Pimp my Dad oder “Zombie? Nein danke.”

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Kürzlich war die ganze Familie an der WIR-Messe in Zürich. Weil mein Dad eine Woche später an eine Messe in Frankfurt musste (diesmal als Aussteller, nicht als Besucher), bekam er ein paar neue Hemden. Meine Schwester und ich suchten die aus. Weil ich das schon öfters bei anderen Männern gesehen habe und ziemlich schick finde, fiel meine Wahl vor allem dunkle, gedeckte Farben.

Wieder zu Hause stellten wir Hemd, Kravatte und Anzug für die Messe zusammen, und ich fand ich heraus, dass mein Vater keinen schwarzen Anzug besitzt. Womit mindestens eines der neuen Hemden für die Messe wegfällt, weil es nicht zu blau oder grau passt.

Ich bearbeite ihn jetzt, einen schwarzen oder zumindest dunkelgrauen Anzug zu kaufen. Er meint allerdings, die Angestellten eines Kunden hätten wohl einen Firmenkleiderkodex, der schwarze Anzüge vorsieht. Und die Leute sähen zwar schick aus, aber auch wie eine Zombie-Armee. *hahaha*

16. Dezember 2008 | Kategorie: amusement

Modelleisenbahn, Stand November 08

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Mein Vater war in den vergangenen Monaten fleissig. Ein neuer Bahnhof mit Restaurant und hübschem Park ist entstanden. Und mittlerweilen ist nicht nur er am bauen, sondern auch die Einwohner seiner Anlage. :-)

Modelleisenbahn November 08

11. November 2008 | Kategorie: chaos

“Es ist nirgends schöner als zu Haus.”

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Gestern hatte ich Lust, wieder mal hochhackige Schuhe zu tragen. In letzter Zeit war ich immer mit flachen Tretern unterwegs, weil BFK nur 2 cm grösser ist als ich und ich mich unwohl fühle, wenn ich ihn überrage.

Kurz vor 17 Uhr stelle ich fest, dass beim einen Absatz der Gummi abgefallen ist. Unten ragte der Absatznagel raus. Das ist eine ziemlich gefährliche Sache, weil man natürlich leicht ausrutscht auf glatten Oberflächen.

Ich bin also nach der Arbeit ins Einkaufzentrum zu meinem erklärten Retter in Schuhfragen gezottelt/gestöckelt: Mr. Minit!
Heute heisst das ganze ja einfach “Minit Solutions” (wieso muss es eigentlich immer Englisch sein?), aber der alte Mann da ist mein Mr. Minit. Natürlich konnte er einen neuen Gummi am Absatz befestigen. In der Zwischenzeit huschte ich in den Schuhladen nebenan. Beim Reinkommen hatte ich was entdeckt, wonach ich schon länger suche: Billige Converse-Imitate. Converse-Schuhe sind ja im Moment wieder total in, und kürzlich hab ich mir gedacht, dass ich auch gerne mal wieder ein Paar hätte. Nur leider sind nur halbhohe Schuhe zu bekommen, bzw. nur Original-Converse, die pro Paar mindestens 100.- Fr. kosten. Zuviel für meinen Geschmack.

Beim reinkommen laufe ich also an den Imitaten vorbei, noch dazu in schwarz, rot und blau. Leider hatten sie meine Grösse nicht vorrätig, also musste ich sie bestellen. Während die Verkäuferin das Lager checkte, fand ich dafür ein hochhackiges, rotes Paar Schuhe. Wollte ich auch schon länger haben. Der Absatz ist auch kein Pfennigabsatz, sondern etwas breiter, wodurch die Schuhe sehr bequem sind. Ausserdem haben sie einen kleinen Riemen vorne, dadurch rutschen sie nicht einfach vom Fuss.

Komme mir vor wie Dorothy aus “Der Zauberer von Oz” (der Verfilmung, im Buch trug sie offenbar silberne Schuhe ;-) ):
“Es ist nirgends schöner als zu Haus’, es ist nirgends schöner als zu Haus’…”

22. Mai 2008 | Kategorie: me

Plan

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München.
Mein Dad und ich.
Sobald als möglich.

