Update

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Keine Ahnung, wie ich darauf kam, hab mir aber gerade die “arbeit”-Kategorie in meinem Blog durchgelesen. Kommt selten genug vor. Stelle aber jedesmal wieder fest, dass ich

  1. tatsächlich Humor habe. (Vermute allerdings, das sehen andere nicht so. Kann ich mit leben, auch wenns ein bisschen enttäuschend ist.)
  2. mein Zeug gerne lese.

Es ist mitten in der Nacht, ich schreib neuerdings Gee Roman-E-Mails statt hier Einträge.

Es geht mir gut. Mehrheitlich. Nächte sind etwas schwierig, wenn ich alleine bin, aber das ist ja nichts neues. Neu ist dafür, dass mir dann trotz allem Schmerz einfällt: “Eigentlich bin ich ja glücklich.” Und dann bin ich immer einen Moment sprachlos und geschockt, weil “Glücklich” garantiert nicht in mein Leben reinpasst. Dazu bin ich einfach nicht gemacht.

BFK ist wieder da.
Die Zukunft ist leider eine unsichere Sache. Und ich fühl mich vom Universum beschissen, mir so einen tollen Kerl zu schicken und vielleicht ist es in ein paar Wochen vorbei. (Dabei haben wir gerade die 100 Tage erreicht, was in Süd-Korea eine wichtige Zahl ist.)

Die Vergangenheit drängt sich auch wieder unangenehm auf, und ich bin leider wenig erfolgreich mit meinen Versuchen, nicht weiter daran zu denken. Aber es tut nicht weh, sondern ist eher ein komischer Druck im Sternum-Bereich, da wo ich auch Prüfungsangste hab.

Aber nach heute ist das letztere auch wieder besser. BFK hat diese Woche Prüfungen, und weil ich ihn vermisste, kam er gestern Abend zu mir. Heute schmiss ich ihn um 8.15 Uhr aus dem Bett und wir lernten gemeinsam bis 15 Uhr (natürlich mit meinen üblichen 15 Min. Pause nach 45 Min. lernen und Mittagessenspause von 11.45 bis 13 Uhr). Ich hab heute also 6 Stunden gelernt.

Gestern hatten wir auch noch schnell eine Lernsession von 22 Uhr bis Mitternach hingelegt, was mein schlechtes Gewissen enorm entlastete, verbrachte ich doch den Morgen damit, zwei Folgen der Serie “Dexter” zu gucken, die mir meine Schwester empfohlen hatte. Wie sie mir in einem Antwortmail mitteilte, hatte sie den schwulen Bruder aus “Six Feet Under” gar nicht mehr erkannt.

Mittags traf ich dann N. die Freundin aus Kantizeiten, und nach einem Mittagessen im Wagamama liefen wir zwei Stunden shoppend durch die Stadt. Ich war tot, als ich heimkam, aber es hat unheimlich Spass gemacht. Und es ist toll, wenn man so spontan sein kann.

Heute dann überraschend ein Paket von Amazon, mit einem ketzerischen Kinderbuch und einem wundervollen Kurzgeschichtenbuch. Lesestoff, nach 6 Stunden musste ich dringend das Niveau wieder senken *g*.

Letzten Samstag hab ich “geweeded”. “to weed” bedeutet “jäten” in englisch, was mich total von den Socken gehauen hat. “Weed” ist nämlich das Wort, das ich am liebsten für Gras/Mari*huana verwende.

Sonntag dann um 6 Uhr früh aufstehen und zum EuroAirport nach Basel Mulhouse fahren. Lief alles wunderbar, auch noch keine besoffenen EM-Fans im Zug, das war toll. BFK ist schön braun geworden in Skandinavien und K. der Amerikaner kämpfte mit den Folgen von exzessivem Alkoholkonsum (sprich, er war wirklich kran die letzten zwei Tage. Sowas kann passieren, kenne ich. Der Alkohol scheint das Immunsystem nachhaltig zu schwächen.) Die Heimfahrt verlief ruhig (keine nervigen EM-Fans), der Sonntag auch.

