Von Listen und Leben

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Da im Moment nur eine meiner Lieblingsserien läuft (Life, am Freitag), habe ich im Moment richtig langweilige Abende. Die sich perfekt eigenen, die vielen Pflichttexte und -bücher fürs Studium zu lesen.

In Entwicklungspsychologie (oder genauer: Lifespan Development) gehts dieses Semester ums Erwachsenenalter. Die Bildung des Selbst, Altersstereotypen, solche Sachen.

Heute machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich und las die Texte für morgen durch. (Fussel guckte schon misstrauisch. Normalerweise lege ich mich aufs Sofa, wenn die Migräne nicht weggehen will. Keine Ahnung, wieso das wirkt, aber nach ca. zwei Stunden in unbequemer Haltung fühle ich mich meist deutlich klarer im Kopf.) Erschöpft aber inspiriert vom konzentrierten Lesen griff ich anschliessend zu Stift und Block und begann eine Liste zu machen. Dinge, die ich in absehbarer Zukunft (2-4 Jahre) erreichen möchte. Die ich regelmässiger in mein Leben integrieren möchte.

Und plötzlich fiel mir ein: Wie würden wohl die Listen meiner Eltern aussehen? Wie die Liste meiner Schwester? Die Listen meiner Freunde, meiner Verwandten?

Ist da draussen noch jemand neugierig auf die Lebensgeschichten seiner Verwandten? Ich bin es.
(Und getrau mich doch nicht, danach zu fragen. Wie fragt man nach sowas? “Hei, ich interessier mich dafür, wer du bist, wie du bisher gelebt hast. Erzähl mir was!” Kommt ein bisschen doof. Andererseits, bei einigen meiner Verwandten sollte ich mich mit der richtigen Formulierung langsam beeilen.)

Zeit fürs Bett…

06. Oktober 2009 | Kategorie: me

Zensche Gelassenheit

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Als Hausaufgabe für seinen dreiwöchigen Urlaub gab mir mein Therapeut auf, ich solle mit meinem inneren Kritiker reden.

Zuvor hatte er mir von einem Tennislager erzählt, an dem er vor einigen Jahren teilnahm. Da wurde mehr auf die mentalen Aspekte von Tennis eingegangen, als auf das Spiel selbst. Der innere Kritiker, beliebter Störer in Turnieren, wurde “Charlie” genannt und mit einfachen Mitteln zum Schweigen gebracht.

Charlie. Wie witzig. Der unsichtbare Freund meiner Kindheit hiess auch so. Benannt nach einem Onkel, den ich sehr mag.

Mein unsichtbarer… äh, mein innerer Kritiker, der sitzt gemütlich auf meiner rechten Schulter und sieht aus wie ein Leprechaun, ein irischer Kobold.

Einen eigenen Namen hat er bisher noch nicht, immerhin sieht er lustig aus. Und er ist verdammt gut mit seinen giftigen Kommentaren über mein Leben.

Seine fiese kleine Stimme erzählt mir, wie seltsam es doch sei, mit 30ig nur eine richtige Beziehung vorweisen zu können, die erst noch nur zwei Jahre gedauert hat. Dass ich wohl eh niemanden mehr abbekomme, weil ich mit den anderen Dreissigjährigen nicht mithalten kann. Die haben ihre Ausbildung beendet und jetzt gute Jobs, während ich an meinem Studium bin und am Existenzminimum lebe. (Wohlgemerkt, ich würde mich nie als arm bezeichnen, auch wenn ich gerne mit “arme Studentin” kokettiere. Das Geld reicht. Ich kann keine grossen Sprünge machen und muss mich einschränken, aber ich kann mir durchaus neue Kleider oder Schuhe kaufen, wenn ich die benötige, und ich muss auch nicht am Hungertuch nagen. Sogar ein Städtetrip liegt ab und zu mal drin.)

