Mit Speck fängt man Mäuse

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… mit Moussaka mich.

Ich hab justine gestern vorgeschlagen, heute bei mir Fernsehabend zu machen, da ich endlich mal meine Wohnung aufräumen sollte. Sie hat das gleiche Problem und das bessere Menüangebot.

Ja, ich bin einfach zu überzeugen. :-)

07. Januar 2010 | Kategorie: me

Die Hochzeit

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Mittlerweilen ist justines und Ts. grosser Tag schon fast zwei Wochen her, genau richtig also, mir nochmal die Einzelheiten ins Gedächtnis zu rufen und davon zu berichten. Für alle Hochzeitsverrückten fällt der Bericht etwas ausführlicher aus. Mit Fotos kann ich leider nicht dienen. Als ich meine Kamera aus der Handtasche zog, musste ich feststellen, dass diagonal der halbe Bildschirm ausgefallen ist. Auf die Idee, den Sucher zu benutzen, bin ich erst zwei Tage später gekommen. *hmpf*

herzen

Besammlung war am Mittag bei der Seelust, ein hübsches Restaurant am Bodensee. Die Trauzeugen verteilten jedem ein (vom Bräutigam gemachtes) Namenskärtchen. Der Trick: Die Kärtchen wurden wahllos verteilt, so kam man bei der Suche nach seinem Namen gleich mit den anderen Gästen ins Gespräch. Hier auch der erste Schreck: Ich hatte meine Flasche Wein vergessen! Alle Gäste waren gebeten worden, eine Flasche Wein zu verzieren und an die Hochzeit mitzubringen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich solche Anweisungen normalerweise an einem gut sichtbaren Ort hinhänge, um sie nicht zu vergessen. Da mich justine aber ab und zu besucht und die Flaschen-Sache eine Ueberraschung werden sollte, war das nicht möglich. Naja, kommt meine halt etwas später.

justines Göttibub und seine Schwester waren auch anwesend, er sollte die Ringe bringen, sie ursprünglich Blütenblätter streuen. Leider ist das wegen dem Naturboden in der Kirche nicht erlaubt. Also durfte sie Bonbons verteilen. Ich kannte die beiden Kinder bereits von einem Besuch, und als die Kleine meiner angesichtig wurde, stürzte sie sich regelrecht auf mich. So gut das eine Siebenjährige halt kann. Ich dankte dem Universum für mein Kinderkarma und liess mir alles über die Bonbons erzählen. Selbstverständlich sicherte ich mir noch die Zusage, später auch eines zu bekommen.

Schon wurden wir alle in den Bus gepackt, Kind und ich sassen natürlich nebeneinander. Ja, ich betrachte mich ja als… nicht direkt Kinderhasserin, aber ich geb mich halt nicht gerne mit kleinen Menschen ab. Aber wenn so eine kleine Hand nach meiner greift, schmelze sogar ich dahin und so ein komische Wärme macht sich in meinem Herzen breit. Wir werden das aber nicht Muttergefühl nennen! Natürlich grinsten sich meine Freunde einen ab, verkniffen sich aber zum Glück Kommentare über meine Mutterqualitäten.

Die Trauung fand in der alten Kirche in Romanshorn statt. Von ihrem Vater wurde justine nach vorne gleitet. Sie war wunderschön. Ihr Kleid war sehr schlicht, in A-Linie geschnitten. Der Blickfang war ein Spitzenmantel, der vorne offen war. (siehe Foto ganz unten in diesem Bericht) Die grosse Ueberraschung für T. war, dass sie einen Schleier trug. justine ist kein Schleierfan, ihr nun Angetrauter hatte aber durchblicken lassen, wie gerne er einen Schleier lüften würde. Also wurde einer gekauft und zum offiziellen Staatsgeheimnis erklärt. Beim morgendlichen Fotoshooting hatte justine den Schleier auch noch nicht getragen, so dass T. nun mit Tränen in den Augen (ja, ich hab sie gesehen!) erkannte, dass ihm seine Liebste diesen Wunsch doch erfüllt hatte.

justine erzählte mir später, dass ihr Vater ihre Hand in Ts mit den Worten legte: “Ich lege jetzt justines Glück in deine Hände.” Zum Glück hab ich das nicht gehört, ich wäre schon da in gerührte Tränen ausgebrochen.