Seither am mehr oder weniger seriösen lernen. Mein Schlaf-Wach-Rhythmus ist schon länger total aus dem Gleichgewicht, aber solange ich mich nicht schlecht dabei fühle, ist das nicht schlimm.

Letzten Donnerstag justine überzeugt, die Diplomausstellung von L. dem Freund aus 10. Schuljahrzeiten zu besuchen. Es war der letzte Tag, also höchste Eisenbahn. Wie sich herausstellte, haben wir auch den Tag der Diplomverleihung erwischt. Was bedeutete:

  • L.s Eltern waren auch da, die beiden habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen (L.s Bruder war mal mein Freund, ich hing da also einige Zeit rum :-) )
  • Es gab kostenloses Essen (indische Reisgerichte und Poulet), non-alkoholische Getränke und Eis

Darüber war ich sehr entzückt, Zürich ist ja doch ein teures Pflaster und ich war am verhungern. Für die Diplomoarbeit von L., ein Gesellschaftsspiel, erhalten wir noch eine Privateinführung. Ist auch nötig, die Spielanleitung haben wir nämlich nicht verstanden *lach*.

Was noch? Zwei Wochen noch bis zur grossen Prüfung. Ich versuche, so seriös wie möglich zu leben. Bis dahin kein Alkohol (hab zum Glück auch keine Lust drauf), keine Parties (*schnüff*), viel Obst und Gemüse, regelmässige Mahlzeiten, einmal pro Tag mindestens 30 Min. spazieren gehen (falls das Wetter stimmt).

Und nun sollte ich wirklich langsam ins Bett, muss um 7.30 Uhr wieder aufstehen. Vielleicht gönne ich mir noch 15 Minuten mehr. *ggg*

12. Juni 2008 | Kategorie: lesen, me

Alien-Hoffnung

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Ich hoffe wirklich, dass meine Eltern einen ausserirdischen Mitbewohner haben, von dem ich bisher nichts weiss (wie die Familie Smith). Anders kann ich es mir nämlich nicht erklären, dass es im Haus meiner Eltern öfters mal wie nach dem 3. Weltkrieg aussieht, wenn ich einen Wochenendbesuch auslasse. Und zwar an Stellen, die nicht mal der 4. WK erklären könnte…

17. März 2008 | Kategorie: frustration, me

Mein Vater hält mich für ein Monster

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Ich hatte dieses Wochenende ein wenig Stress. Es begann damit, dass ich Samstagmittag zu meinen Eltern fuhr, um eine Menge Ordner und Leuchtmarker zu kaufen und im elterlichen Haus etwas Ordnung zu schaffen. Am Nachmittag wieder zurück nach Winterthur.

Wie immer spielte mein netter Vater den Chauffeur, holte mich in Sulgen ab und brachte mich später nach Weinfelden. Eigentlich hätte er mich ausnahmsweise auch in Sulgen abliefern können, was mir angesichts seiner derzeitigen Erkältung auch sinnvoller erschien, er meinte aber, er fahre mich nach Weinfelden und kaufe da gleich noch ein paar Medikamente in der Apotheke.

Auf dem Weg nach Weinfelden fiel ihm dann ein, dass er seine Brieftasche mit den Bankkarten zu Hause vergessen hat. Darauf meinte ich lappidar: “Dann müssen wir halt noch schnell an einem Bankomaten halten.” Mein Vater: “Ich hab ja die Bankkarte eben nicht dabei.” Ich: “Die brauchst du ja auch nicht, ich lasse dir Geld raus und du gibts es mir später wieder.”