(Endlich mal wieder Kultur!)

08. Mai 2008 | Kategorie: me

Alien-Hoffnung

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Ich hoffe wirklich, dass meine Eltern einen ausserirdischen Mitbewohner haben, von dem ich bisher nichts weiss (wie die Familie Smith). Anders kann ich es mir nämlich nicht erklären, dass es im Haus meiner Eltern öfters mal wie nach dem 3. Weltkrieg aussieht, wenn ich einen Wochenendbesuch auslasse. Und zwar an Stellen, die nicht mal der 4. WK erklären könnte…

17. März 2008 | Kategorie: frustration, me

Nicole goes Frankfurt, 1. und 2. Tag

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Am Montag war ich ziemlich im Stress, weil ich gleich nach der Entwicklungspsychologievorlesung in den Zug Richtung meine Eltern steigen sollte. Da angekommen pickte mich mein Vater am Bahnhof auf. Er hatte einen kleinen Zügellaster gemietet, mit dem wir am folgenden Tag alles nötige für die Messe nach Frankfurt bringen wollten. Wir fuhren also in den Schwarzwald.

Geplant war ja, kurz in der Firma vorbei zu schauen, so dass ich den Chef meines Vaters kennen lernen konnte. Er würde am Mittwoch dann zu uns stossen und mit uns an der Messe sein. Tatsächlich mussten wir dann bis 21 Uhr warten. Dann schnell ins Hotel im Nachbarsdorf sausen, damit wir dort noch was zu Essen bekamen.

Der Empfang im Il David war sehr herzlich. Mein Vater ist ein gerngesehener und geschätzter Gast, der leider viel zu oft da seine Zeit verbringen muss, weil es im Moment so viel Arbeit gibt. Die Angstellten sind aber unheimlich nett und das Ambiente des kleinen Hotels herrlich. Ich hab mich noch nie so wohl gefühlt in einem Hotel, auch wenn das Zimmer sensationell klein war *lach*.

Am nächsten Tag mussten wir dann in aller Herrgottsfrühe aufstehen (5.45 Uhr *uah*). Draussen schneite es. Na toll. Als wir um halb Sieben in der Firma eintrudelten, WAREN SCHON EINE MENGE LEUTE AM ARBEITEN! Ich betone das so, weil bei uns bis 8.30 Uhr tote Hose ist im Büro.

Tja, da denkt man dann: “So eine Messe, das ist sicher nicht so anstrengend, einfach den ganzen Tag am Stand rumstehen.” Was man aber nicht bedenkt, weil man es auch gar nicht wissen kann: Dass dieser Stand erst einmal eingerichtet werden muss. Dazu benötigt es Möbel, und die müssen ja auch erst mal in einen Laster eingeladen, wieder ausgeladen und zusammengebaut werden. Die meisten Ausstellungsmöbel bestehen aus viel Glas, dass natürlich geputzt werden muss. Dann kommen die Exponate rein, auspacken, putzen, zurechtrücken. Küche einrichten, Kaffee auspacken, Kekse, Erdnüsschen, Kaffeetassen, Mineralwasser. Tisch aufstellen, putzen, Stühle hinstellen, noch mal den Boden saugen. Um 11 Uhr kamen wir ungefähr an, um 18 Uhr waren wir ungefähr fertig. Ich zumindest war fix und fertig. Manchmal komme ich an meine Grenzen, dann brauch ich einfach eine längere Pause, sonst bin ich unausstehlich. Gestern hatte ich gar kein Interesse an meinem tollen Hotelzimmer, nur an den Früchten die als Willkommensgruss dalagen und daran, einfach eine halbe Stunde hinzuliegen und zu schlafen.

