Update

Keine Kommentare »

Keine Ahnung, wie ich darauf kam, hab mir aber gerade die “arbeit”-Kategorie in meinem Blog durchgelesen. Kommt selten genug vor. Stelle aber jedesmal wieder fest, dass ich

  1. tatsächlich Humor habe. (Vermute allerdings, das sehen andere nicht so. Kann ich mit leben, auch wenns ein bisschen enttäuschend ist.)
  2. mein Zeug gerne lese.

Es ist mitten in der Nacht, ich schreib neuerdings Gee Roman-E-Mails statt hier Einträge.

Es geht mir gut. Mehrheitlich. Nächte sind etwas schwierig, wenn ich alleine bin, aber das ist ja nichts neues. Neu ist dafür, dass mir dann trotz allem Schmerz einfällt: “Eigentlich bin ich ja glücklich.” Und dann bin ich immer einen Moment sprachlos und geschockt, weil “Glücklich” garantiert nicht in mein Leben reinpasst. Dazu bin ich einfach nicht gemacht.

BFK ist wieder da.
Die Zukunft ist leider eine unsichere Sache. Und ich fühl mich vom Universum beschissen, mir so einen tollen Kerl zu schicken und vielleicht ist es in ein paar Wochen vorbei. (Dabei haben wir gerade die 100 Tage erreicht, was in Süd-Korea eine wichtige Zahl ist.)

Die Vergangenheit drängt sich auch wieder unangenehm auf, und ich bin leider wenig erfolgreich mit meinen Versuchen, nicht weiter daran zu denken. Aber es tut nicht weh, sondern ist eher ein komischer Druck im Sternum-Bereich, da wo ich auch Prüfungsangste hab.

Aber nach heute ist das letztere auch wieder besser. BFK hat diese Woche Prüfungen, und weil ich ihn vermisste, kam er gestern Abend zu mir. Heute schmiss ich ihn um 8.15 Uhr aus dem Bett und wir lernten gemeinsam bis 15 Uhr (natürlich mit meinen üblichen 15 Min. Pause nach 45 Min. lernen und Mittagessenspause von 11.45 bis 13 Uhr). Ich hab heute also 6 Stunden gelernt.

Gestern hatten wir auch noch schnell eine Lernsession von 22 Uhr bis Mitternach hingelegt, was mein schlechtes Gewissen enorm entlastete, verbrachte ich doch den Morgen damit, zwei Folgen der Serie “Dexter” zu gucken, die mir meine Schwester empfohlen hatte. Wie sie mir in einem Antwortmail mitteilte, hatte sie den schwulen Bruder aus “Six Feet Under” gar nicht mehr erkannt.

Mittags traf ich dann N. die Freundin aus Kantizeiten, und nach einem Mittagessen im Wagamama liefen wir zwei Stunden shoppend durch die Stadt. Ich war tot, als ich heimkam, aber es hat unheimlich Spass gemacht. Und es ist toll, wenn man so spontan sein kann.

Heute dann überraschend ein Paket von Amazon, mit einem ketzerischen Kinderbuch und einem wundervollen Kurzgeschichtenbuch. Lesestoff, nach 6 Stunden musste ich dringend das Niveau wieder senken *g*.

Letzten Samstag hab ich “geweeded”. “to weed” bedeutet “jäten” in englisch, was mich total von den Socken gehauen hat. “Weed” ist nämlich das Wort, das ich am liebsten für Gras/Mari*huana verwende.

Sonntag dann um 6 Uhr früh aufstehen und zum EuroAirport nach Basel Mulhouse fahren. Lief alles wunderbar, auch noch keine besoffenen EM-Fans im Zug, das war toll. BFK ist schön braun geworden in Skandinavien und K. der Amerikaner kämpfte mit den Folgen von exzessivem Alkoholkonsum (sprich, er war wirklich kran die letzten zwei Tage. Sowas kann passieren, kenne ich. Der Alkohol scheint das Immunsystem nachhaltig zu schwächen.) Die Heimfahrt verlief ruhig (keine nervigen EM-Fans), der Sonntag auch.

Seither am mehr oder weniger seriösen lernen. Mein Schlaf-Wach-Rhythmus ist schon länger total aus dem Gleichgewicht, aber solange ich mich nicht schlecht dabei fühle, ist das nicht schlimm.