Wofür hält mein Vater mich? Für ein Monster? Ich lass mich doch nicht nach Weinfelden chauffieren und ihn wieder unverrichteter Dinge nach Hause fahren, ist doch wohl klar, dass ich ihm etwas Geld leihe. Was ich übrigens auch gemacht hätte, wenn er mich in Sulgen abgesetzt hätte.

Muss mir vielleicht überlegen, ob ich doch nicht so harmlos aussehe, wie ich immer dachte…

17. März 2008 | Kategorie: frustration

So schnell war das dann doch nicht geplant

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So mit Schlüssel zur Wohnung über- und alleine (!) in der Wohnung lassen, meine beste Freundin kennen lernen, deren Familie kennen lernen, meine Familie kennenlernen, bald meine wichtigsten Freunde kennen lernen…

Eigentlich wäre ja noch seine Familie kennen lernen auf dem Programm gestanden, bei der Hochzeit seiner Schwester (!), aber die Eltern fühlen sich überfordert mit Vorbereitungen und europäischem Gast und haben sehr höflich gemeint, sie würden einen Besuch “nicht empfehlen”. Wenn ich also gewollt hätte, wäre es schon gegangen. Aber ich bin auch nicht total unglücklich, immerhin hätte ich 10 Tage an der Uni gefehlt, und das zur Beginn der “heiklen Phase” vor der grossen Prüfung. Später ist hoffentlich auch noch Zeit. Immerhin hab ich Fotos von den Eltern gesehen, Fotos von der Schwester und ihrem Zukünftigen, aus der Militärzeit, von Reisen… Dass die Familie ca. 2000 km entfernt wohnt, zählt also als Grund, sie nicht sofort kennenlernen zu können.

Irgendwie war das alles wirklich nicht so schnell geplant und ich hoffe nur, ich wache nicht eines Morgens auf und bin verheiratet (das möchte ich natürlich grundsätzlich schon gerne sein, aber wäre noch nett, was von der Zeremonie mitzubekommen *grins*). Es fühlt sich auf jeden Fall gut, richtig und natürlich an.

Ich grins jetzt noch ein wenig zufrieden vor mich hin.

17. März 2008 | Kategorie: me

gimme-five: Antworten statt fragen!

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Heute sollen wir uns die Fragen zu den Antworten ausdenken. Darauf hab ich mich schon lange gefreut, das war eine coole Idee, Gioia ;-) :

1. Wieviele eigene Haustiere hattest du schon?
Drei.
(Zumindest seit ich bei meinen Eltern ausgezogen bin.)

2. Wann machst du am meisten Sport?
Am Wochenende.
(Falls man eine Stunde mit dem Hund spazieren gehen als Sport darf.)

3. Welche Sportart hasst du?
Fussball.

4. Wen würdest du bei einer Operation zum Händchenhalten mitnehmen?
Meine Mutter, wer sonst??
(Die arme Frau musste bei meiner letzten OP um 4 Uhr morgens 30 min zur Klinik fahren, weil ich eine Panikattacke hatte. Wir haben “Das verrückte Labyrinth” gespielt, und draussen in der Dunkelheit haben die Vögel gezwitschert. Das war seltsam und wunderschön. Werde mich nie mehr freiwillig operieren lassen.)

