14. März 2003

Ab und zu besuche ich das schwarze Netz http://www.sungaya.de/schwarz/index.htm Da könnte ich stundenlang rumstöbern, immer gibt es wieder etwas spannendes zu lesen. Das schwarze Netz hat mein Interesse an den nordischen Sagen geweckt. Leider bin ich mit meinen Nachforschungen noch gar nicht weit gekommen. Immerhin kaufte ich mir ein Buch, in dem die psychologische Seite der nordischen Sagen beleuchtet wird. Ich hab es noch nicht gelesen, bin also noch überhaupt nicht weiter gekommen. Immerhin weiss ich, dass Ragnarök die Götterdämmerung ist. Schon witzig, die Vorzeichen sind ein langer Krieg, ein Weltenbrand und eine gewaltige Ueberschwemmung. Da muss ich doch spontan an Noah denken. Ja, der mit der Arche. Andererseits fallen mir ein: Letztes Jahr ein endloser Winter, viele Dörfer in der Schweiz waren sogar von der Aussenwelt abgeschnitten. In Deutschland die schlimmen Ueberschwemmungen und in den USA die Buchbrände. So gesehen befinden wir uns wohl immer am Abgrund zum Ragnarök.

Mein Therapeut hat mich heute gefragt, wie ich sein müsste wenn ich sein könnte wie ich bin.(Faden verloren? Lies es nochmal durch ;-)) Damit hat er mir die unausgesprochene Hausaufgabe gegeben, mir zu überlegen, wie ich wirklich bin. Witzigerweise erreicht mich eine Stunde später ein Email von mea, in dem sie mich fragt, was sein müsste damit alles gut ist.

Es war sowieso lustig. Ich hab ihm erzählt, dass ich meinen Tagesplan umgestellt habe. Ich steht nun auch um 7 Uhr auf und gehe auf halb acht arbeiten. So hab ich nach der Arbeit noch Zeit, einkaufen zu gehen. Ich habe mehr vom Tag. Und mein schlechtes Gewissen fällt auch weg. Ja, ich hatte wirklich ein schlechtes Gewissen, dass ich so lange schlafen konnte. Von dieser Ausgangslage kamen wir darauf, dass ich anders bin. Das war ich schon immer in der Schule. Wirklich stark begleitet mich diese Gefühl seit der Sekundarschule (7. Klasse). Ich habe mir wirklich gewünscht, dazugehören zu können. Doch es ging nie. Schlussendlich stellte er mir diese komplizierte Frage. Und er meinte, ich solle so sein wie ich bin. Was mich nun fragen lässt: Wie bin ich denn? Wie muss mein Leben sein, um glücklich zu werden? Ich finde das ganz furchtbar, weil mir der Durchblick fehlt. Nun gut. Ich habe ja Zeit. vielleicht überkommt mich ein Moment der Klarheit und ich erkenne die Wahrheit.

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