Das blieb mir in grösserem Umfang erspart, aber ein paarmal musste ich heftig blinzeln. Zum Beispiel, als eine klare Frauenstimme das wunderschöne “Ave Maria” anstimmte. Gänstehaut! Es war eigentlich eine reformierte Zeremonie, da T. aber katholisch ist, passte das gut. Die beiden hatten sich übrigens sogar die Mühe gemacht, einen Dispens vom Bischof zu holen, damit die Ehe auch von der katholischen Kirche anerkannt wird.

Das zweite Mal war ich nahe dran zu weinen, als justines Mutter bei den Fürbitten die Lieben erwähnte, die an diesem Tag nicht dabei sein konnten. Ihre Stimme brauch dabei und ich musste an meine Verstorbenen denken.

Die Messe war schlicht aber feierlich. Der Pfarrer kannte justine schon lange, das merkte man auch in seiner Rede. Schliesslich schritt das Ehepaar aus der Kirche und ich erhielt meine erstes Bonbon.

Nach der Kirche fand ein Apero statt und das Brautpaar wurde mit diversen Gästegruppen fotografiert. Das Wetter hatte zwischenzeitlich richtig Gas gegeben und es war endlich angenehm warm. Am Freitag hatte es noch den ganzen Tag geregnet und ich kontrollierte ständig den Wetterbericht.

Nach einiger Zeit liessen justine und T. Tauben fliegen und die ganze Hochzeitsgesellschaft wurde an den alten Bahnhof von Romanshorn gefahren. Dort bestiegen wir eine alte Dampfeisenbahn. T. als grosser Eisenbahnfreak durfte natürlich vorne in der Lok fahren helfen. Nach einem kurzen Zwischenhalt in Kreuzlingen, wo auch der Brautstrauss geworfen wurde. Der bestand etwas unüblich aus weissen Lilien, die ja eher als Blume zu Beerdigungen geschenkt und gekauft wird. Ich hab leider total die Begründung dafür vergessen, shame on me. justine warf übrigens den mit rosa Lilien gebundenen Wurfstrauss ihrer Trauzeugin und Schwester, die ihn auch gleich selbst fing. *grins* Anschliessend gings zurück nach Romanshorn.

Dort wartete bereits eine weitere Ueberraschung. Die Eltern der Braut hatten eine Kutsche spendiert! Wie Cinderella stieg justine ein und strahlte übers ganze Gesicht.

Während die Frischvermählten die Fahrt genossen, wurden wir Gäste wieder zur Seelust transportiert. Dort erhielten wir Luftballons, die dann bei der Ankunft des Paares fliegen gelassen wurden.

Nun konnte der gemütliche Teil beginnen. Als ich den Raum betrat, sah ich zwei Musiker in einer Ecke. Mir schwante nichts Gutes, und ich wurde angenehm überrascht. Die zwei Herren vom Thurtal-Express spielten jede Menge bekannte Lieder der versammelten Generationen, setzten Highlights mit verschiedenen Instrumenten, und das alles in einer Lautstärke, die eine normale Unterhaltung zuliess! Ohrenbetäubende Bands gewöhnt, hat mir das sehr gefallen. Faszinierend war auch, dass der Sänger oft wie der Originalinterpret der Lieder klang, die er zum Besten gab.

Die Tischdeko war sehr speziell: Auf den runden Tischen standen diverse Gefässe in unterschiedlicher Höhe, und in jedem steckte eine andere Art von Gras oder ein Ast mit grünen Beeren dran. Sah superschick aus.

Als Gastgeschenk stand hinter jedem Teller ein kleines Fläschchen mit Amaretto für die Damen und Grappa für die Herrn. Hübsch geschmückt mit einem Band, auf das die Namen und das Hochzeitsdatum des Paares aufgedruckt wurde. Menü und Gastgeschenk waren natürlich in den gleichen Farben gehalten.

Das Menü war ganz auf den Kanton (Thurgau hat den Spitznamen “Mostindien”) ausgelegt:

  • Salat mit Nüssen und Äpfeln
  • Weissweinsuppe mit Äpfeln
  • Forelle mit Äpfeln
  • Sorbet mit Äpfeln und Sekt
  • Braten mit Gemüse und Spätzli

Nur die Hochzeitstorte musste ohne Äpfeln auskommen, die Eistorte enthielt stattdessen Himbeeren. :-)

Der Hochzeitstanz sah sehr professionell aus, hatten die beiden doch vorher noch extra geübt und sich von einem Tanzlehrer einige Tipps geben lassen. Die Band forderte anschliessend beide auf, sich einen anderen Tanzpartner zu suchen, nach ein paar Minuten sollten sich alle Tänzer wieder einen Partner suchen und so weiter. Das war ein gutes System. :-) Noch später gabs eine von der Braut angeführte Polonaise, an der sich alle beteiligten und riesigen Spass gemacht hat.