Am allerliebsten reitet er darauf herum, wie unnormal es sei, dass ich mit meinem Leben zufrieden bin. Und keine konkreten Ziele habe, ausser mein Studium abzuschliessen. Das könne ja wohl nicht sein, ich müsse klare Zeitpläne haben, jetzt schon wissen was ich nach dem Studium und bis zur Pensionierung mache. Und ein Leben, pha, das sei ja wohl armselig.

Der Kobold ist also eine richtige Nervensäge. Und die zwei letztgenannten Sprüche geben mir tatsächlich oft zu denken.

Vor ein paar Tagen bestellte ich mir auf Exsila ein Buch über Zen. Ich mag die Serie “Life”, und deren Protagonist Charlie Crews zitiert dauernd Zen-Weisheiten.

“Zen im Alltag” von Charlotte Joko Beck kam also und ich begann zu lesen. Schon auf den ersten paar Seiten ging mir etwas auf: Vielleicht ist das ja gar kein Makel, mit seinem Leben zufrieden zu sein und gar keine grossen Pläne und Ambitionen zu haben. Denn Zen hat genau dieses Ziel: Das Leben im Augenblick und die Akzeptanz dessen, was ist. (Zumindest habe ich das bisher so verstanden.)

Und so einfach ist etwas, das ich schon so lange als Makel empfinde, zu einer Stärke geworden.

Nicht, dass ich mich jetzt für den Inbegriff von Zen halte *lach*. Es tat einfach gut, eine andere Sichtweise kennen zu lernen. Natürlich sind Zukunftspläne wichtig und sinnvoll, Altersvorsorge sollte man mit einer Lebenserwartung von 85ig wirklich nicht vernachlässigen. Aber es bringt auch nichts, mich über meine Situation aufzuregen, wo ich sie ja sowieso nicht mit einem Fingerschnippen ändern kann. So wie es ist, so ist es gut. Und wenn das einem anderen Menschen oder dem grünen Giftzwerg auf meiner Schulter nicht passt, ist das deren Problem.

17. Juli 2009 | Kategorie: dark me

Clevere Nicole: Altpapier entsorgen

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Altpapier

Dieses Wochenende verbrachte ich zu Hause in meiner eigenen Wohnung. Zum einen brauchte ich mal wieder Zeit für mich, dann wollte ich einige Aufräumarbeiten erledigen, vor allem wollte ich aber all den Openair-Besuchern vom Openair Frauenfeld aus dem Weg gehen. Die würden heute Abend um 21 Uhr den Zug verstopfen, es toll finden, sich im Abteil einen Joint anzuzünden und allgemein dreckig und furchtbar laut sein. Auf gut Deutsch: Heute wollte ich die Strecke Weinfelden – Winterthur meiden, wie der Teufel das Weihwasser.

Damit ich nicht faul im Bett rumliege, hatte ich drei Vorsätze gefasst:

  1. Jemanden aus meinem Freundeskreis treffen.
  2. Altpapier für die Entsorgung vorbereiten
  3. Einige Artikel in Ricardo einstellen

Punkte 1 war gestern um Mitternacht erledigt. Ich hatte F. zugegebenermassen etwas kurzfristig gefragt, ob sie Lust habe, mich am Wochenende zu treffen. Zum Glück hatte sie sich einen Termin fälschlicherweise am Samstag statt am Sonntag eingeschrieben, so ging ich sie gestern besuchen. Zu meiner Freude stimmte sie nämlich zu, was zu kochen. F. kann einfach supergut kochen (hab ich ein Glück mit meinem Freundeskreis, lauter gute Köchinnen und Köche :-) ). Es gab Couscous mit Fleisch-Gemüse-Pfanne und einen Salat aus Fenchel, Gurke und noch einigen anderen Sachen. Total lecker.

Heute lag ich dann bis Mittag im Bett, die Migräne konnte es sich natürlich nicht verkneifen, doch noch vorbei zu sehen. Um eins fühlte ich mich wieder einigermassen dem Leben gewachsen. Die Frage war nun, wie wollte ich Punkt 2 angehen? Meine Studienunterlagen aussortieren würde leicht sein, ich hatte aber auch vor, endlich einen 30 cm-Stapel von Weltwoche-Magazinen aus dem dem Jahr 2004 (?) zu entsorgen.