Letzten Donnerstag justine überzeugt, die Diplomausstellung von L. dem Freund aus 10. Schuljahrzeiten zu besuchen. Es war der letzte Tag, also höchste Eisenbahn. Wie sich herausstellte, haben wir auch den Tag der Diplomverleihung erwischt. Was bedeutete:

  • L.s Eltern waren auch da, die beiden habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen (L.s Bruder war mal mein Freund, ich hing da also einige Zeit rum :-) )
  • Es gab kostenloses Essen (indische Reisgerichte und Poulet), non-alkoholische Getränke und Eis

Darüber war ich sehr entzückt, Zürich ist ja doch ein teures Pflaster und ich war am verhungern. Für die Diplomoarbeit von L., ein Gesellschaftsspiel, erhalten wir noch eine Privateinführung. Ist auch nötig, die Spielanleitung haben wir nämlich nicht verstanden *lach*.

Was noch? Zwei Wochen noch bis zur grossen Prüfung. Ich versuche, so seriös wie möglich zu leben. Bis dahin kein Alkohol (hab zum Glück auch keine Lust drauf), keine Parties (*schnüff*), viel Obst und Gemüse, regelmässige Mahlzeiten, einmal pro Tag mindestens 30 Min. spazieren gehen (falls das Wetter stimmt).

Und nun sollte ich wirklich langsam ins Bett, muss um 7.30 Uhr wieder aufstehen. Vielleicht gönne ich mir noch 15 Minuten mehr. *ggg*

12. Juni 2008 | Kategorie: lesen, me

Effizient arbeiten mit anderen Menschen

1 Kommentar »

Nicoles Arbeitsgesetzt Nr. 1:
Finde heraus, wie ein Arbeitkollege am schnellsten auf dein (dringendes) Anliegen reagiert. Handle danach.

Konkrete Umsetzung:

Arbeitkollege 1: Ich bleibe in der Tür stehen und warten, bis er mein Anliegen erledigt hat. Kann unter Umständen bis zu einer Stunde dauern. Immer noch besser, als eine Woche zu warten. Oder einen Monat. Ich gebe mich in der Zwischenzeit meinen Tagträumen hin und versuche meinen schmerzenden Rücken zu ignorieren. Weglaufen würde eine weitere Verzögerung bedeuten.

Arbeitskollege 2: Bei dringenden Problem schreibe ich keine E-Mails, sondern tippe das ganze in ein Word, das ich ausdrucke und an seinen Arbeitsplatz lege. Erledigungsgarantie bei ca. 80% ohne Nachfragen, 100% bei Nachfragen.

Arbeitskollege 3 und 4: Ich frage immer wieder nach, ob eine Arbeit erledigt ist, bzw. erinnere die beiden regelmässig daran.

Und da werde ich immer schräg angeschaut, wenn ich erzähle, ich fühle mich im Büro wie eine Kreuzung aus Kindergärtnerin, Mami und Domina.

19. September 2007 | Kategorie: arbeit

Sonntag von 17.45-00.07 Uhr

Keine Kommentare »

Normalerweise komme ich Sonntags meist erst um 21.45 Uhr wieder zu Hause an. Und obwohl mein Vater und ich sturmfrei gehabt hätten, da Mam und Schwester morgens nach Berlin geflogen sind, hab ich es vorgezogen, mich früher in meine eigenen vier Wände zurück zu ziehen. So hat Dad immerhin den Fernseher für sich, auch wenn ihm das mit seiner Erkältung nicht viel brachte. Manchmal gehts nichts über eine Glotze im Schlafzimmer.

Ich war also bereits am frühen Abend wieder zu Hause und schaltete meinen Computer an. Kurz kam noch B. der Niederländer und Austauschstudent vorbei, um sich seinen Wochenplan auszudrucken und vollquatschen zu lassen. In den folgenden Stunden hab ich:

- 12 E-Mails beantwortet oder geschrieben, darunter ein sehr langes.
- Die Zusatz-DVD zu “The Fountain” überflogen.
- Das Review zu “The Fountain” geschrieben (sowas dauert grundsätzlich mind. 1,5 h)
- Die ricardo.ch-Abrechnung für meine Eltern geschrieben.
- Die Songs von meinem iPod mittels Converter auf meinen Computer geholt.
- Die Songs, welche der Converter nicht mit dem richtigen Titel und Interpreten angeschrieben hat bzw. wo die Umlaute verloren gingen, neu angeschrieben.
- Alle Songs sowie einige Videoclips auf meinen neuen mp3-Player überspielt.