5. Welches Land würdest du gerne mal bereisen, weisst aber gar nichts darüber?
Schweden.

Fragen Antworten by gimme-five.org

29. Januar 2008 | Kategorie: gimme-five

Blog, blog, muuuuuuh…

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Mich selber überlisten mit der Ankündigung, mal eine Pause einzulegen, ist mir im Moment zu doof, und die sinkenden Statistikzahlen können mich auch nicht motivieren. Vielleicht ist das RL im Moment einfach zu viel. Zu viel lernen, zu viel arbeiten, zu viel in einen PHP-Einführungskurs, an den Trialog und ins Zürcher Stärkentraining gehen. Zu viel die Wochenenden nicht ruhig bei meinen Eltern verbringen können. Zu viel mich nerven und mir dann vorstellen, eine rote Nase zu tragen. Zuviel endlich mal ein Loch in meine Decke bohren, um den Vorhang über dem Bett aufzuhängen. Zu viel endlich mal die Katzenkratzbäume, die ich nicht mehr benötige, bei ricardo.ch einstellen. Zu viel Lerngruppe am Freitagnachmittag und zu viel Weihnachtsessen heute Abend. Zu viele Filme, die ich noch gucken möchte. Zu viel endlich ein altes Blog schliessend und hierfür den Abschiedstext schreiben. Zu viel meiner neuen Incoming (eine Japanerin, juhu!) schreiben. Zu viel verzückt meinen Hamster beobachten. Zu viel meine Wohnung aufräumen. Zu viel an Geburtstage denken. Zu viel der Vergangenheit begegnen, in kurzer Zeit, der kompletten. Zu viel traurig sein und zu viel das einfach nicht verstehen. Zu viel einsam fühlen. Zu viel über Rechtschreibung nachdenken (hoffentlich heisst es nicht: zuviel) und zu viel lesen. Zu viel Leben einfach. Nur nie zu viel Freunde. Nur manchmal zu viel im Kopf, um zu tippen.

25. Januar 2008 | Kategorie: blog- & webthings, dark me

Darf ich vorstellen?

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Ferdinand "Fussel" Wellinger

Ferdinand “Fussel” Wellinger

Seines Zeichens Zwergstreifenhamster, also sehr klein, und mein neuer Mitbewohner. Dank einem nächtlichen Schlüssel-bring-Einsatz von justine (Danke nochmal!) gestern sicher und wohlbehalten in meiner Wohnung angekommen. Bisher nicht negativ aufgefallen. Hoffe, es gefällt ihm hier.

Meinen Katzens gehts übrigens gut, sie haben sich super bei meinen Eltern eingelebt und werden diese Woche endlich ihre eigenen “Schlüssel für das Haus”, sprich Oeffner für die Katzenklappe erhalten. Meine Eltern sind es leid, dass es immer so kalt wir, wenn die Tür offen steht *lach*. Beide sind wohlgenährt, nur Moustache faucht immer mal wieder unmotiviert ihre Schwester oder den armen Böni an. Schnauz hat nun begonnen, in meinem Gästebett, quer über meine Beine liegend zu schlafen (wie ich es hasse! Ich bin ein “Fägnescht”, ich muss mich immer hundertmal umdrehen, bevor ich schlafen kann). Hab meiner Mutter erzählt, dass Schnauz früher immer möglichst weit weg von mir im Bett lag, wenn überhaupt. Sie meinte dazu: “Ist ja klar, vorher schlief sie in deinem Bett, jetzt schläftst du in ihrem.” Recht hat sie. :-)

14. Januar 2008 | Kategorie: katzen & hamster, me

Fader Morgen

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Keine Mitbewohnerinnen mehr. Denen gehts nun gut bei meinen Eltern, und am Wochenende dürfen sie wohl das erste mal richtig frei raus. In meiner Wohnung ist es dafür fürchterlich leer. Hoffentlich komme ich bald dazu, einen Hamster zu kaufen, sonst werde ich noch irre.

03. Januar 2008 | Kategorie: dark me

Nicole goes Frankfurt, 1. und 2. Tag

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Am Montag war ich ziemlich im Stress, weil ich gleich nach der Entwicklungspsychologievorlesung in den Zug Richtung meine Eltern steigen sollte. Da angekommen pickte mich mein Vater am Bahnhof auf. Er hatte einen kleinen Zügellaster gemietet, mit dem wir am folgenden Tag alles nötige für die Messe nach Frankfurt bringen wollten. Wir fuhren also in den Schwarzwald.

Geplant war ja, kurz in der Firma vorbei zu schauen, so dass ich den Chef meines Vaters kennen lernen konnte. Er würde am Mittwoch dann zu uns stossen und mit uns an der Messe sein. Tatsächlich mussten wir dann bis 21 Uhr warten. Dann schnell ins Hotel im Nachbarsdorf sausen, damit wir dort noch was zu Essen bekamen.