Nun gibt es Leute, die sammeln alles (oft Messies), andere stellen sich die Wohnung gerne mit Nippes zu, ich habe ein Problem mit Papier. Obwohl ich keine Zeitungs- und Magazine-Leserin bin, stapelt sich das Zeug bei mir “für irgendwann dann mal”. Ich hasse das, habs aber leider nicht immer so im Griff. Wie würde ich es also schaffen können, die 30 cm aus ihrer Plastikhülle zu schneiden und zusammen zu binden, ohne dauernd spannende Themen auf den Titelseiten zu entdecken?

Die Lösung war denkbar einfach: Ich drehte den ganzen Stapel um und schnitt die Hefte an der Rückseite auf.

Das erste Problem war gelöst. Nun stellte sich die Frage, wie ich das Altpapier zusammenbinden soll. Normalerweise mache ich das auf dem Küchenboden kniend. Ich hasse das. Diese Prozedur ist der Grund, dass ich mich nur ungefähr alle sechs Monate zum Altpapier-Entsorgen durchringen kann.

Bekanntlich ist es ja eine gute Strategie, etwas Unangenehmes mit etwas Angenehmen zu verbinden. Meist in Form einer kleinen Belohnung nach der Anstrengung. Nun, ich verband diesmal beides gleichzeitig. Während ich mir drei Folgen Gordon Ramsey und zwei Folgen In Treatment ansah (ca. 3 Stunden also), sortierte ich mein Studienzeug aus, entfernte die Plastikhülle von den Weltwoche-Heften und bündelte alles zu hübschen Haufen.

Und weil ich gerade so gemütlich sass, entfernte ich noch die Papieretiketten von den Dosen, die ich morgen entsorge, und band auch all die vielen Papiertüten zusammen, die sich angesammelt hatten. Ausserdem stopfte ich alle Plastiktüten in einen Abfallsack. Beides würde ich ebenfalls nicht mehr in diesen Mengen brauchen.

Zwischendurch sortierte ich noch eines meiner Büchergestelle neu ein und hatte einfach eine gute Zeit.

Man kann sich meine Freude vorstellen, als ich nach der ganzen Arbeit im Internet den nächsten Sammeltag nachsah und feststellte, der ist schon Morgen. Ich muss das Zeug also nicht noch eine Woche in der Wohnung aufbewahren!

Fünf Mal rauf und runter, nun ist das Altpapier und der Wochenmüll entsorgt und unter meinem Küchentisch sieht es richtig leer aus.

Ich bin einfach stolz auf mich, zum einen für die Erledigung, aber auch für die clevere Vorgehensweise. :-)

Ob ich heute noch Ricardo machen mag, muss ich mir allerdings nochmal überlegen. *lach*

12. Juli 2009 | Kategorie: me

Die geheime Liste

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Die geheime Liste ist wohl so um meinen Geburtstag rum entstanden, nur in meinem Kopf und ich weiss selber nicht genau, was drauf steht. Für dieses Wochenende kann ich aber bereits einige Punkte als erfolgreich begonnen markieren.

1. Nur noch jedes zweite Wochenende zu meinen Eltern (aber nicht blöd zu Hause rumzusitzen, sondern Freundschaften pflegen, siehe Punkt 4)
Um allfälligen Psychoterror zu vermeiden, hab ich das noch nicht so offen kommuniziert. Dieses Wochenende war das erste zu Hause und ich hatte gleich volles Programm. Unter anderem hatte ich per Zufall entdeckt, dass OHNE ROLF in Effretikon am Samstagabend eine Vorstellung geben würden. Gleich justine angerufen und gefragt, ob sie und ihr Freund mitkommen. (Sie ist sich ja daran gewöhnt, dass ich aussergewöhnliche Komik-Gruppen entdecke.) Die Vorstellung hat mich sprachlos gemacht, weil ich ständig lachen musste. Die zwei sind einfach umwerfend. Ich hätte nach den kurzen Ausschnitten im Internet nicht gedacht, dass sie das Publikum locker 1,5 Stunden unterhalten können. Falls jemand die Chance hat: Geht hin! Selbst Gehörlose können sich gut unterhalten. *hihi*

Nach der Vorstellung konnte ich den nächsten Punkt erfüllen.