Anschliessend fiel ich total erschöpft ins Bett und schlief den Schlaf der Gerechten einer Person, die unheimlich viel geschafft hat eine Menge Pendenzen abgearbeitet hat.

Weil ich heute Nachmittag frei habe, kann ich die Zeit nutzen, um:

- Meine Wäsche zu waschen
- Blogeinträge zu den folgenden Themen zu schreiben:

  • Meine Schwester ist IKEA-Model (inkl. Foto), Bericht von der Vernissage.
  • Meine beste Freundin ist Master of Arts (inkl. Foto), Bericht von der Diplomfeier.
  • Mein neuer mp3-Player ist gekommen, Bericht über die Funktionen und warum kein neuer iPod.
  • B. der Austauschstudent ist angekommen, Bericht vom Willkommensessen.
  • Museumsnacht in St.Gallen.
  • Meine Nebenfachwahl.
  • Wahrscheinlich hab ich noch irgendwas vergessen.

(Setzt man bei Aufzählungen eigentlich einen Punkt hinter die Sätze?)

Mal sehen, ob ich den Rest heute noch schaffe. Denn um 17 Uhr muss ich schon wieder los, dann ist Buddy-Apero an der School of Management. Bin gespannt, die anderen Mentoren kennen zu lernen. Nach unserem Apero stossen wir zu den Austauschstudenten, mal sehen, was der Abend anschliessend noch bringt.

10. September 2007 | Kategorie: me

“Mal eben schnell…” Das Los der Webdesigner

4 Kommentare »

Natürlich kann da oben jede erdenkliche Berufsgattung eingefügt werden. Ich denke, Aerzte aller Gattungen haben mit dem gleichen Problem zu kämpfen, Steuerberater, und so weiter.

Creezy hat mir via Melody mal wieder die Regel Nr. 1 ins Gedächtnis gerufen:

Niemals für Freunde arbeiten.
Niemals unentgeltlich für Freunde arbeiten.
Niemals auch nur für lau für Freunde arbeiten.

Interessanterweise und wie das oft so ist, fällt diese Regel mit zwei Ereignissen zusammen:

1. Ich habe kürzlich meinen RSS-Reader um zwei Foren aus XING ergänzt. Im einen haben sich verschieden Webworker darüber ausgelassen, dass sie von Freunden, aber auch Unbekannten, wegen Websites angefragt werden. Natürlich kostenlos. “Macht sich ja gut als Referenz.”

Die eine oder der andere weiss vielleicht, dass ich unter html.nicole-wellinger.ch schon seit Beginn meiner Webdesignerkarriere einen HTML-Lehrgang stehen habe. Hab das Ding schon lange nicht mehr angefasst, weil es gerade bei Ebayern so beliebt war aber einfach stehen lassen. Trotzdem ist in den vergangenen… sechs Jahren nur eine einzige solche Anfrage reingekommen. Zum Glück.

2. Fragt mich dann gestern C. der Praktikant, ob ich mal schnell zu ihm kommen und die Website einer befreundeten Band neu machen könnte. Technisch, weniger designmässig.

Er hat mich zu einem äusserst schlechten Zeitpunkt erwischt. In den letzten Tagen und Wochen konnte ich nur schlecht schlafen und bin oft sehr, sehr müde. Die Selbstverständlichkeit, mit der er meine Mitarbeit erwartet hat, liess meine Laune unter Null sinken. Ich hatte keine Lust auf das Projekt, vor allem nicht für lau. Wenn mich Freunde anfragen, bieten sie mir immerhin etwas im Gegenzug an.

Hab mich also dazugesetzt, mir die Site angesehen und von Joomla zu reden angefangen. Ich mag Joomla. Joomla ist geil. Und witzigerweise kann ich jeden potentiellen Kunden damit vertreiben. Man muss den Leuten nur alles zeigen, ausführlich von den Extensions reden, und schon schalten sie auf Durchzug. Sehr praktisch. (Und sollte natürlich bei echten Kunden nicht so laufen.)