Im Zug waren Lose verkauft worden, bei denen ich sogar – mit der Unterstützung der Braut – zwei Treffer hatte. Im Verlauf des Abends konnte ich meine Preise entgegen nehmen: Eine Oeko-Geschirrmaschine (ein Geschirrbürsteli) und ein “Candlelight-Dinner für zwei” (eine grosse Dose Ravioli und zwei Kerzen). Am besten gefiel mir der Preis “Ein Weinabend” (eine Zwiebel).

Ein Paket ging dann mittels einem Gedicht von der Braut zum Mann mit der grössten Nase, der Frau mit den schönsten Schuhen etc.

Bei einem Dartspiel gewann der Bräutigam einen Kinobesuch mit mir. Er wünschte sich (natürlich) “Zack and Miri Make a Porno” *ggg*. justine starrte ihn schon böse an, bis ich sie über den Inhalt des Filmes aufklärte.

Alles in allem war ich sehr überrascht, was für witzige Spiele es gibt, die für niemanden peinlich sein müssen. Dieser Teil meiner Trauzeuginnen-Aufgaben hatte mir ja schon Bauchschmerzen gemacht, nun bin ich aber zuversichtlich, auch was lustiges bieten zu können.

Es wurde geredet, gelacht, getanzt und gefeiert. Kurz: Es war ein tolles Fest.

So, ich hoffe, ich hab nichts Wichtiges vergessen. Hier noch wie oben erwähnt das Promobild des Kleides.

shaliasposa-kleid
Bild von http://shaliasposa.com

16. September 2009 | Kategorie: me

Update

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Keine Ahnung, wie ich darauf kam, hab mir aber gerade die “arbeit”-Kategorie in meinem Blog durchgelesen. Kommt selten genug vor. Stelle aber jedesmal wieder fest, dass ich

  1. tatsächlich Humor habe. (Vermute allerdings, das sehen andere nicht so. Kann ich mit leben, auch wenns ein bisschen enttäuschend ist.)
  2. mein Zeug gerne lese.

Es ist mitten in der Nacht, ich schreib neuerdings Gee Roman-E-Mails statt hier Einträge.

Es geht mir gut. Mehrheitlich. Nächte sind etwas schwierig, wenn ich alleine bin, aber das ist ja nichts neues. Neu ist dafür, dass mir dann trotz allem Schmerz einfällt: “Eigentlich bin ich ja glücklich.” Und dann bin ich immer einen Moment sprachlos und geschockt, weil “Glücklich” garantiert nicht in mein Leben reinpasst. Dazu bin ich einfach nicht gemacht.

BFK ist wieder da.
Die Zukunft ist leider eine unsichere Sache. Und ich fühl mich vom Universum beschissen, mir so einen tollen Kerl zu schicken und vielleicht ist es in ein paar Wochen vorbei. (Dabei haben wir gerade die 100 Tage erreicht, was in Süd-Korea eine wichtige Zahl ist.)

Die Vergangenheit drängt sich auch wieder unangenehm auf, und ich bin leider wenig erfolgreich mit meinen Versuchen, nicht weiter daran zu denken. Aber es tut nicht weh, sondern ist eher ein komischer Druck im Sternum-Bereich, da wo ich auch Prüfungsangste hab.

Aber nach heute ist das letztere auch wieder besser. BFK hat diese Woche Prüfungen, und weil ich ihn vermisste, kam er gestern Abend zu mir. Heute schmiss ich ihn um 8.15 Uhr aus dem Bett und wir lernten gemeinsam bis 15 Uhr (natürlich mit meinen üblichen 15 Min. Pause nach 45 Min. lernen und Mittagessenspause von 11.45 bis 13 Uhr). Ich hab heute also 6 Stunden gelernt.