Der Empfang im Il David war sehr herzlich. Mein Vater ist ein gerngesehener und geschätzter Gast, der leider viel zu oft da seine Zeit verbringen muss, weil es im Moment so viel Arbeit gibt. Die Angstellten sind aber unheimlich nett und das Ambiente des kleinen Hotels herrlich. Ich hab mich noch nie so wohl gefühlt in einem Hotel, auch wenn das Zimmer sensationell klein war *lach*.

Am nächsten Tag mussten wir dann in aller Herrgottsfrühe aufstehen (5.45 Uhr *uah*). Draussen schneite es. Na toll. Als wir um halb Sieben in der Firma eintrudelten, WAREN SCHON EINE MENGE LEUTE AM ARBEITEN! Ich betone das so, weil bei uns bis 8.30 Uhr tote Hose ist im Büro.

Tja, da denkt man dann: “So eine Messe, das ist sicher nicht so anstrengend, einfach den ganzen Tag am Stand rumstehen.” Was man aber nicht bedenkt, weil man es auch gar nicht wissen kann: Dass dieser Stand erst einmal eingerichtet werden muss. Dazu benötigt es Möbel, und die müssen ja auch erst mal in einen Laster eingeladen, wieder ausgeladen und zusammengebaut werden. Die meisten Ausstellungsmöbel bestehen aus viel Glas, dass natürlich geputzt werden muss. Dann kommen die Exponate rein, auspacken, putzen, zurechtrücken. Küche einrichten, Kaffee auspacken, Kekse, Erdnüsschen, Kaffeetassen, Mineralwasser. Tisch aufstellen, putzen, Stühle hinstellen, noch mal den Boden saugen. Um 11 Uhr kamen wir ungefähr an, um 18 Uhr waren wir ungefähr fertig. Ich zumindest war fix und fertig. Manchmal komme ich an meine Grenzen, dann brauch ich einfach eine längere Pause, sonst bin ich unausstehlich. Gestern hatte ich gar kein Interesse an meinem tollen Hotelzimmer, nur an den Früchten die als Willkommensgruss dalagen und daran, einfach eine halbe Stunde hinzuliegen und zu schlafen.

Anschliessend sind mein Vater und ich in ein griechisches Restaurant. Eine gemischte Vorspeisenplatte mit Ouzo wurde da beworben. Dummerweise hatten wir übersehen, dass es sich nicht wie gewohnt um 2 cl handelte (was einem kleinen Schnapsglas entspricht), sondern um 0.2 Liter! Der Keller stellt also ein kleines Fläschchen mit Ouzo zwischen uns auf den Tisch, bringt noch jede Menge Eiswürfel und etwas Wasser. Wir haben das Fläschchen tapfer gekillt und ich fiel gestern nur noch tot ins Bett.

Heute dann dachte ich: „So eine Messe, das ist sicher nicht so anstrengend, einfach den ganzen Tag am Stand rumstehen.“ Was ich nicht bedacht hatte, weil ich es auch gar nicht wissen oder mir vorstellen konnte: Nach einigen Stunden fangen die Füsse an zu schmerzen. Diverse Körperteile nervten ja von gestern noch mit Muskelkater, und meine Füsse wurden im Verlaufe trotz zweimaligem Schuhwechsel zur Hölle auf Erden. Kam hinzu, dass mein Vater und ich um 14 Uhr Mittagessen gehen wollten. Dummerweise kam genau da ein Bekannter des Chefs, und wir konnten ja nicht einfach davonlaufen. Der gute Mann blieb fast zwei Stunden, die Messe macht um 18 Uhr dicht. Wir sind dann um 16 Uhr noch was essen gegangen, wobei es mir bei weitem nicht um die Nahrungsaufnahme ging, sondern einfach nur darum, endlich mal eine längere Zeit am Stück sitzen zu können. Meine Aufgabe besteht nämlich neben die Gäste mit Kaffee oder Mineralwasser zu versorgen darin, die Handschleifspindeln der Firma zu präsentieren. Dafür gibt es einen echt hübschen Arbeitsplatz, leider ein Steh-Arbeitsplatz. Ich schleife also immer mal wieder an einem Kupferstahlklotz herum und erkläre Interessenten die Vorzüge der Handschleifspindeln der Firma L.