Anschliessend sind mein Vater und ich in ein griechisches Restaurant. Eine gemischte Vorspeisenplatte mit Ouzo wurde da beworben. Dummerweise hatten wir übersehen, dass es sich nicht wie gewohnt um 2 cl handelte (was einem kleinen Schnapsglas entspricht), sondern um 0.2 Liter! Der Keller stellt also ein kleines Fläschchen mit Ouzo zwischen uns auf den Tisch, bringt noch jede Menge Eiswürfel und etwas Wasser. Wir haben das Fläschchen tapfer gekillt und ich fiel gestern nur noch tot ins Bett.

Heute dann dachte ich: „So eine Messe, das ist sicher nicht so anstrengend, einfach den ganzen Tag am Stand rumstehen.“ Was ich nicht bedacht hatte, weil ich es auch gar nicht wissen oder mir vorstellen konnte: Nach einigen Stunden fangen die Füsse an zu schmerzen. Diverse Körperteile nervten ja von gestern noch mit Muskelkater, und meine Füsse wurden im Verlaufe trotz zweimaligem Schuhwechsel zur Hölle auf Erden. Kam hinzu, dass mein Vater und ich um 14 Uhr Mittagessen gehen wollten. Dummerweise kam genau da ein Bekannter des Chefs, und wir konnten ja nicht einfach davonlaufen. Der gute Mann blieb fast zwei Stunden, die Messe macht um 18 Uhr dicht. Wir sind dann um 16 Uhr noch was essen gegangen, wobei es mir bei weitem nicht um die Nahrungsaufnahme ging, sondern einfach nur darum, endlich mal eine längere Zeit am Stück sitzen zu können. Meine Aufgabe besteht nämlich neben die Gäste mit Kaffee oder Mineralwasser zu versorgen darin, die Handschleifspindeln der Firma zu präsentieren. Dafür gibt es einen echt hübschen Arbeitsplatz, leider ein Steh-Arbeitsplatz. Ich schleife also immer mal wieder an einem Kupferstahlklotz herum und erkläre Interessenten die Vorzüge der Handschleifspindeln der Firma L.

Gerade kam ich vom Abendessen mit Chef und Dad. Dabei haben wir folgendes herausgefunden: Ich hatte mich ja für dieses Semester als Mentorin für einen Austauschstudenten an der ZHAW Winti beworben und auch einen zugeteilt bekommen. Während der Einführungswoche für die Incomings gab es auch einen „Buddy-Apero“, wo wir die anderen Mentoren (Buddies genannt) kennen lernen konnten. Eine davon, K., war sehr nett und lud mich und meinen Incoming zu einem Brunch in ihrem Elternhaus ein. Das ist in Ermatingen, direkt am Bodensee, der helle Wahnsinn. Tja, und der Chef meines Vaters –der irgendwo im Schwarzwald wohnt- hat das Grundstück neben K.s Elternhaus gekauft, ist also quasi ihr Nachbar. *lach* Die Welt ist einfach verdammt klein.

Sehr spannend war auch, als uns M. der Chef von seinen Reisen nach Ostberlin erzählt hat. Ich bin ja von dieser Teilungs- und auch Wendezeit sehr fasziniert. Muss mich unbedingt mehr darüber informieren. Das tollste daran finde ich, dass mir Leute im Alter meines Vaters von der Zeit vor der Wende erzählen können. Im Moment ist das quasi noch gelebte Geschichte.

Und jetzt werde ich noch kurz etwas strebern, und einen Text aus dem Nebenfach lesen. Dann ist Schlafenszeit, morgen wieder früh (6.45 Uhr) raus :-)

05. Dezember 2007 | Kategorie: me

Sonntag von 17.45-00.07 Uhr

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Normalerweise komme ich Sonntags meist erst um 21.45 Uhr wieder zu Hause an. Und obwohl mein Vater und ich sturmfrei gehabt hätten, da Mam und Schwester morgens nach Berlin geflogen sind, hab ich es vorgezogen, mich früher in meine eigenen vier Wände zurück zu ziehen. So hat Dad immerhin den Fernseher für sich, auch wenn ihm das mit seiner Erkältung nicht viel brachte. Manchmal gehts nichts über eine Glotze im Schlafzimmer.