Gestern hatten wir auch noch schnell eine Lernsession von 22 Uhr bis Mitternach hingelegt, was mein schlechtes Gewissen enorm entlastete, verbrachte ich doch den Morgen damit, zwei Folgen der Serie “Dexter” zu gucken, die mir meine Schwester empfohlen hatte. Wie sie mir in einem Antwortmail mitteilte, hatte sie den schwulen Bruder aus “Six Feet Under” gar nicht mehr erkannt.

Mittags traf ich dann N. die Freundin aus Kantizeiten, und nach einem Mittagessen im Wagamama liefen wir zwei Stunden shoppend durch die Stadt. Ich war tot, als ich heimkam, aber es hat unheimlich Spass gemacht. Und es ist toll, wenn man so spontan sein kann.

Heute dann überraschend ein Paket von Amazon, mit einem ketzerischen Kinderbuch und einem wundervollen Kurzgeschichtenbuch. Lesestoff, nach 6 Stunden musste ich dringend das Niveau wieder senken *g*.

Letzten Samstag hab ich “geweeded”. “to weed” bedeutet “jäten” in englisch, was mich total von den Socken gehauen hat. “Weed” ist nämlich das Wort, das ich am liebsten für Gras/Mari*huana verwende.

Sonntag dann um 6 Uhr früh aufstehen und zum EuroAirport nach Basel Mulhouse fahren. Lief alles wunderbar, auch noch keine besoffenen EM-Fans im Zug, das war toll. BFK ist schön braun geworden in Skandinavien und K. der Amerikaner kämpfte mit den Folgen von exzessivem Alkoholkonsum (sprich, er war wirklich kran die letzten zwei Tage. Sowas kann passieren, kenne ich. Der Alkohol scheint das Immunsystem nachhaltig zu schwächen.) Die Heimfahrt verlief ruhig (keine nervigen EM-Fans), der Sonntag auch.

Seither am mehr oder weniger seriösen lernen. Mein Schlaf-Wach-Rhythmus ist schon länger total aus dem Gleichgewicht, aber solange ich mich nicht schlecht dabei fühle, ist das nicht schlimm.

Letzten Donnerstag justine überzeugt, die Diplomausstellung von L. dem Freund aus 10. Schuljahrzeiten zu besuchen. Es war der letzte Tag, also höchste Eisenbahn. Wie sich herausstellte, haben wir auch den Tag der Diplomverleihung erwischt. Was bedeutete:

  • L.s Eltern waren auch da, die beiden habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen (L.s Bruder war mal mein Freund, ich hing da also einige Zeit rum :-) )
  • Es gab kostenloses Essen (indische Reisgerichte und Poulet), non-alkoholische Getränke und Eis

Darüber war ich sehr entzückt, Zürich ist ja doch ein teures Pflaster und ich war am verhungern. Für die Diplomoarbeit von L., ein Gesellschaftsspiel, erhalten wir noch eine Privateinführung. Ist auch nötig, die Spielanleitung haben wir nämlich nicht verstanden *lach*.

Was noch? Zwei Wochen noch bis zur grossen Prüfung. Ich versuche, so seriös wie möglich zu leben. Bis dahin kein Alkohol (hab zum Glück auch keine Lust drauf), keine Parties (*schnüff*), viel Obst und Gemüse, regelmässige Mahlzeiten, einmal pro Tag mindestens 30 Min. spazieren gehen (falls das Wetter stimmt).

Und nun sollte ich wirklich langsam ins Bett, muss um 7.30 Uhr wieder aufstehen. Vielleicht gönne ich mir noch 15 Minuten mehr. *ggg*

12. Juni 2008 | Kategorie: lesen, me

Das ewige Auf und Ab

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Tja, gestern hat der Tag nicht so gut begonnen, dafür gut geendet. justine rief an und schlug eine Partie Minigolf vor (die ich leider haushoch verloren habe. Ich hatte akuten Kohlenhydratmangel, so ohne Abendessen :-) Der anschliessende Most ist mir dann auch dementsprechend eingefahren.). Auf dem Parkplatz vom Burger King (ihr wisst ja: Nach dem Sport kann man sich was gönnen) traf ich noch W. meine Kontaktperson bei ESN. Er wird am Sonntag in den Libanon abfliegen, wo er ein Jahr lang irgendwas macht. Friedenseinsatz, nehme ich mal an. Ich wusste, dass er im Mai weggeht, schön, ihn nochmal kurz getroffen zu haben. Eiskalt wurde mir dann klar: “Es ist schon Mai.”