Ich wurde ja bisher von solchen Anfragen grösstenteils verschont. Ansonsten gibt es bei mir eine wichtige Regel: Wenn ich ein Projekt für eine Person aus meinem Familien- oder Freundeskreis umsetze, hab ich freie Hand. Natürlich darf der Empfänger am Design mitreden, ansonsten will ich aber keine Klugscheissereien hören. Als eine Aushilfe meiner Mam eine unqualifizierte Bemerkung zur alten noichl-Website machte (abzielend auf “Wieso hat die Site keine Frames?”), war ich sofort und für Tage auf 180. Meine Mutter muss sich kaum um diese Website kümmern, ich pflege sie mehr oder weniger regelmässig und absolut selbständig, sie sieht gut aus und ich baue alle zwei Jahre die aktuelle Erkenntnisse in ein Redesign ein, also Mund halten. Insbesondere Leute, die nicht als Webdesigner arbeiten. (Von Webdesignern würde ich mir natürlich was sagen lassen, aber die halten es wahrscheinlich wie ich: geht mir nix an.)

Auch an der Geburtstagsparty meiner Grossmutter vor zwei Wochen kam das Thema aufs Webdesign, und ich kann dazu einfach nur sagen: Ich wäre theoretisch auch fähig, ein Haus selbst zu bauen. Aber wenn ich dann tatsächlich hingehe, werden die Mauern vielleicht nicht senkrecht stehen, ich hab keine Ahnung von Bauvorschriften, etc. Aber jeder Idiot der einen Computer hat und weiss, wie Links funktionieren, glaubt in der Lage zu sein, eine gute Website auf die Beine zu stellen. Ich sitze also auf gut deutsch total überbezahlt für eine Dienstleitung im Büro, die jeder Idiot selbst machen könnte. Ja, so ist das.

Ein anderes Problem ist der Arbeitsaufwand. Einer fixfertigen Website, insbesondere wenn sie mit einem CMS läuft, sieht man die Stunden mit entwerfen, einrichten, Texte schreiben und einpflegen nicht an. (Manche Kunden kommen tatsächlich zu mir, und ich muss dann noch die ganzen Texte schreiben. Die haben sich noch nie Gedanken darüber gemacht, die Arbeitsanweisung ist dann einfach: “Machen Sie uns mal eine schöne Homepage.” Aber mit welchem Inhalt denn?)

Meine Mutter hat mir mal irgendwann den Vorwurf gemacht, ich unterstütze sie nicht genug ihre Papeterie betreffend. Seither führe ich auch für sie einen Arbeitsrapport, den sie jeweils Ende Jahr zu sehen bekommt. Da sammeln sich in einem normalen Jahr rund 40 Stunden (immerhin eine komplette Arbeitswoche!), in einem Redesignjahr das doppelte oder dreifache an. Und das nur für kleine Neuigkeiten mit Bild zweimal pro Monat oder einem neuen eingescannten Zeitungsartikel ab und zu.

Mein Rezept um solche Anfragen ab zu schmettern: Fachchinesisch. Gibt ja genügend grossartige Wörter (SEO, Usability, CMS,…). justine macht das auch so, wenn ihr die Eltern ihrer behinderten SchülerInnen mit unqualifizierten Vorschlägen kommen, quasselt sie sie mit Fachchinesisch zu. Schliesslich hat sie einen Master in Heilpädagogik und durchaus ein gutes Gespür für Kinder. (Sollte sie mal arbeitslos werden, kann sie sich locker als Supernanny bewerben.)

Und von der vielen Zeit reden, die man investieren muss in die Texte und die Pflege der Website. Die wenigsten Leute haben Lust, sich grossartig damit zu beschäftigen. Auch wenn die Site nix kosten würde.

14. August 2007 | Kategorie: me

1. August-Wettrennen gewonnen

Keine Kommentare »

Am 1. August, dem Nationalfeiertag der Schweiz, hat sich für uns eine Art Tradition herausgebildet: Ob Regen oder Sonnenschein, die Familie W. verkauft Feuerwerk.