Ich war also bereits am frühen Abend wieder zu Hause und schaltete meinen Computer an. Kurz kam noch B. der Niederländer und Austauschstudent vorbei, um sich seinen Wochenplan auszudrucken und vollquatschen zu lassen. In den folgenden Stunden hab ich:

- 12 E-Mails beantwortet oder geschrieben, darunter ein sehr langes.
- Die Zusatz-DVD zu “The Fountain” überflogen.
- Das Review zu “The Fountain” geschrieben (sowas dauert grundsätzlich mind. 1,5 h)
- Die ricardo.ch-Abrechnung für meine Eltern geschrieben.
- Die Songs von meinem iPod mittels Converter auf meinen Computer geholt.
- Die Songs, welche der Converter nicht mit dem richtigen Titel und Interpreten angeschrieben hat bzw. wo die Umlaute verloren gingen, neu angeschrieben.
- Alle Songs sowie einige Videoclips auf meinen neuen mp3-Player überspielt.

Anschliessend fiel ich total erschöpft ins Bett und schlief den Schlaf der Gerechten einer Person, die unheimlich viel geschafft hat eine Menge Pendenzen abgearbeitet hat.

Weil ich heute Nachmittag frei habe, kann ich die Zeit nutzen, um:

- Meine Wäsche zu waschen
- Blogeinträge zu den folgenden Themen zu schreiben:

  • Meine Schwester ist IKEA-Model (inkl. Foto), Bericht von der Vernissage.
  • Meine beste Freundin ist Master of Arts (inkl. Foto), Bericht von der Diplomfeier.
  • Mein neuer mp3-Player ist gekommen, Bericht über die Funktionen und warum kein neuer iPod.
  • B. der Austauschstudent ist angekommen, Bericht vom Willkommensessen.
  • Museumsnacht in St.Gallen.
  • Meine Nebenfachwahl.
  • Wahrscheinlich hab ich noch irgendwas vergessen.

(Setzt man bei Aufzählungen eigentlich einen Punkt hinter die Sätze?)

Mal sehen, ob ich den Rest heute noch schaffe. Denn um 17 Uhr muss ich schon wieder los, dann ist Buddy-Apero an der School of Management. Bin gespannt, die anderen Mentoren kennen zu lernen. Nach unserem Apero stossen wir zu den Austauschstudenten, mal sehen, was der Abend anschliessend noch bringt.

10. September 2007 | Kategorie: me

Ich bekomme einen Holländer!

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Seit mittlerweilen fast zwei Jahren lese ich -wie schon öfters erwähnt- begeistert englische Fanfictions. Weil ich dadurch mein Interesse an Sprache wiederentdeckt habe, ist es nicht nur bei Fanfictions geblieben. (Ein netter Nebeneffekt ist übrigens, dass ich nun auch Dokus im Netz ohne weiteres lesen kann -> Gut für die berufliche Fortbildung.)

Leider bleibt mir zwischen Uni und Job keine Zeit, um einen Sprachkurs zu besuchen, obwohl die Uni kostenlose Kurse anbietet. Ich hatte aber grosse Lust, mich mit anderen Leuten auf Englisch zu unterhalten.

Da kam mir eines Morgens die ultimative Idee: ich könnte mich doch bei Erasmus melden! Die Organisation unterstützt Studierende in der EU und der Schweiz bei ihren Auflandaufenthalten. Vielleicht konnten die ja noch eine Freiwillige brauchen, die einen Studierenden durch die Stadt führt und bei Fragen weiterhilft.

Ich guckte mich also mal ein wenig auf der Erasmus-Site von Zürich um. Tatsächlich kann man sich als MentorIn melden, allerdings geht der Aufruf an die Ehemaligen. Ausserdem, extra nach Zürich zu fahren wäre mir etwas zu viel Aufwand gewesen.