2. Bier trinken
Das Torchwood-Team trinkt Bier. Pete McCarthy trinkt jede Menge Bier. Mein Ausgang würde sofort wesentlich günstiger werden, wenn ich auch Bier trinken würde. Aber seit ich mit 14 zu viel davon im Italienurlaub hatte…
Ich kann zumindest Panache trinken. Mag immer noch lieber Weisswein-Schorle oder Most, aber Panache ist OK. Gestern gleich mit vier davon gestartet.

3. Sport
Den Alkohol hatte ich mir Morgens bereits vor-abtrainiert. Beim Konditionstraining. Gestern, in Zürich, 11 Uhr Ortszeit. Es war anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Es hat gut getan, den ganzen Körper mal wieder so richtig zu bewegen. Ich hab zwar die Uebungen nicht komplett mitmachen können, weil mir nach 20 Minuten die Puste ausging (und ich anfing mich zu fragen, wie zum Teufel ich auf diese bescheuerte Idee…), hab aber tapfer im Anfängermodus mitgemacht. Muskelkater hält sich in erträglichem Rahmen. A. die Studienkollegin in der Umziehkabine getroffen. Sie geht um 12 Uhr ins Pilates, mach ich vielleicht nächste Woche auch.
Obwohl es hart war, hat es mir Spass gemacht. Wirklich. Wow. To be continued.

4. Freundschaften aktiv pflegen
Heute Sonntag dann also Punkt 4 erfüllt. R. den Schulkameraden aus der Kanti getroffen. Wir haben uns Mittags mit was zu futtern eingedeckt und sind an den Päffiker See gefahren. Die Wolkendecke ist wie auf Bestellung aufgerissen und hat uns den Aufenthalt am See mit viel Sonne versüsst. Viel geredet, gelacht. Später spazieren gegangen und noch in letzter Sekunde den Zug erwischt. Was uns an unsere Kantizeit erinnerte, wenn wir auf den Regionalzug gehetzt sind. Zum Abschied haben wir uns gegenseitig bestätigt, sowas bald wieder zu machen.

5. Buch herausbringen bis ich 35 werde
Am 3. oder 4. April lag ein Päcklein in meinem Briefkasten. G. hatte mir zum Geburtstag ein Buch aus meiner Amazon-Wunschliste geschenkt. Schreib den verd… Roman! hatte sie ausgesucht. Und dabei gar nicht gewusst, dass ich am 1. April ein kleines Büchlein erhalten hatte. Es trägt den Titel “Die Kantonsschule Frauenfeld und ihre Dichterinnen und Dichter” (pdf, 1,69 MB) und ich stehe auch da drin!

Ein Satz hat mir allerdings doch etwas zu denken gegeben: “[...] Dies ist das einzige Buch, in dem Nicole Wellinger je eines ihrer Werke publiziert hat, denn sie ist, wie sie selbst von sich sagt, zu faul, um ihre Texte richtig zu überarbeiten.” (Um genau zu sein bin ich übrigens vor allem zu faul, den passenden Verlag zu finden.) Ich las also diesen Satz und dachte mir, vielleicht sollte ich das bis zu meinem 35. Geburtstag ändern. G. hat mir also ohne es zu wissen genau das richtige Buch geschenkt.

Ist allerdings noch in Wartestellung. Hei, erst muss ich mal meine Steuererklärung machen!

19. April 2009 | Kategorie: me

Singel-sein als Ressource

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Was mir an der systemischen Psychologie gefiel, als ich mich aufgrund des Studiums damit beschäftigen musste, war die ressourcenorientierte Sichtweise.