Wir stellen dazu Morgens in Sulgen und in Kradolf je ein grosses Zelt auf, dass uns freundlicherweise vom Pfotenshop geliehen wird. Anschliessend verkaufen wir meist in der Kombination Mam/Ich, Dad/meine Schwester bis ca. 16 Uhr Feuerwerk. Die letzten zwei sind davon nicht wirklich begeistert, bei mir ist das wie mit dem weihnachtlichen Kirchgang: Ein Jahr hatte ich enormen Widerwillen und wollte nicht, anschliessend hab ich mich mit meinem Schicksal abgefunden. Familienengagement ist nun mal gefragt. Und ich kann mal wieder verkaufen, was ist eigentlich sehr gerne mache.

Gestern gefiel mir auch, weil ich endlich den neuen Harry Potter zu lesen beginnen konnte. Ausserdem, wie würde der 1. August sonst ablaufen? Rumhängen und nix tun, zu viel essen vielleicht.

Normalerweise gibt es jeweils auch ein kleines Wettrennen, welcher Standort mehr Umsatz macht. Sulgen ist normalerweise im Nachteil, was mich immer wieder wundert. Dieser Stand steht nämlich an der Hauptverkehrs-Ader durch den Kanton Thurgau. Ausserdem hat mein Vater es absolut drauf, Männern Feuerwerk zu verkaufen. Er erklärt ihnen immer, dass sie mit diesen riesigen Batterien der King im Quartier seien, die Nachbarn neidisch gucken bla bla bla. *lach* Ich könnte sowas wahrscheinlich nicht rüberbringen, ohne in einen haltlosen Lachanfall auszubrechen, er erzählt das hingegen mit grossem Ernst und entsprechendem Erfolg.

Normalerweise rechnet meine Mutter Abends dann nach, wieviel Umsatz mit jeder Kasse gemacht wurde, und wir feiern das gebührend mit etwas hübschem Feuerwerk. Gestern war sie nach dem langen, warmen Tag (der erste seit Jahren!) ziemlich kaputt. Wie versprochen kam aber heute Morgen der Anruf: Die beiden Kassen unterscheiden sich um ca. 7 Fr. Wir haben nur gewonnen, weil, als alles Zeug bereits im Auto verstaut war, noch ein Mann ankam, er wolle für 30 Fr. einkaufen, aber tatsächlich 50 Fr. liegen liess. (Hoffentlich auch, wir mussten das Feuerwerk schliesslich mühsam rauskramen.) Normalerweise beträgt der Unterschied drei- bis vierhundert Franken.

War auf jeden Fall ein angenehmer Tag. Wir haben sogar eine neue Bestmarke aufgestellt. So mag ich den 1. August.

(Und das tolle Wetter gestern tröstet mich über das miese heute hinweg…)

02. August 2007 | Kategorie: me

Ruhe

5 Kommentare »

Gerade fühle ich mich ruhig. Entspannt. Gut.

Am Wochenende schleppte meine Schwester ihr 10-monatiges Patenkind an. Normalerweise meide ich ja Kinder wie der Teufel das Weihwasser. Da kann man mir erzählen was man will, die Dinger sind ansteckend. Doch sobald sie mit mir verwandt oder sonst wie verbändelt sind, sind sie plötzlich nicht mehr halb so schlimm/hässlich/nervig.

Der kleine Y. ist ein süsser Wonneproppen, dem es am liebsten ist, wenn man ihn vor den Bauch hält und er rumgucken kann. Bei mir war er wider Erwarten sehr ruhig und zufrieden. Auch der unvermeidliche Kommentar meines Vaters, ob ich nicht auch bald Enkel produzieren wolle (Ich? Dad, ich bin die Single-Tochter! Meine Schwester hat schon seit längerem eine Beziehung, wenn du Enkelkinder willst, wende dich an sie!) hat mich nicht sonderlich gestört.

Gestern gelang es mir sogar, eine Stunde zu lernen. Was ein Rekord ist, normalerweise krieg ich alleine nicht mal 5 Minuten hin. Ich setzte mich um 22 Uhr an den Tisch und begann den Stoff der letzten drei Wochen durch zu arbeiten. Von meiner Mam hatte ich am Wochenende A3-Blätter mitgenommen, auf die ich nun Mind-maps zu Einstellung, Forschung über Einstellung, Einstellung-Verhalten etc. schrieb. Um elf wurde dann meine Schrift langsam krakelig, und ich beschloss, endlich das Büchergestell vom einen Ende der Wohnung gegen den Katzenbaum am anderen Ende auszutauschen. Das hatte ich eigentlich am Samstag erledigen wollen, zusammen mit der Steuererklärung, doch beides nicht so richtig gemacht.