Die letzten Tage zeichneten sich durch ein permanent schlechtes Gewissen und eine nicht enden wollende Lernschwierigkeit ab. Heute dann endlich ein perfekter Lern-Morgen:

Gelernt, Blumen in die Balkonkisten eingepflanzt, gelernt, Wäsche aufgehängt, gelernt, gestaubsaugt, gelernt, Badezimmerfenster entkalkt.

Das wunderschöne Wetter draussen muss ich ja wohl nicht erwähnen. Jedes verfügbare Fenster steht offen, und ich bin nicht am erfrieren!

Operation Urinstein steht auch kurz vor dem Abschluss, wer hätte gedacht, dass Urinstein sogar für Schwefelsäure ein harter Brocken ist? Nun stehen noch an: Biopsychologieaufgabe eintippen und abschicken, Essen einkaufen, BFK am Flughafen abholen. Ach, und was zu Mittag essen. Ich fang mal hinten an.

06. Mai 2008 | Kategorie: me

Vorschlag

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Wie wäre es, wenn wir die Tage auf 48 Stunden verlängern?

Mir fehlt einfach die Zeit für alle meine Interessen und Pflichten (One Piece jeden Tag 15 Minuten, diverse Serien, BFK, justine, diverse Bücher – Warum Japaner nerven, Die Tripoden, Kleine Interviews mit fiesen Männern -, zwei pendente Film-Reviews, diverse Forschungsmethodentexte, für die Uni lernen allgemein, Haushalt führen, Koreanisch lernen, endlich eine neue nicole-wellinger-Website erstellen, arbeiten, E-Mails beantworten). Zum Glück hab ich das Computerspiel gestern endlich beendet.

Wahlweise wären 36 Stunden auch OK.

10. April 2008 | Kategorie: me

Entscheidungsumfrage – Die Auflösung

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Ha, nach Aktbildern wird gefragt (keine Angst, ich habs nicht vergessen), aber die Auflösung der Entscheidungsumfrage scheint niemanden zu interessieren. Grosses *ts*.

Trotzdem reiche ich sie hier noch nach, hoffentlich krieg ich die Erklärung nach einem halben Jahr noch vollständig zusammen.

Die Frage war ja: Ein guter Freund/gute Freundin fährt mit dem Auto zu schnell, es kommt zu einem Unfall, eine Person wird schwer verletzt. Verpfeifft ihr den Fahrer oder nicht?

Erst einmal: Es gibt auf diese Frage keine richtige oder falsche Antwort.

Die Antwort gibt einen Hinweis, worauf mehr Wert gelegt wird: Auf die Einhaltung von Regeln (in diesem Fall Gesetze) oder auf Freundschaft bzw. Familienbande.

Dies führt zu zwei Sichtweisen zwischen den Gruppen:
Der Gesetzestreue denkt vom Freundschaftstreuen: “Dem kann man nicht trauen. Der unterschreibt einen Vertrag und hält sich am nächsten Tag nicht mehr dran.”

Der Freundschaftstreue denkt vom Gesetzestreuen: “Dem kann man nicht trauen. Der verrät sogar seinen besten Freund.”

Dieses Denken ist sehr stark von der Kultur geprägt. Grundsätzlich kann man sagen, dass Kulturen, die Wert auf Einhaltung von Regeln legen, wirtschaftlich erfolgreicher sind als Kulturen, die Wert auf Familienbanden und Freundschaften legen. Ist klar, um Geschäfte abwickeln zu können, muss man Fremden vertrauen und sich auf sie verlassen können.

Es gibt zu diesem Thema einen sehr interessanten Artikel von Siegfried Kohlhammer im Eurozine:
Kulturelle Grundlagen wirtschaftlichen Erfolgs
(den habe ich interessanterweise kurz nach dem Referat zum Thema “Intercultural Differences” gefunden, wie der Zufall so spielt.)

Ich persönlich würde übrigens zwar kurz zögern, schliesslich aber aussagen (natürlich mit einem entsprechend schlechten Gewissen). Ich habe das damals mit justine besprochen. Es ist nicht gerade einfach, seiner besten Freundin zu eröffnen, dass man sie in so einem Fall verpfeifen würde. Aber sie hat das gleiche gesagt, und schlussendlich waren wir uns einig: Wir würden einander auf die zu hohe Geschwindigkeit hinweisen.