Dass mein Therapeut Single-sein als eine positive Fähigkeit interpretiert, hat mich dann doch überrascht. Und glücklich gemacht. Nun muss ich mich nicht mehr wie ein Freak fühlen, ich hab halt einfach andere Qualitäten. *glücklich grins*

31. März 2009 | Kategorie: me

Vorsätze 2008 – Das Fazit

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Mal sehen, was so rausgekommen ist:

  • Mein Englisch erweitern, mein Französisch auffrischen, Italienisch beginnen (mit CDs)
    Nun ja: Englisch minimal verbessert, Französisch und Italienisch ist nix gegangen.
  • Jeden Monat mindestens 2 FreundInnen treffen (justine nicht mitgerechnet, sie sehe ich hoffentlich jede Woche :-) )
    In der Regel hab ich es auf eine Person gebracht. Im besten Fall. justine aber fast jede Woche gesehen.
  • Am Wochenende mindestens 1x 1 Stunde mit dem Hund laufen gehen
    Der Enthusiasmus hat auch nachgelassen.
  • Stipendien beantragen
    Erledigt. Abgewiesen, weil noch nicht genug lange steuerrechtlich wohnhaft in ZH. Der zweite an den Kanton Thurgau fehlt noch.
  • Wochenpläne erstellen
    Wie kam ich denn auf diese Idee?
  • Und last but not least: Assessment-Prüfung im Sommer bestehen!!!
    :-(

Dafür gemacht:

  • Tanzcrash-Kurs angefangen.
  • Etwas mehr entspannt, insbesondere im Job.
  • Mal wieder eine richtige Beziehung gehabt.
  • Endlich mal wieder das Herz gebrochen bekommen (nicht von K.!), also mal was neues.
  • Hamster statt Katzen.
  • Mit Hilfe meiner Schwester den Balkon in ein sommerliches Pflanzenparadies verwandelt.
  • Mit justine ein paar gute Gespräche geführt.
  • Eine alte Freundin wieder entdeckt.
  • Endlich die ultimative Frisur für mich gefunden… und eine gute Coiffeuse.
  • nicole-wellinger.ch neu gestaltet.
  • Einen Tutoratsjob an der Uni aufgerissen. Genauer gesagt, Betreuung des E-Learnings fürs Institut für Sonderpädagogik.
  • Einen guten Lernrhythmus gefunden.
  • Geweint, gelacht, genossen, gelitten, gelebt. To be continued…

Allgemeines Befinden: Gut. Nicht immer, aber immer öfters.

21. Dezember 2008 | Kategorie: me

Ratgeber, die was taugen

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Er steht einfach nicht auf dich!
von Greg Behrendt und Liz Tuccillo
Für die Kennenlernphase. Weil es so einfach ist, sich selbst vorzumachen, das schlechte Benehmen des Schwarms bedeute etwas anderes als “Er steht einfach nicht auf dich”.

Warum die nettesten Männer die schrecklichsten Frauen haben…. … und die netten Frauen leer ausgehen
von Sherry Argov
Für die Beziehungsphase. Ein Plädoyer für mehr Selbstsicherheit.

Sorge dich nicht, lebe!
von Dale Carnegie
Für ein sorgloses Leben und guten Schlaf. Das Buch ist schon ziemlich alt, aber noch immer aktuell. Statt sich endlos darüber zu sorgen, was morgen, in einer Woche oder in einigen Jahren sein wird, einfach mal nur den aktuellen Tag angehen. Kann das Leben verlängern.

Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
von Karen Kingston
Fürs erfolgreiche Ausmisten. Weil man doch oft an viel zu vielen Dingen hängt oder sich nicht getraut, sie einfach weg zu werfen. Dabei fühlt man sich nach einer zünftigen Aufräumaktion doch so richtig befreit.