Apropos Steuererklärung: Ja, es ist mal wieder soweit. Ende März war Abgabetermin, erledigt werden muss es noch bis zu meinem Urlaub in einer Woche. Noch eine Woche, wow.

Ich höre schon seit fast zwei Wochen “Passive” von A Perfect Circle. Eigentlich hätte ich mittlerweilen Lust, mal wieder was anderes zu hören, doch irgendwie ist dieses Lied das einzige, dass mir im Moment gefällt. Absolut perfekt.

Könnte ich dieses Gefühl bitte in eine Flasche stopfen und imemr wieder hervorholen, wenn ich so unglaublich aufgedreht bin, dass ich nicht mehr weiss, wohin mit meiner Energie? Das ist schon fast Glückseligkeit…

11. April 2007 | Kategorie: irritation, me, studium

Alles neu, macht der…

Keine Kommentare »

… ähm, in diesem Fall wohl Ostern.

Ich habe kurz vor Ostern die Website der Papeterie meiner Mam www.noichl.ch und

meine private Gedichte- und Geschichte-Website www.kopfchaos.ch

auf Joomla umgestellt. War eine Heidenarbeit, vor allem, weil ich eine Ewigkeit brauchte, bis ich die Logik dieses CMS durchschaute (hab ich wohl immer noch nicht 100%ig, aber für meine Zwecke reichts).

kopfchaos.ch hat nach einigen Anlaufschwierigkeiten nun auch dank RewriteRule (Apache ist sooooooo cool) “normale” Pfade, sieht aber vom Layout her immer noch fast wie die alte html-Seite aus *g*. Ausserdem ist es noch eine Baustelle, ich wusste gar nicht, dass ich so viele Texte dort drauf habe. Im Moment bin ich einfach stupid am kopieren, in einem zweiten Arbeitsschritt kommen die “neueren” Texte (sprich ab 2002) rein, dann das Shortstory-Projekt und dann hab ich evtl. mal Lust, die alten Texte durch zu gehen und nicht so gute raus zu schmeissen. Aber das ist im Moment noch Zukunftsmusik.

An kopfchaos.ch hab ich noch ziemlich rumgekaut, noichl.ch hat dann einiges mehr Spass gemacht. Was mich an Joomla einfach stört ist, dass man immer noch Tabellen ausgegeben bekommt. Das alles auf div umzustellen ist wohl kaum möglich. Der php-Code ist die Hölle, tausende von ifs und elses und nur eine Lösung: Finger davon lassen und am CSS rummanipulieren, so gut es geht. Joomla bietet ja durchaus ein paar nette Möglichkeiten mit Page_Suffixen, die man individuell pro Seite vergeben kann. Vielleicht finde ich mal neue php-Codes, die auf Tabellen verzichten.

Viel Spass auf jeden Fall beim Schmökern.

Nachtrag: Ach ja, die wichtigste Aenderung hab ich ganz vergessen: Jetzt steht schön brav überall mein richtiger Name. Ich werde wohl erwachsen :-)

10. April 2007 | Kategorie: blog- & webthings

Kindheitserinnerungen zum kaufen

2 Kommentare »

Vor gut einem Monat hatten wir das Weihnachtsessen der Papeterie meiner Mam. Meine Schwester -frisch aus Irland zurück- und ihr Freund sassen gegenüber und kamen irgendwann auf das Thema “Bücher aus unserer Kindheit”. Meine Schwester erwähnte dabei eine Serie, die wir angeblich beide gelesen hatten: “Raumschiff der Abenteuer”. Ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern.

Sonntagnacht lag ich dann in meinem Bett und plötzlich fiel es mir wieder ein. Eigentlich beschränkt sich die Erinnerung auf eine Gefühl der Begeisterung, und dass es um drei (?) Kids und ihre Eltern ging, die in einem ausserirdischen (?) Raumschiff durchs All unterwegs sind. Weil das Raumschiff nicht von ihnen ist, können sie auch nicht alle Räume betreten. Eines Tages gelangt ein Sohn in einem Raum, dessen Boden total weich ist. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.

