![]() neues jahr, neues glück flüsterstimme in blauem fleisch
Jaja, ich weiss, seit dem 18. Januar gab es keine Einträge mehr. Im Moment fehlt mir die Zeit, die Lust. Ich bin etwas verwirrt. Frage mich dauernd, wieso ich das mache. Wieso schreibe ich meine Gedanken ins Internet? Mein Doc meinte, ich gebe dem Computer meine Gefühle. Wieso muss ich ihm immer Recht geben? *lach* Es kommt mir so vor, als versuche er mir klar zu machen, dass ich gar kein so langweiliges Leben habe. Natürlich hat er Recht damit, wieder einmal. Ich mache vieles. Nur für mich ist es zu wenig spektakulär. Ich würde gerne Lesungen halten. Die Frage ist nur, interessiert jemand, was ich schreibe? Ja, nein, ja, nein. Nein nein nein. Ja. Oder so. Im Instyle, einem meiner Lieblingsfrauenzeitschriften, las ich ein Interview mit Nicole Kidman. Sie sagte: Ich wollte alleinsein, doch das Alleinsein hat mich krank gemacht. Oder so ähnlich. So geht es mir. Ich vermisse jemanden, mit dem ich über Gott und die Welt reden kann. Ich würde mich gerne so richtig verlieben. Mit Schmetterlingen im Bauch. Und einem verliebten Blick. Heute hat mein Doc nach etwas Spannendes gesagt: Er sei der Ueberzeugung, man müsse nicht die Natur sondern den Menschen schützen. Denn die Natur überlebt immer irgendwie, die Frage ist, ob wir mit solch einer Umwelt überleben können. Das finde ich einen interessanten Denkansatz. Er scheint mir logisch. Mir fällt nämlich dazu spontan ein Haus in unserem Dorf ein. Es stand vielleicht ein oder zwei Jahre leer. Und war am Ende völlig verfallen. Die Mauer bröckelte, die Fensterläden hingen schief in den Angeln und die Farbe blätterte ab. Fensterscheiben waren eingeschlagen, Fenster waren etwas offen. Der Garten war verwachsen und ich hätte mich nicht gewundert, wenn Brombeerranken zu wachsen begonnen hätten. Ich glaube, wenn Menschen ein Haus verlassen, erobert sich die Natur das Haus zurück. Es lebt dann nicht mehr richtig, weil die Menschen mit ihrer Energie fehlen. Mein linkes Aug spinnt. Wenn ich es nach oben verdrehe fühlt es sich an als würde jemand einen kleinen Dolch vom Auge bis zum Halsansatz runterstossen. Natürlich ist das ganze wie eine Schürfwunde an der man rumkratz. Ich bin noch am kopieren der Tagebucheinträge ins Word. Manchmal bin ich erstaunt, wie ewig lang ein Eintrag ist. Meine Güte, wer war ich nur als ich das Schreiben so nötig hatte? Das aktiviert auch meinen Schreib-Stolz, mal sehen, wie weit ich komme *g* Meine Eltern sind süss. Sie geben mir immer Sachen mit, die ich für die Arbeit brauchen kann. Anschreiben von anderen Internetagenturen, WebSite-Check, URLs. Ich bin ihnen sehr dankbar für diese Hilfe. Gerade meint gee, ich solle mal was über sie schreiben *g*. Das ist cool, wir treffen uns von Zeit zu Zeit in Zürich. Dann gehn wir Kebab essen und im Starbucks Frappuccino trinken. Und lästern über Männer *hehe* In der Weihnachtszeit haben wir zusammen Geschichten für einen 'literarischen'-Weihnachtskalender geschrieben. In der Hauptrolle die bösen Weihnachtsmänner, für die der Kalender auch war. *g* Wer Lust hat die Geschichten nachzulesen: http://www.weihnachtsmen.ch/index.php?cat=tagebuch&tag=-1 Jetzt ruft unsere Sachbearbeiterin den Chef an. Täusche ich mich, oder hört man einem Menschen an, wenn er auf eine Combox spricht? Ich denke schon, bei mir merke ich ja auch, wie ich plötzlich anders rede. Ein Freund sagte