29. Januar 2008 | Kategorie: fragen

Darf ich vorstellen?

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Ferdinand "Fussel" Wellinger

Ferdinand “Fussel” Wellinger

Seines Zeichens Zwergstreifenhamster, also sehr klein, und mein neuer Mitbewohner. Dank einem nächtlichen Schlüssel-bring-Einsatz von justine (Danke nochmal!) gestern sicher und wohlbehalten in meiner Wohnung angekommen. Bisher nicht negativ aufgefallen. Hoffe, es gefällt ihm hier.

Meinen Katzens gehts übrigens gut, sie haben sich super bei meinen Eltern eingelebt und werden diese Woche endlich ihre eigenen “Schlüssel für das Haus”, sprich Oeffner für die Katzenklappe erhalten. Meine Eltern sind es leid, dass es immer so kalt wir, wenn die Tür offen steht *lach*. Beide sind wohlgenährt, nur Moustache faucht immer mal wieder unmotiviert ihre Schwester oder den armen Böni an. Schnauz hat nun begonnen, in meinem Gästebett, quer über meine Beine liegend zu schlafen (wie ich es hasse! Ich bin ein “Fägnescht”, ich muss mich immer hundertmal umdrehen, bevor ich schlafen kann). Hab meiner Mutter erzählt, dass Schnauz früher immer möglichst weit weg von mir im Bett lag, wenn überhaupt. Sie meinte dazu: “Ist ja klar, vorher schlief sie in deinem Bett, jetzt schläftst du in ihrem.” Recht hat sie. :-)

14. Januar 2008 | Kategorie: katzen & hamster, me

Vorsätze 2008

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Es ist der 7. Januar, um den Tag herum mach ich normalerweise meine Vorsätze fürs neue Jahr. Muss mir ja erst mal was überlegen :-)

  1. Mein Englisch erweitern, mein Französisch auffrischen, Italienisch beginnen (mit CDs)
  2. Jeden Monat mindestens 2 FreundInnen treffen (justine nicht mitgerechnet, sie sehe ich hoffentlich jede Woche :-) )
  3. Am Wochenende mindestens 1x 1 Stunde mit dem Hund laufen gehen
  4. Stipendien beantragen
  5. Wochenpläne erstellen
  6. Und last but not least: Assessment-Prüfung im Sommer bestehen!!!
07. Januar 2008 | Kategorie: me

Denn sie riechen nicht, was sie tun

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Ich mag rauchen nicht. Ich finde das eine dumme, teure und gesundheitsschädigende Angewohnheit. Ausserdem mag ich den Gestank nicht. Von mir aus kann augenblicklich ein allgemeines Rauchverbot in sämtlichen öffentlichen Räumen und Personenunterführungen der Schweiz in Kraft treten.

In meinem Freundeskreis gibt es nur sehr wenige Raucher, und die kann ich tolerieren, weil sie sich an die Anstandsregeln des Rauchens halten. Im Restaurant nicht rauchen, während der andere noch isst, zum Beispiel. Macht sowieso niemand, meint ihr? Nun, das dachte ich bisher auch. Bis ich mich vor einiger Zeit mit justine zum Essen in der Spaghettifactory traf. Gleich neben uns sass ein junges Paar, und er steckte sich tatsächlich eine Fluppe an, während sie noch ass.

Sympathisch finde ich auch, wenn jemand nicht in seiner Wohnung raucht. Weil man das einfach riecht. Und vor allem geht der Rauch dann in alle Klamotten, wodurch der Mensch selbst permanent nach kaltem Rauch riecht, ekelhaft. Der Oberwitz sind ja Raucher, die aus dem Fenster rauchen und das Gefühl haben, man rieche das nicht im Zimmer. Sie vielleicht nicht. (Ist eigentlich schonmal jemandem aufgefallen, dass Raucher ihre Speisen meist stark würzen?) Mein Vater war vor der Messe in Frankfurt ziemlich angepisst, weil jemand in seinem Nichtraucher-Hotelzimmer aus dem Fenster geraucht hat.

Wohlgemerkt, ich rauche auch, jedoch nur sehr selten. Wenn ich eine gewisse Menge Alkohol intus habe, kommt diese überwältigende Verlangen nach einer Zigarette. Im täglichen Leben bin ich aber Nichtraucherin, schon immer gewesen.