Ich habe dann mal Google mit dem Titel gefüttert, weil ich mir als 8- oder 9-jährige natürlich nicht um den Namen des Autors gekümmert habe. Zum ersten Mal spuckte die mächtige Maschine nur einen einzigen Treffer aus, der mir auch nicht weiterhalf.

Gestern konnte ich wegen einem wieder zurückgekehrten heftigen Husten nicht schlafen und setzte mich nochmal vor die Kiste. Ich bilde mir ein, in der Internetrecherche durchaus gut zu sein, und nichts gefunden zu haben kratzte deutzlich an meinem Stolz. Ausserdem musste das Buch doch auf einer der vielen Buchantiquariatsseiten verfügbar sein, dort gibt schliesslich alles!

Auf den Antiquariatsseiten wurden mir nur Treffer mit den Original Abenteuer vom Raumschiff Enterprise angezeigt. Also zurück zu Google. Diesmal spuckte das Ding gar nichts aus. Also tat ich das für mich undenkbar: Ich versuchte es mit Yahoo.

Es kam nur ein einziger Treffer, der war jedoch so eine Art Sechser im Lotto: In einem Forum wurde über den Schreibstil von Wolfgang Hohlbein diskutiert und es wurde erwähnt, dass er die Serie unter einem Pseudonym geschrieben hat.

Leider konnte ich auch in seinem Werkverzeichnis nichts finden. Bis mir der Zufall half. Ich hatte nämlich nicht den korrekten Titel eingegeben. Die Serie heisst:

Sternenschiff der Abenteuer (Wolfgang Hohlbein als Martin Hollburg)

Es gibt tatsächlich sieben Bücher von der Serie, in der Bibliothek waren damals nur drei verfügbar. Alle sieben sind in diversen Buchantiquariaten erhältlich. Nun weiss ich schon, was ich mit meinem Geburtstagsgeld mache. *strahl*

Dies ist übrigens nicht das erste Mal, dass ich Kindheitserinnerungen nachkaufe. Ich besitze mittlerweilen alle Kassetten der Serie “Burg Schreckenstein”.

Mein nächstes Projekt ist es, das grosse Kinderbuch mit dem bootfahrenden Dachs wieder zu finden. Der wurde eines Nachts vom bösen Fuchs überfallen. Ich hatte das Buch in den Urlaub auf dem Hausboot in Frankreich mitgenommen und von da an kaum schlafen können, aus Angst, überfallen zu werden *lach*. Dummerweise kenne ich weder Titel noch Name noch sonst was. Mal sehen, lässt sich sicher finden.

Irgendwo bei meinen Eltern sollte auch noch das “ABC für Minidetektive” sein, das vermisse ich nämlich zwischenzeitlich ebenfalls. Und nein, ich bin nicht Büchersüchtig :-)

02. März 2007 | Kategorie: lesen, me

Von Hunden und Katzen

2 Kommentare »

Am Dienstag wartete ich auf meine zwei Begleitungen zur Vorpremiere im Starbucks am Central. Neben mir sassen zwei Frauen, ein Junge und drei Hunde in unterschiedlicher Grösse, von ziemlich gross bis Ratte. Dabei wurde mir mal wieder bewusst, dass ich eindeutig ein Katzentyp bin.

Versteht mich nicht falsch: Hunde sind ok. Was ich an Hunden einfach nicht ausstehen kann: Sie stinken in der Regel nach Hund. Ich bin ja ohnehin ziemlich empfindlich bei Gerüchen, und der Hundegeruch gehört für mich eindeutig in die Kategorie “Gestank”. Ist mir wirklich ein Rätsel, wieso diese Viecher so stinken müssen. Offenbar ist es eine Frage der Ernährung, Feuchtfutter oder rohes Fleisch führt wohl dazu. Der Hund meiner Eltern war lange Zeit eine angenehme Ausnahme, doch das Alter scheint auch eine Rolle zu spielen.

Katzen sind da viel besser. Wenn sie nicht gerade einen Spaziergang durch ein Gülle-Feld gemacht haben, stinken Katzen nicht.
Dachte ich zumindest bisher. Wurde aber am Samstag eines Besseren belehrt.