Gerade kam ich vom Abendessen mit Chef und Dad. Dabei haben wir folgendes herausgefunden: Ich hatte mich ja für dieses Semester als Mentorin für einen Austauschstudenten an der ZHAW Winti beworben und auch einen zugeteilt bekommen. Während der Einführungswoche für die Incomings gab es auch einen „Buddy-Apero“, wo wir die anderen Mentoren (Buddies genannt) kennen lernen konnten. Eine davon, K., war sehr nett und lud mich und meinen Incoming zu einem Brunch in ihrem Elternhaus ein. Das ist in Ermatingen, direkt am Bodensee, der helle Wahnsinn. Tja, und der Chef meines Vaters –der irgendwo im Schwarzwald wohnt- hat das Grundstück neben K.s Elternhaus gekauft, ist also quasi ihr Nachbar. *lach* Die Welt ist einfach verdammt klein.

Sehr spannend war auch, als uns M. der Chef von seinen Reisen nach Ostberlin erzählt hat. Ich bin ja von dieser Teilungs- und auch Wendezeit sehr fasziniert. Muss mich unbedingt mehr darüber informieren. Das tollste daran finde ich, dass mir Leute im Alter meines Vaters von der Zeit vor der Wende erzählen können. Im Moment ist das quasi noch gelebte Geschichte.

Und jetzt werde ich noch kurz etwas strebern, und einen Text aus dem Nebenfach lesen. Dann ist Schlafenszeit, morgen wieder früh (6.45 Uhr) raus :-)

05. Dezember 2007 | Kategorie: me

Nicole goes Frankfurt… und es regnet!

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Heute nach 16 Uhr ist es soweit: Ich steig in den Zug zu meinen Eltern und fahre anschliessend mit meinem Vater gen Deutschland, um ab Mittwoch lächelnde Standhostesse an der Euromold zu spielen. Nein, ich habe keine Ahnung vom Formenbau und nur wenig von Werkzeugen. Vorstellen werde ich die Hochfrequenz- und Handschleifspindel. Muss dann noch die Produktspezifikationen lernen. Zum Glück kann ich mir Zahlen gut merken: “Diese Hochfrequenzspindel arbeitet mit bis zu 96′000 Umdrehungen in der Minute. Daher ist ein sehr sauberes Schleifen möglich, das zum Beispiel in der Brillenindustrie Gebrauch findet…”. Im Gepäck – darum hat mein Zeug fast nich reingepasst – befindet sich auch ein geliehener Laptop, ich hoffe also, ab und zu Abends berichten zu können. Wahrscheinlich wird es nicht mehr als: “Meine Füsse tun weh, mein Rücken tut weh, ich bin müüüüüde.” Falls das nicht der Fall ist, bin ich mit Uni-Zeug, DVDs und einem kleinen Buch bestens ausgerüstet. Im Zimmer gibts einen Fernseher. Mir wird die vier Abende also sicher nicht langweilig.

Blöd nur, dass es draussen so regnet, ich muss mich nämlich bald mit meinem superschweren Rollkoffer auf den Weg machen. Hoffentlich wird der nicht zu schmutzig bzw. die Kleider darin nicht nass. Hab immerhin gestern noch mühsam meine besten Blusen gebügelt, das mach ich sonst nie!

So, auf gehts.

03. Dezember 2007 | Kategorie: me
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