisse. Weil man ich immer gleich alles so persönlich nehme. Wie machen das bloss die Leute, die das nicht tun? Keine Beziehung haben ist aber auch scheisse. Weils dann keinen Sündenbock für die schlechte Laune gibt *grins*. Ach menno. Ich bin jetzt unheimlich schlecht gelaunt und hab total keine Lust, mich zusammen zu nehmen und wieder gut drauf zu sein. Auch wenn ich weiss, dass das klappt. Mir ist aber eher nach heulen. Bäh. Scheisse. Hätte den Abend weiss Gott mit besseren Beschäftigungen verbringen können: Endlich mal die Serien angucken, die ich aufgenommen habe und bisher keine Zeit für fand. Meine Steuererklärung kontrollieren und zum Versand fertig machen. Ein Review schreiben. Einen Film gucken und ein Review schreiben. Meine Hausaufgaben für Biopsychologie 2 machen. Das Gerontopsychologiebuch weiterlesen. “Reklamationen beim Universum” weiterlesen. Wäsche zusammenlegen. “Fahrenheit” spielen. Daten vom alten auf den neuen Computer überspielen. Filme gucken. Fotos bearbeiten. Artikel in ricardo einstellen.

Nein, langweilig wäre mir bestimmt nicht geworden. Und besser hätte ich mich auch gefühlt. Nächstes Mal dann.

22. Mai 2008 | Kategorie: frustration

Lustige Frage

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Mein Vater hat heute Geburtstag. (Dieses Jahr übrigens die gleiche Kombination wie bei seiner Geburt: Pfingsten und Muttertag fallen auf den gleichen Sonntag.)

Ich rufe gerade an wegen den Details zum Essen heute Abend. Er: “Uebrigens, bist du zu zweit?”

Entweder habe ich eine multiple Persönlichkeit, von der ich bisher (natürlich) nichts wusste, oder mein unsichtbarer Freund Charlie ist nun auch für andere sichtbar. (Und natürlich meinte er BFK :-) )

13. Mai 2008 | Kategorie: amusement, me

Auf der reichen Seite wohnen

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Schon seit zwei oder drei Wochen dringt immer mal wieder diverser Lärm aus der Nachbarswohnung. Ich hab mal Abends einen der Handwerker erwischt und gefragt, wie lange es noch gehe mit der Renovation. Er meinte, es käme noch ein neuer Parkett rein.

Als ich dann einige Tage später mal durch den Türspion spioniert habe (*g*, den konnte ich mich jetzt nicht verkneifen), sah ich, dass da wohl tatsächlich ein wenig gröbere Arbeiten im Gange sind.

Letzte Woche kamen also die Parkettverleger und verklebten nach getaner Arbeit die Tür mit Klebeband und einem Hinweis, die Wohnung bis 9.5. nicht zu betreten.

An diesem Wochenende gab ich nun endlich meiner Neugier nach und probierte, ob die Tür offen ist. War sie! Ich konnte also endlich mal eine der mir gegenüberliegenden Wohnungen inspizieren.

Bisher hatte ich angenommen, die Wohnungen auf der anderen Seite sind einfach eine Spiegelung der meinen. Ha, völlig falsch! Zu meiner Ueberraschung musste ich feststellen, dass dort im Gegensatz zu hier nur 1,5-Zimmerwohnungen sind. Bad und Küche sind vergleichbar klein (fühlen sich aber nur schon durch den kleinen Wohnraum noch kleiner an). Ich lebe also mit meinen 2,5 Zimmern und Fenster an drei Wänden so zu sagen auf der reichen Seite. Wow.

Uebrigens weiss ich nicht, ob mein Nachbar wieder zurückkommt. Und ausserdem sieht es so aus, als ob er mit seiner Frau (die ich noch nie gesehen habe) dort wohnt. In einer 1-Zimmerwohnung. Ich stehe wirklich auf der reichen Seite, wenn ich das… beengend finden kann.

13. Mai 2008 | Kategorie: me

Das ewige Auf und Ab

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Tja, gestern hat der Tag nicht so gut begonnen, dafür gut geendet. justine rief an und schlug eine Partie Minigolf vor (die ich leider haushoch verloren habe. Ich hatte akuten Kohlenhydratmangel, so ohne Abendessen :-) Der anschliessende Most ist mir dann auch dementsprechend eingefahren.). Auf dem Parkplatz vom Burger King (ihr wisst ja: Nach dem Sport kann man sich was gönnen) traf ich noch W. meine Kontaktperson bei ESN. Er wird am Sonntag in den Libanon abfliegen, wo er ein Jahr lang irgendwas macht. Friedenseinsatz, nehme ich mal an. Ich wusste, dass er im Mai weggeht, schön, ihn nochmal kurz getroffen zu haben. Eiskalt wurde mir dann klar: “Es ist schon Mai.”

Die letzten Tage zeichneten sich durch ein permanent schlechtes Gewissen und eine nicht enden wollende Lernschwierigkeit ab. Heute dann endlich ein perfekter Lern-Morgen:

Gelernt, Blumen in die Balkonkisten eingepflanzt, gelernt, Wäsche aufgehängt, gelernt, gestaubsaugt, gelernt, Badezimmerfenster entkalkt.

Das wunderschöne Wetter draussen muss ich ja wohl nicht erwähnen. Jedes verfügbare Fenster steht offen, und ich bin nicht am erfrieren!

Operation Urinstein steht auch kurz vor dem Abschluss, wer hätte gedacht, dass Urinstein sogar für Schwefelsäure ein harter Brocken ist? Nun stehen noch an: Biopsychologieaufgabe eintippen und abschicken, Essen einkaufen, BFK am Flughafen abholen. Ach, und was zu Mittag essen. Ich fang mal hinten an.

06. Mai 2008 | Kategorie: me
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