Die zwei Kater meiner Eltern hatten nämlich beschlossen, mir beim Schlafen Gesellschaft zu leisten. Böni lag rechts neben meinem Kopfkissen, Bibi links. Was total blöd war, weil ich eigentlich kein Kissentyp bin und irgendwann meinen Kopf daneben lege. Das ging dann natürlich nicht. Ausserdem schnurrte Bibi total laut, so dass ich nicht schlafen konnte. Schliesslich stellte ich auch fest, dass die zwei komisch rochen. Nach altem Heu. Oder nach alter Katze. Kein sonderlich angenehmer Geruch, aber immer noch besser als Hund.

Als Bibi endlich still war, kam dann auch noch der Hund rüber. Rambo schläft normalerweise bei meiner Mam im Bett, keine Ahnung, wieso er mitten in der Nacht auf die Idee kommt, sich dazu zu gesellen. Immerhin legte er sich neben meine Beine.

Meine eigenen Katzen haben ja die Gewohnheit, mich zwischen 5 und 6 Uhr Morgens zu wecken, weil dann mein Nachbar unten (der, den ich aus Versehen getötet habe) aufsteht und den Rolladen hochzieht. So freue ich mich jeweils aufs Wochenende, weil ich dann wirklich ausschlafen kann!

An diesem Sonntag war dass dann nicht möglich, weil Katzen und Hund um 4 Uhr (!!) beschlossen, alle das Bett zu verlassen und mich dabei noch kräftig zu wecken.

Mein Dad hat mich am Morgen gefragt, wieso ich die ganze Bande nicht einfach rausgeschmissen habe. Das ist natürlich eine berechtigte Frage, die ich auch nicht zufriedenstellend beantworten kann. Es ist einfach schön.

Meine Schwester hat nun übrigens auch zwei Fellnasen. Letzten Samstag hat sie die zwei aus dem Katzenheim geholt und Abends sollten unser Vater und ich sie uns ansehen. Wir haben sie dann gesucht, doch die zwei waren nicht aufzufinden! Schliesslich entdeckte meine Schwester sie unter einer Kommode. Keine Ahnung, wie die zwei sich darunter quetschen konnten! Mal sehen, ob wir sie dieses Wochenende zu Gesicht bekommen *g*.

22. Februar 2007 | Kategorie: katzen & hamster, me

Samstagabendzufall

Keine Kommentare »

Ich war dieses Wochenende zu Hause geblieben, um mich nochmal so richtig zu erholen und auszukurieren. Leider wurde mir Samstagabend langsam langweilig, vor allem wenn ich daran dachte, dass viele Leute gerade im Ausgang sind.

Frustriert legte ich mich also ins Bett und spielte Pokemon, als plötzlich mein Telefon klingelte. justine war dran. Ihr sei langweilig und sie wolle etwas unternehmen. Ich stimmte natürlich gleich zu, und eine Stunde später trafen wir uns auf einen Drink. justine erzählte mir dabei, dass ihre Mutter an diesem Abend angerufen habe und ihr vorschlug, mich anzurufen. Nun ist es ja so, dass ich normalerweise das Wochenende bei meinen Eltern verbringt. Das hat sie ihrer Mam auch gesagt, die meinte aber, justine solle es trotzdem probieren. Und ich war ja tatsächlich zu Hause. Ich vermute jetzt, dass justines Mam hellseherische Fähigkeiten hat *grins*.

In der Spätvorstellung sahen wir uns danach den neuen Til Schweiger-Film “One Way” an. Mir ist die Bedeutung des Titels zwar immer noch nicht ganz klar, der Film war aber erstaunlich gut. Normalerweise mag ich Til Schweiger-Filme nicht, und die Vergewaltigung am Anfang liess mich nichts Gutes ahnen. Auch einige Szenen im Gerichtsaal sind etwas gar unrealistisch. Die Story ist aber sehr trickreich und hat viele unerwartete Wendungen. Kann ich also durchaus empfehlen.

Ein wirklich schöner Abend wars.

14. Februar 2007 | Kategorie: irritation, me
Theme: Rabbit Hole | Designed by: ThemeBin | Header Image by: pauldgroot.deviantart.com
Sponsors: Web Hosting, Sms-lån, Whiskey
Theme color-edited by Nicole