Und noch ein Online-Tipp:
Der Persönlichkeits-Blog
http://www.persoenlichkeits-blog.de
Der Psychologe und Coach Roland Kopp-Wichmann verrät praktische Tipps und Informationen fürs Privat- und Berufsleben.

30. September 2008 | Kategorie: lernen, lesen, links, me

Nicoles skurriles Leben

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Essenseinladung ausgesprochen (oder genauer gesagt: als SMS getippt) und nun hoffen, eine Absage zu bekommen, weil ich heute Abend lieber die neuen Folgen von Grey’s Anatomy und Dr. House gucken würde.

(Sowas kommt in verschiedenen Kombinationen immer mal wieder vor.)

(Und eigentlich bin ich nur betupft, weil nicht sofort eine Zusage kam. S. hat mir aber versichert, dass “viel Arbeit” keine Ausrede sei. Zumindest bei ihm.)

25. August 2008 | Kategorie: me

Update

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Keine Ahnung, wie ich darauf kam, hab mir aber gerade die “arbeit”-Kategorie in meinem Blog durchgelesen. Kommt selten genug vor. Stelle aber jedesmal wieder fest, dass ich

  1. tatsächlich Humor habe. (Vermute allerdings, das sehen andere nicht so. Kann ich mit leben, auch wenns ein bisschen enttäuschend ist.)
  2. mein Zeug gerne lese.

Es ist mitten in der Nacht, ich schreib neuerdings Gee Roman-E-Mails statt hier Einträge.

Es geht mir gut. Mehrheitlich. Nächte sind etwas schwierig, wenn ich alleine bin, aber das ist ja nichts neues. Neu ist dafür, dass mir dann trotz allem Schmerz einfällt: “Eigentlich bin ich ja glücklich.” Und dann bin ich immer einen Moment sprachlos und geschockt, weil “Glücklich” garantiert nicht in mein Leben reinpasst. Dazu bin ich einfach nicht gemacht.

BFK ist wieder da.
Die Zukunft ist leider eine unsichere Sache. Und ich fühl mich vom Universum beschissen, mir so einen tollen Kerl zu schicken und vielleicht ist es in ein paar Wochen vorbei. (Dabei haben wir gerade die 100 Tage erreicht, was in Süd-Korea eine wichtige Zahl ist.)

Die Vergangenheit drängt sich auch wieder unangenehm auf, und ich bin leider wenig erfolgreich mit meinen Versuchen, nicht weiter daran zu denken. Aber es tut nicht weh, sondern ist eher ein komischer Druck im Sternum-Bereich, da wo ich auch Prüfungsangste hab.

Aber nach heute ist das letztere auch wieder besser. BFK hat diese Woche Prüfungen, und weil ich ihn vermisste, kam er gestern Abend zu mir. Heute schmiss ich ihn um 8.15 Uhr aus dem Bett und wir lernten gemeinsam bis 15 Uhr (natürlich mit meinen üblichen 15 Min. Pause nach 45 Min. lernen und Mittagessenspause von 11.45 bis 13 Uhr). Ich hab heute also 6 Stunden gelernt.

Gestern hatten wir auch noch schnell eine Lernsession von 22 Uhr bis Mitternach hingelegt, was mein schlechtes Gewissen enorm entlastete, verbrachte ich doch den Morgen damit, zwei Folgen der Serie “Dexter” zu gucken, die mir meine Schwester empfohlen hatte. Wie sie mir in einem Antwortmail mitteilte, hatte sie den schwulen Bruder aus “Six Feet Under” gar nicht mehr erkannt.

Mittags traf ich dann N. die Freundin aus Kantizeiten, und nach einem Mittagessen im Wagamama liefen wir zwei Stunden shoppend durch die Stadt. Ich war tot, als ich heimkam, aber es hat unheimlich Spass gemacht. Und es ist toll, wenn man so spontan sein kann.

Heute dann überraschend ein Paket von Amazon, mit einem ketzerischen Kinderbuch und einem wundervollen Kurzgeschichtenbuch. Lesestoff, nach 6 Stunden musste ich dringend das Niveau wieder senken *g*.