mal, es sei noch erstaunlich, wie viele Menschen intime und hochprivate Dinge in aller Oeffentlichkeit am Handy besprechen. Jeder Depp kann zuhören. Mir kam dann mal die Idee, eine Zeit lang alle Gespräche zu belauschen und schliesslich alles aufzuschreiben. Eine Geschichte aus Telefongesprächen... Gerade sehe ich in der Webseiten-Statistik, dass 7 mal nach 'surmontil' gesucht wurde. Surmontil, zur Erinnerung, ist das Antidepressivum das ich nehme. Ich hoffe wirklich, dass meine positiven Berichte den Leuten die Angst nimmt. Es ist nicht so, dass Surmontil die Persönlichkeit verändert. Sie bringt nur die wirkliche wieder ans Licht. Macht selbstbewusster, was zu einer einfacheren Alltagsbewältigung führt. Ich ging ja zeitenweise nicht mehr einkaufen, weil ich nicht nach draussen gehen wollte, konnte. Das hat mir niemand angemerkt. Ok, ich war etwas schmal und blass, aber sonst? Konnte noch lächeln, der Tag war sowieso nie so schlimm wie die Nacht. Dieses 'allen-die-nette-nicole-vorspielen' hat mich schlussendlich selber furchtbar angekotzt. Seltsamerweise wollte ich schon als Teenager Antidepressiva. Seit ich weiss, was das überhaupt ist. Natürlich kann man sagen, das sein ein einfacher Weg, sich mit Medikamenten voll zu pumpen. Das dachte ich auch mal. Bis eines Tages mein Stolz einbrach und ich endlich den Schritt machte, der schon lange überfällig war. Irgendwann stiess ich auf die Seite http://www.depression.ch/, wo sehr schön erklärt wird, was eigentlich nicht stimmt (http://www.depression.ch/hintergrund/entstehung_d.html) Ich konnte also endlich sagen: Ich hab ein körperliches Leiden, das mit anderen Problem gemixt meinen Zustand ausmacht. Und aufgrund dessen darf ich mir helfen lassen. Ich muss nicht stark sein und allen die Glückliche vorspielen und gleichzeitig bin ich unglücklich... Sorry, das Thema beschäftigt mich so, da verliere ich mich jedesmal drin. Ich werde mal einen Artikel zu dem Thema schreiben. Wie Andreas Edler. Die wichtigsten Dinge könnte ich kommentieren, und somit ein für allemal klarstellen. Die Idee gefällt mir :-) Mein schaTTenzeit wächst ja richtig *lach* Nur meine Bücher will niemand *seufz* Dabei wollte ich doch mal endlich Ordnung bringen in mein Büchergestell. Imogen Heap singt gerade Blanket. Seit ich 'Den einen oder keinen' gesehen hab, weiss ich auch, dass es 'imougiin' ausgesprochen wird. Ich hab immer ein bisschen Probleme bei der englichen Aussprache. Wenn mal jemand in Winterthur ist, soll er oder sie unbedingt zum Graben-Beck am oberen Graben. Der hat superschöne Säcke für das Brot. Ein Haus, daneben das Gesicht einer Frau von der Seite. Beides im Jugendstil und mit Gold bedruckt. Sieht wirklich schön aus. Später... Genauer gesagt um 21.57 Uhr. Ich war heute wieder im Fitness. Das Radfahren am Schluss war das Schlimmste. Und Mist, ich hab das Stretching vergessen, bekomm sicher Muskelkater. Ich war also am radfahren. Eine geschlagene halbe Stunde lang. Da ich noch nicht so in Form bin hatte ich eigentlich schon nach 20 Minuten genug. Wenigstens war die Musik ok. Bei den Herz-Kreislauf-Trainingsgeräten hats 3 Monitore und ein paar Liederkanäle, die man über eine kleine Box hören kann. Muss also nur noch die Kopfhörer dabeihaben *g* Naja, nach einer halben Stunde Internetbanking bin ich jetzt ziemlich kaputt, schnell aufs Netz mit diesem Eintrag und dann in die Haia, lesen *freu* |