Per Zufall hab ich dann die Erasmus-Site von Winterthur gefunden. Offenbar betreiben auch die Hochschulen einen fleissigen Austausch, was mich im ersten Moment verblüfft hatte. Mir war gar nie in den Sinn gekommen, dass nicht nur Uni-Studierende Auslandsemester absolvieren.

Beim Stöbern auf der Site verlor ich allerdings zunehmend den Mut. Die Studierenden schienen mit etlichen Events gut betreut zu werden. Würden die überhaupt jemanden wollen, der noch nie im Ausland war?

Nach einigen Tagen Zögern hielt ich aber plötzlich inne. Innerer Dialog: “Was bereuen wir auf dem Totenbett? Das, was wir nicht gemacht haben. Und was kostet Fragen? Nichts! Manchmal bin ich so eine unglaubliche Memme!”

Ich schrieb also einfach mal an den Winterthurer Satelitten, und siehe da: Heute kam eine Nachricht. Ich bekomme einen Holländer! Also zugeteilt meine ich :-) Juhu. Bin schon gespannt, in den nächsten Tagen kommen mehr Infos. Ich werde dann natürlich berichten. ;-) (Falls ich mich nicht heillos blamiere mit meinem Pseude-Englisch-Gebabbel.)

16. August 2007 | Kategorie: me

1. August-Wettrennen gewonnen

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Am 1. August, dem Nationalfeiertag der Schweiz, hat sich für uns eine Art Tradition herausgebildet: Ob Regen oder Sonnenschein, die Familie W. verkauft Feuerwerk.

Wir stellen dazu Morgens in Sulgen und in Kradolf je ein grosses Zelt auf, dass uns freundlicherweise vom Pfotenshop geliehen wird. Anschliessend verkaufen wir meist in der Kombination Mam/Ich, Dad/meine Schwester bis ca. 16 Uhr Feuerwerk. Die letzten zwei sind davon nicht wirklich begeistert, bei mir ist das wie mit dem weihnachtlichen Kirchgang: Ein Jahr hatte ich enormen Widerwillen und wollte nicht, anschliessend hab ich mich mit meinem Schicksal abgefunden. Familienengagement ist nun mal gefragt. Und ich kann mal wieder verkaufen, was ist eigentlich sehr gerne mache.

Gestern gefiel mir auch, weil ich endlich den neuen Harry Potter zu lesen beginnen konnte. Ausserdem, wie würde der 1. August sonst ablaufen? Rumhängen und nix tun, zu viel essen vielleicht.

Normalerweise gibt es jeweils auch ein kleines Wettrennen, welcher Standort mehr Umsatz macht. Sulgen ist normalerweise im Nachteil, was mich immer wieder wundert. Dieser Stand steht nämlich an der Hauptverkehrs-Ader durch den Kanton Thurgau. Ausserdem hat mein Vater es absolut drauf, Männern Feuerwerk zu verkaufen. Er erklärt ihnen immer, dass sie mit diesen riesigen Batterien der King im Quartier seien, die Nachbarn neidisch gucken bla bla bla. *lach* Ich könnte sowas wahrscheinlich nicht rüberbringen, ohne in einen haltlosen Lachanfall auszubrechen, er erzählt das hingegen mit grossem Ernst und entsprechendem Erfolg.

Normalerweise rechnet meine Mutter Abends dann nach, wieviel Umsatz mit jeder Kasse gemacht wurde, und wir feiern das gebührend mit etwas hübschem Feuerwerk. Gestern war sie nach dem langen, warmen Tag (der erste seit Jahren!) ziemlich kaputt. Wie versprochen kam aber heute Morgen der Anruf: Die beiden Kassen unterscheiden sich um ca. 7 Fr. Wir haben nur gewonnen, weil, als alles Zeug bereits im Auto verstaut war, noch ein Mann ankam, er wolle für 30 Fr. einkaufen, aber tatsächlich 50 Fr. liegen liess. (Hoffentlich auch, wir mussten das Feuerwerk schliesslich mühsam rauskramen.) Normalerweise beträgt der Unterschied drei- bis vierhundert Franken.