Kürzlich kam mir dann ein Killerargument gegen Rauchen in Restaurants in den Sinn: Wenn jemand reinstürmen würde und allen Gästen Arsen ins Essen kippt, würde er auch verhaftet und eingesperrt. Nur weil beim Rauchen kleinere Mengen abgegeben werde, sind die alle noch auf freiem Fuss.

Ich bin kein Experte, was in Zigarettenrauch noch enthalten ist. In den Zigaretten befinden sich auf jeden Fall jede Menge Giftstoffe wie dem bekanntestem, das Nikotin. Aber auch Arsen, Blausäure, Blei, Cadmium, Benzol, Ammoniak und bis zu 4000 weitere chemische Verbindungen. Und dass sich der Rauch als gelbe Patina auf alle Gegenstände in einer Wohnung absetzt, ist ja wohl auch Indiz genug, dass das Zeug gefährlich ist.

Auf das Thema bin ich übrigens gekommen, weil ein Besucher im Büro statt nach unten vor die Tür zu gehen lieber aus dem Fenster geraucht hat, weswegen nun unser Eingangsbereich -ein seperater Raum- stinkt. Danke. Immerhin ist es nicht so schlimm wie damals, als die eine Cheffen-Gattin ihrem Baby im Damenklo die Windel wechselte und diese in den Toilettenmülleimer stopfte. Was die wenigsten Menschen wissen, die keine Kinder haben: Für Windeln gibt es besondere Windelmülleimer. Die sind besonders geruchsdicht. Weil menschliche Kacke ekelhaft stinkt. Wir wurden dann am nächsten Tag von diesem Gestank empfangen.

Von den stinkenden Mitmenschen fange ich jetzt gar nicht erst an. Aktueller Höhepunkt hat seit einigen Wochen der schon etwas ältere Mann aus der Unimensa inne, dessen Kunststoffjacke und einen Meter weiter den Appetit verdarb. Und da wundern sich manche Leute, dass ich in Punkte Körpergeruch so paranoid bin.

Naja, im Moment riecht es zumindest gut, mein Rosenöl vom Morgen verströmt noch immer seinen sanften Duft. Und ich höre jetzt auf, an all die stinkenden Erlebnisse zu denken. Die sind sowieso immer sehr intensiv und brennen sich geradezu ins Gedächtnis, schliesslich ist der Geruch der einzige Sinn, der direkt mit dem Hirn verbunden ist. Alles andere -Sehen, Hören, Berührung- trudelt erst nach eine Umwandlung in elektrische Impulse dort ein. Das stinkt.

19. Dezember 2007 | Kategorie: me

6. Jahrestag

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“Das Zuger Attentat wurde am 27. September 2001 in der Stadt Zug (Schweiz) im Zuger Kantonsparlament verübt. 14 Politiker wurden von Friedrich Leibacher erschossen, der sich kurz darauf selbst das Leben nahm.”
Quelle: Wikipedia.de

Justine hatte mir an jenem Tag ein SMS geschrieben. Es gehe ihr gut. Beunruhigt rief ich sie an (zumindest erinnere ich mich noch so), und fragte, was los sei. Es hatte einen Amoklauf in Zug gegeben. Die Medien waren bereits voll davon. Justine mit ihren fünf behinderten Schülern mitten drin. Sei sahen noch eine der Politikerinnen auf der Treppe vor dem Gebäude liegen. Polizei überall, Hubschrauber über ihnen. Der Authist am austicken.

Ich bin damals zu ihr gefahren, natürlich, gleich, und hab die Nacht bei ihr verbracht. Wir guckten “Buffy”, und justine kämpfte gegen ihren Schock. Eine Woche später besuchte ich sie an unserem üblichen Tag. Ein Hauseingang auf dem Weg zu ihrer Wohnung war mit Kerzen und Blumen geschmückt. Ich hatte beinahe zu weinen begonnen. Bis heute steckt uns der Schrecken in den Knochen.

(Im Archiv steht nichts davon. Zu meinem Erstaunen. Aber so ist es manchmal: Die wirklich bewegenden Dinge stehen nicht immer hier. Auf der Suche nach einem Hinweis fliege ich über die Einträge. Und schäme mich. Wie belanglos. Wie einfältig. Am liebsten würde ich alles löschen, so wie ich damals meine Tagebücher im Altpapier entsorgt hätte.)

27. September 2007 | Kategorie: dark me
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