Letzten Samstag hab ich “geweeded”. “to weed” bedeutet “jäten” in englisch, was mich total von den Socken gehauen hat. “Weed” ist nämlich das Wort, das ich am liebsten für Gras/Mari*huana verwende.

Sonntag dann um 6 Uhr früh aufstehen und zum EuroAirport nach Basel Mulhouse fahren. Lief alles wunderbar, auch noch keine besoffenen EM-Fans im Zug, das war toll. BFK ist schön braun geworden in Skandinavien und K. der Amerikaner kämpfte mit den Folgen von exzessivem Alkoholkonsum (sprich, er war wirklich kran die letzten zwei Tage. Sowas kann passieren, kenne ich. Der Alkohol scheint das Immunsystem nachhaltig zu schwächen.) Die Heimfahrt verlief ruhig (keine nervigen EM-Fans), der Sonntag auch.

Seither am mehr oder weniger seriösen lernen. Mein Schlaf-Wach-Rhythmus ist schon länger total aus dem Gleichgewicht, aber solange ich mich nicht schlecht dabei fühle, ist das nicht schlimm.

Letzten Donnerstag justine überzeugt, die Diplomausstellung von L. dem Freund aus 10. Schuljahrzeiten zu besuchen. Es war der letzte Tag, also höchste Eisenbahn. Wie sich herausstellte, haben wir auch den Tag der Diplomverleihung erwischt. Was bedeutete:

  • L.s Eltern waren auch da, die beiden habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen (L.s Bruder war mal mein Freund, ich hing da also einige Zeit rum :-) )
  • Es gab kostenloses Essen (indische Reisgerichte und Poulet), non-alkoholische Getränke und Eis

Darüber war ich sehr entzückt, Zürich ist ja doch ein teures Pflaster und ich war am verhungern. Für die Diplomoarbeit von L., ein Gesellschaftsspiel, erhalten wir noch eine Privateinführung. Ist auch nötig, die Spielanleitung haben wir nämlich nicht verstanden *lach*.

Was noch? Zwei Wochen noch bis zur grossen Prüfung. Ich versuche, so seriös wie möglich zu leben. Bis dahin kein Alkohol (hab zum Glück auch keine Lust drauf), keine Parties (*schnüff*), viel Obst und Gemüse, regelmässige Mahlzeiten, einmal pro Tag mindestens 30 Min. spazieren gehen (falls das Wetter stimmt).

Und nun sollte ich wirklich langsam ins Bett, muss um 7.30 Uhr wieder aufstehen. Vielleicht gönne ich mir noch 15 Minuten mehr. *ggg*

12. Juni 2008 | Kategorie: lesen, me

Koreanische Gerichte

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Gee kommt am Montag auf Besuch und hat sich etwas Koreanisches als Abendessen gewünscht.

Hm. Ich hab noch nie was Koreanisches gekocht, und BFK ist auch nicht da! Hab ihr dann ein einfaches Gericht angeboten, dass BFK oft kocht. (Reis mit Ei und Gim – die Koreanische Variante von Nori, den Seetangblättern, die für Sushi verwendet werden, Beilage gebratener (!) Salat.) Also gleich meinem zur Zeit bei Helsinki weilenden Freund geschrieben und nachgefragt, wie die Sauce heisst, die er für den Salat benutzt. Da ich am Freitag in Zürich bin, kann ich gleich noch einen Abstecher ins Koreanisch/Japanische Restaurant/Lebensmittelshop bei der Bahnhofstrasse machen.

Soeben aber auf eine tolle Website mit vielen Rezepten gestossen. Vielleicht mach ich Bulgogi. Das hab ich im erwähnten K/J R/L gegessen, ist sehr lecker. (Und wird in Korea deswegen gerne den Touristen serviert *g*.)

Wer sich dafür interessiert, hier der Links:
http://www.willi-stengel.de/page8.htm

29. Mai 2008 | Kategorie: me
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