War auf jeden Fall ein angenehmer Tag. Wir haben sogar eine neue Bestmarke aufgestellt. So mag ich den 1. August.

(Und das tolle Wetter gestern tröstet mich über das miese heute hinweg…)

02. August 2007 | Kategorie: me

Morgen Freitag, 9.00-11.00 Uhr: Daumendrücken!

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Oder zumindest mal an mich denken ;-)

Buh, es ist also soweit: der letzte Tag vor der grossen Prüfung. Eigentlich fühle ich mich wirklich gut vorbereitet. Leider stellen manche Professoren Fragen, wo alleine von der Fragestellung her bei mir nur ein grosses Fragezeichen statt der richtigen Antwort auftaucht. Will sagen: ich mach mir bei einer ca. 50-60% Durchfallquote ernsthaft Sorgen, ob ich diesmal bestehe… trotz der guten Vorbereitung… Arg. Darf gar nicht dran denken, sonst muss ich noch mein komplettes Prüfungsangst-Globuli-Röhrchen leeren.

Ich werde jetzt dann gleich noch eine Stunde locker Statistikübungen lösen, danach was Leckeres zu Mittag essen. Anschliessend fahre ich in die Stadt, um eine frische Batterie für meinen Taschenrechner und einen Ersatztaschenrechner zu kaufen (falls Murphy es auf mich abgesehen hat). Dann werde ich wohl noch ein wenig durch die Stadt bummeln, vielleicht irgendwo einen Kaffee trinken, nochmal locker meine Mindmaps durchgucken, die Folien durchblättern… Einfach nicht zu viel vor dem Fernseher und dem Computer hängen heute, damit ich morgen auf keinen Fall Migräne habe. Himmel, wie soll ich diesen Tag nur rumkriegen?

Vielleicht telefoniere ich heute Abend noch mit sämtlichen Freunden, die mir einfallen. Oder ich mache bereits Pläne für Juli und August. Ich möchte dann ja jedes Wochenende eine andere Schweizer Stadt als Touristin unsicher machen. Mal die Sehenswürdigkeiten sehen. Im Moment stehen auf der Liste:

Ganz sicher:
- Zürich (eher später, weil inkl. Zoo-Besuch und Sightseeing, hab kürzlich gesehen, dass sowas tatsächlich veranstaltet wird, in einem nostalgischen Bus. Vielleicht gibts noch andere interessante Führungen.)
- Einsiedeln (mit meiner Schwester)
- Matterhorn
- Luzern
- Basel
- Kyburg/Winterthur (mit meiner Schwester)
- Genf

Weitere mögliche Ziele:
- Tessin
- Schaffhausen
- Jura
- Solothurn
- Neuchatel
- Gruyere (Giger-Museum)
- St. Gallen
- Eine Fahrt durch Kehrtunnels (glaub Albulapass, muss ich noch nachsehen)
- Mit meinem Dad auf seinem Motorrad über verschiedene Pässe (nicht zu lange, hab kein Sitzleder)
- Alpamare
- Römische Sehenswürdigkeiten (sehe ich immer auf der Autobahn Richtung Bern)
- Burgen (z.B. Lenzburg)

Mal sehen, die komplette Liste krieg ich eh nicht durch, aber es macht Spass, schonmal sowas zu planen. Und falls sich jemand fragt, wieso Bern nicht auf der Liste steht: meine Grossmutter lebt da, und ich hab mal vor einigen Jahren eine Entdeckungsreise dahin gemacht.

So, jetzt sollte ich endlich mal was tun. Buah. Ganz ruhig, Nicole. Es nervt einfach, ich weiss, dies ist eine von zwei wichtigen Prüfungen. Wer mal die Assessmentmodule abgeschlossen hat, muss schon ziemlich bescheuert tun, um rausgeschmissen zu werden. Hoffentlich reicht es. Es reicht. Es wird gut laufen. Du bist gut vorbereitet, und es wird gut laufen. Und jetzt Statistik. Hopp!

28. Juni 2007 | Kategorie: dark me, frustration, studium
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